Klicki
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^meiner anerkannt wird, ist gebrochen und wir hegen die Hoffnung, daß dieSache bald schnellem Fortgang gewinnen werde. (7V)
Klicki, General der Cavalerie, steht als einer der ehrwürdigsten Veteranender polnischen Nation fleckenlos in der Geschichte des großen Dramas seines Vater-landes. Seine Jugend fallt in die Zeit der ersten Theilung Polens, das Jüng-lingsalter in Kosciuszko's Freiheitskampf, die Mannesjahre in die Glanzepochevon Napoleons Weltherrschaft, sein Abend in den Dammerschein voll kühnerHoss-nungen von Unabhängigkeit, welche mit dem 29. Nov. in eine blutige Morgenrötheausgegossen, nach einem gewitterschweren Tage Polens Nacht und Untergangverkündete. In Napoleons Schule gebildet, glänzte dieser durch Geist, Muthund manche kühne Wasscnthat in Italien und Spanien gleich ausgezeichnete Krie-ger besonders als Führer der polnischen Uhlanen in der Schlacht von Toledo und inden beiden Belagerungen von Saragossa. Von dem Marschall Lannes in Madriddem Kaiser vorgestellt, der ihn zum Ossizier der Ehrenlegion erhob, wußte er denNutzen der Lanze als Angrissswasse so klar zu beweisen und durch eigne Handha-bung anschaulich zu machen, daß Napoleon sogleich diese Bewaffnung für die Chc-vauxlegers seiner Garde anbefahl. Bald darauf wurden mehre neue Lancierregi-menter errichtet. Mit Chlopicki aus Spanien heimgekehrt, folgte er der großenArmee nach Rußland, wo nicht minder sein Name in den Kriegsberichten mit Aus-zeichnung genannt wurde. Unter den vielen Zügen seiner Tapferkeit, die seinenmilitairischcn Takt, Muth und Diensteifer bezeichnet, deren die Geschichte der fran-zösischen Heere mit gleich großer Achtung gedenkt, heben wir nur einen aus, derikm zur größten Ehre gereicht. Auf dem Rückzüge aus Rußland war das ganzeCorps des Viceköm'gs vonJtalien, kaum noch einige Tausend Mann stark, größten-teils krank, von Strapatzen abgemattet, schlecht bewaffnet, ohne Geschütz undEchicßbedarf bei Kraskö unfern Smolensk durch die zahlreichen Truppen des Ge-nerals Miloradowitsch von der übrigen Armee abgeschnitten. Aufgefodert sich zuergeben, wollte diese kleine Schar lieber mit den Waffen in der Hand siegen oderehrenvoll untergehen. Den ganzen Tag hindurch vertheidigten sie sich mit einemMuthe, der ihre Gegner selbst in Staunen versetzte. Die Nacht brach herein, ohnedaß die Truppen sich durchzuschlagen vermochten. Das Corps befand sich in deräußersten Gefahr. Von allen Seiten eingeschlossen, mußte es am folgenden Mor-gen die Beute des weit überlegenen Feindes werden; denn sich mit Gewalt einenRückzug durch solche Massen zu bahnen, überstieg menschliche Kräfte. In dieseri!age kann der Vicekönig nur durch die Begünstigung der Dunkelheit einen Aus-weg hoffen. Er weicht von der Straße ab, die Truppen marschiren in größterStille; plötzlich stößt die Vorhut, von dem Obersten K. befehligt, auf eine starkefeindliche Feldwache. Die Posten rufen in russischer Sprache ihr „Wer da!" Hätteman nicht geantwortet, so würde das ganze feindliche Lager in Bewegung gerathensein und die Überreste des französischen Corps wären vernichtet worden. K. besannßch nicht; er ritt auf den Posten zu, und der russischen Sprache vollkommen mach-tig, rief er leise: „Schweig, Unglücklicher! Siehst du nicht, daß wir zum Corpsdes Generals Ouwaroff gehören und in aller Stille vorüber ziehen, um die Fran-zosen bei Krasnoe zu überraschen." Durch K.'s ernste Haltung und Geistesgegen-wart getauscht, unterließ der Feind, sich von der Wahrheit zu überzeugen; dennder Tapfere hielt mit seinem Pferde in größter Seelenruhe mitten unter den Russen,bis der letzte Mann der vorbei desilirenden Franzosen gerettet war. Die Neu-gierde eines russischen Soldaten, der sich der Schar genähert, ein französischer Lautund tausend unvorhergesehene Zufälle hätten diese Kriegslist entschleiern können,und dann wäre der Tod oder Gefangenschaft in Sibirien, das traurigste Schicksal,bcm edelmürhigen K. gewiß zu Theil geworden. Napoleon, über diese Aufopferungentzückt, ernannte den Helden sogleich zum Brigadegeneral. Als solcher machte
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