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rer und Freund ehrt. In den traurigen Wirren der Stadt Basel machte er sichdurch seine ruhige neutrale Stellung der Aristokratenpartei verhaßt, welche ihrdurch ihre Organe zu verdachtigen suchte. Im Frühling 1832 erhielt K,, ebenaus einer Reise nach Norddeutschland begriffen, von der Regierung zu Bern denRuf als Professor der Geschichte an der dortigen Akademie,' wo er gegenwärtig inder Blüte seiner mannlichen Kraft segensreich für die Jugend wirkt. Das Publi-cum ist, nach Dem, was er in seiner „Entstehungsgeschichte der frcistädtischmBünde" (3 Bande, Zürich 1327—30) geleistet hat, noch zu schönen Hoff-nungen berechtigt.
Kosegarten (Johann Gottfried Ludwig), Professor zu Greifswald,ward am 10. Sept. 1792 zu Altenkirchen auf der Insel Rügen geboren, wo seinVater, der Dichter Kosegarten, damals Prediger war. Er erhielt den ersten Unter-richt durch Hauslehrer, den nachmals als Politiker bekannten E. M. Arndt, denDichter Karl Lappe und seinen nachmaligen Schwager Baier. Mit diesem Letzternverweilte er die Jahre 1803 und 1804 zu Lasarra bei Lausanne. Nach der Rück-kehr in die Heimath ward er von seinem Vater weiter unterrichtet, besonders inden alten Sprachen; begann 1808 seine theologischen und philologischen Stu-dien zu Greifswald, und blieb hier vier Jahre. Da die Neigung zu den orienta-lischen Studien in ihm erwacht war, ging er 1811 nach Paris und lernte dort dasArabische unter Silvestre de Sacy und den beiden Arabern Dom Raphael aus Kahiraund Michael Sabbag aus St.-Jean d'Acre; das Persische unter Silvestre de Sacyund Chezy; das Türkische unter Kieffer und dem konftantinopolitanischen Grie-chen Rhasis; das Armenische unter dem Schahan Schirbied aus Edessa. Auchbeschäftigte er sich mit dem Sanskrit, für welches jedoch damals noch kein Lehrerin Paris angestellt war, und machte viele Auszüge aus den morgenlandischenHandschriften der pariser Bibliothek. Er kehrte 1814 nach Greifswald zurück,ward dort 181Ü als Adjunct der theologischen und philosophischen Facultat ange-stellt und gab einige kleine Probeschriften aus dem Fache orientalischer Literaturheraus, z. B. über das persische Heldengedicht „Darsu immeü", in den„Fundgrubendes Orients", Bd. 3. Seine Vorlesungen betrafen die Kirchengeschichte, die Exe-gese des Alten Testaments und die orientalischen Sprachen. Da er aufgcfodcrtwurde, die damals vorschriftmäßigen Vorlesungen über die pommersche Landes-geschichte zu halten, so führte ihn dies zur Herausgabe der alten pommerschenChronik von Kantzow: „Pomerania, oder Vrspruuck, Altheit vnd Geschicht derVölcker vnd Lande Pomcrn, Cassuben u. s. w." (2 Bde., Greifswald 1816—17).Nachdem er 1817 als ordentlicher Professor der orientalischen Sprachen nachJena war berufen worden, besuchte er sogleich die von Seetzcn angekaufte Hand-schriftensammlung zu Gotha und schrieb die „Oummentutio cke Slabammeckeebn butüta, dralle lingituno, ejuscjue itmer'.kms" (Jena 1818). Er gab nachpariser und gothaischen Handschriften die „NouIIulm" des arabischen Dichters Amrben kulthum (Jena 1819) und eine deutsche Übersetzung des indischen Gedichts„Nala" (Jena 1820) heraus, und in Verbindung mit Jken zu Bremen das„Tuti nameh, oder Märchen aus dem Persischen" (Stuttgart 1829). Das In-teresse für die ältere jüdische Literatur führte ihn zu der Herausgabe der Schrift:„lübri Doronue le^is, ick est commenturii in Dentuteucüum Xuraitici ullrone ben elüni conscripti, uügnot zmrticuiae" (Jena 1824). Seit dieser Zeitbeschäftigte er sich auch viel mit der Entzifferung der alten ägyptischen Schriftarten.Er ward 1824 nach Greifswald zurückberufen. Über seine ägyptischen Studiengab er nun heraus: „Bemerkungen über den ägyptischen Text eines Papyrus ausder Minutoli'schen Sammlung zu Berlin" (Greifswald 1824) und „De pri-ca^eg^ptiornm literuturu cvmmentutio primu" (Weimar 1828), und untersuchteoft die zu Berlin befindlichen Papyrusrollen. Zu der neuen Ausgabe der Dichtun-