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militainscher Taktik und kam den Russen chcuer zu stehen. Nach dem glücklichenGefechte bei Viazma schmetterte seine Artillerie den Feind zu Boden und stellte sodie Verbindung mit der großen Armee des Kaisers wieder her, die von den Russen'war überflügelt worden. Am 26. Nov, dem unglücklichen Tage an der Berezinawurde auch er, nach Poruatowskrs Verwundung nebst Dombrowski der erste An-führer der Polen, durch eine Schußwunde genöthigt die Seinigen zu verlassen.Hier schloß sich seiüe Lausbahn. Nichtsdestoweniger waren die Polen die einzigenTruppen der großen Armee, welche ihre Artillerie retteten und glücklich nach War-schau brachten, und lange hat das Andenken an K.'s Tyaten und sein Beispielrunter ihnen fortgewirkt. Zur Herstellung feiner Gesundheit ging K. ins Bad nachSworzbwice in Galizien. Als aber Ostreich dem Kaiser der Franzosen den Kriegerklärte, wurden alle AnHanger desseloen, die im Vertrauen auf die geschlossenenVerträge sich in den ostreichischen Staaten aushielten, als Kriegsgefangene be-trachtet. K. erhielt die Erlaubmß sich nach Tarnow zurückzuziehen. KaiserAlexander rief ihn 1! 814 nach Warschau in den Kriegsrath, der mit der Organi-sation der polnischen Armee beauftragt war; da aber das zukünftige Schicksal Po-lens nur auf Alexanders weitaussehenden Versprechungen beruhete, erklärten diepolnischen Großossiziere einstimmig, daß sie dem Befehle des Kaisers nicht nach-kommen könnten, bevor der König von Sachsen als Großherzog von Warschau siechres Eides entbunden habe und das Königreich Polen durch einen förmlichen Ver-trag anerkannt sei. K. schlug, wie Mopczynski und Paszkowsli, auch den ihnenangebotenen Gehalt aus, und sie nahmen, als die Mehrheit der Stimmen die Bil-dung der Armee verlangte, mittels eines kräftigen Einspruchs vom 3. Dec. 1814ihre Entlassung. K. wählte Dresden zu seinem Aufenthalte, wo er, von der königli-chen Familie hochgeachtet und von den Einwohnern verehrt, nur den Wissenschaf-ten und Künsten lebte; er ist selbst ein trefflicher Maler. Seiner an dcn FürsienMichael Radzivil vermahlten Stieftochter überließ er sein ganzes Vermögen undbegnügte sich mit einer mäßigen Rente, die er großentheils zu wohlthän'genZwecken verwendet. Der König von Frankreich bestätigte ihn 1814, als er zumBesuche mehrer Freunde nach Paris gereist war, aus freier Entschließung, in deinGrade eines Eommandeurs der Ehrenlegion rüit der ihm sei: Stiftung des Ordensgebührenden Restzahlung von 100,006 Francs. K. scsilug diese Summe mit denWorten aus: „Indem ich Frankreich diente, glaubte ich Polen zu dienen und denDienst fürs Vaterland darf kein Interesse leiten." Als Nikolaus den Thron be-stiegen hatte, foderce der russische Gesandte zu Dresden von allen in Sachsen an-wesenden Polen den Eid der Treue, den aber K. verweigerte. Wenige Monatedarauf drangen zwei eigenhändige Briefe des neuen Czars und seines BrudersKonstantin auf K.'s Auslieferung. Anfangs glaubte man die Eidesverweigerungallein habe diesen Gewaltschritt veranlaßt, allein es lag noch eine andere Ursachezum Grunde. Die patriotische Gesellschaft zu Warschau, deren Dasein den Rus-sen Furcht einjagte, hatte auf Stanislaus Soltyk's Antrag K.'s Namen undMithülfe in Anspruch genommen. Der König Friedrich August aber weigerte sich,einen Mann, den er persönlich so hoch achtele, wie einen Verbrecher auszuliefern,versprach jedoch für seine Sicherheit zu bürgen. Auf der Festung Königstcin sanvK. einen seinem Range und Charakter angemessenen Verwahrsam. Zu Ende desJahres 1828 erhielt er, nach achtmonatlicher Inqu-isitorialuntersuchung dec russi-schen Eommissairs, seine Freiheit wieder. Seine Rückkehr nach Dresden erregtedie lebhafteste Theilnahmc. Als mit dem 29. Nov. 1880 die Morgenröthe einerbessern Zukunft aufzugehen schien, eilte K. nach Paris, um Frankreichs Beistandfür Polen zu gewinnen. In der Thar war er nebst Solust und Plater so glücklich,Versprechungen von Seiten des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten zuerlang-m, allein es blieb nur bei den Versprechungen und Polen unterlag der Uecr-macht des Goldes und der Zahl. (8)