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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
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625
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Kantelaar

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Bald nach Erscheinung des dritten Bandes erschien eine neue Auflage (3 Bde., Leip-zig 1825), die sich fast in all ihren Theilen als eine neue Bearbeitung auswies unddurch den hinzugefügten reichhaltigen Commentar einen eigentümlichen Borzuggewonnen hat, und 1832 erschien die dritte Auflage. Die Überzeugung, daß fürdas tiefere Verstand« dieses Dichters die Kenntniß der kleinern Poesien desselbenunerläßlich sei, vermochte den Übersetzer, in Vereinigung mit K. Witte und W.von Lüdemann, auch diese einem großem Lesekreise durch Übertragungen zugäng-lich zu machen. DieLyrischen Gedichte" Dante's italienisch und deutsch mitEinleitungen und Anmerkungen (Leipig 1827) wurden, als eine unentbehrlicheZugabe zur Übersetzung derGöttlichen Komödie", mit Beifall aufgenommen.W Probe einer neuen Verdeutschung der Homerischen Gedichte gab K. 1822das erste Buch der Odyssee, nach metrischen Grundsätzen, die er in^der Vorredeentwickelte; und zu der in Prenzlau erscheinendenÜbersetzungsbibliothek griechi-scher und römischer Classi'ker" lieferte er 1827 Anakreon und Sappho. Von denRömern war es hauptsachlich Horaz, dem sein Fleiß sich zuwendete, und er gabdessen Oden 1816 in einer gereimten Übersetzung heraus. Er übersetzte vierStücke von Beaumont und Fletcher, einige von Chaucer'sCanterbury-Erzäh-lungen", mehre Poesien von Byron für die frankfurter und zwickauer Sammlung(1838), und für die letztere auch Einiges von Walter Scott, wie sein Gedicht:DcrHerrderJnsel". Bruchstücke aus Spenser'sFeenkönigin" und aus Barbour'sBruce"hatten früher schon diePolychorda"und das von ihm und Büsching 1810herausgegebenePantheon" mitgetheilt. Als selbständiger Dichter hat er sich durcheine Sammlung lyrischer Poesien (2 Bde.), durch ein beschreibendes Gedicht(Prenzlau") und ein idyllisches (Amor und Hymen"), sowie durch einige dra-matische Arbeiten (Dramatische Spiele";Mirza", eineTragödie;BenvenutoCellini und die Krähe", ein Lustspiel imTaschenbuch zum geselligen Vergnü-gen" für1833) bekannt gemacht. Außerdem hat er in Schulprogrammen Kritikenüber Horaz und über einzelne Stücke von Sophokles, eine Erklärung von Goe-lhe'sHarzreise" und Schulreden gegeben, und in einer kleinen Schrift:Christusund seine Lehre nach dem Zeugnisse der Evangelisten" (Breslau 1831), die Punktefestzustellen gesucht, die einer Vereinigung der christlichen Confessi'onen zur Grund-lage dienen müssen. ' (51)

Kantelaar (Jacobus) wurde am 22. Aug. 1759 zu Amsterdam geboren,studirte zu Leyden die Theologie, und machte sich nach Vollendung seiner Studiendurch eine geschätzte Schrift (Speeimen nkservilliminm criticarum all yuaeckumVenz testomenti loca") bekannt. Er wurde als reformirter Prediger angestelltAbstand zuletzt zu Almals in Oberyssel im Amte, fand sich aber bewogen. 1787Entlassung zu nehmen, da er eifrig an den politischen Streitigkeiten Antheil ge-nommen hatte. Er nahm seinen Aufenthalt in Amsterdam, wo er, wie später in Kam-vsn, in der Zurückgezogenheit und ganz den Wissenschaften sich widmend, lebte. Ei-^e Zeit war er Herausgeber der kritischen Zeitschrift:Vackerlnnüscke bibliotkek^ >veteuzckup, Kunst en smuuk", die er zu hohem Ansehen brachte. Er gewanneinen von der literarischen Gesellschaft zu Leyden ausgesetzten Preis auf seine5 luft.Over üet üerckerseiiellt", die 1813 in den Schriften der niederländischenLenste der schönen Künste und Wissenschaften gedruckt ward und ausgezeichnetenfM erhielt. Jene Gesellschaft ließ auch mehre seiner Gedichte drucken, andereAchtungen aber und verschiedene Aufsätze, besonders kritischen Inhalts, unter wel-sine 1794 gehaltene Lobrede auf den gelehrten Orientalisten Schultens hervor-Plenen theils einzeln, theils in seinen von t79396 gemeinschaftlichDichter Feith in drei Banden herausgegebenenIlistira^n ter 6«vc»rüe-^ ^'r sclwune Künsten en wetenscknz»;>en". Die Revolution von 1795

o. der neuest:» Zeit u?d Literatur. II.

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