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Präsidenten Folge geleistet habe, als ihm dieser zu Anfange des Jahres 1831 dasCommando der Expedition gegen die aufrührischen Bewegungen zu Limeni und in 'Maina übertrug. Er verweilte damals längere Zeit auf der Rhede von Armyrvs !bewog mehre nahgelegene Orte zur Unterzeichnung reuevoller Adressen an den Prä-sidenten, und trat selbst mit Konstantin Mauromichalis, dem Haupt der maino-tischen Aufrührer, in Unterhandlungen, welche jedoch sogleich abgebrochen wurdenals die Gefangennehmung des alten Mainotenbeys, Pietro Mauromichalis > ^(s. d.), in Maina bekannt wurde. K. wurde selbst von Konstantin einige Zeit als - ^Gefangener behandelt, dann aber wieder freigelassen, worauf er seine Station ander Südküfte von Morea verließ und nach Pyros zurückkehrte. Sein Benehmen ' 5?^beiden spätem traurigen Ereignissen bedarf nach diesen Vorfallen keiner Erlaute-rung. Sogleich nach den ersten Händeln zwischen der russischen Brigg Telcmachund den hydriotischen Fahrzeugen (s. Griech enland, S. 278,279) warK. einer Di ^der Ersten, welche in einer in sehr starken Ausdrücken abgefaßten Adresse dem Pra-sidenten ihre völlige Misbilligung des Benehmens der Hydrioten zu erkennen ga- simiiKen, und als Miaulis am 13. Aug. die Fregatte Hellas und die Korvette Hydra izM l!durch Feuer vernichtet hatte, trug er kein Bedenken, die dem Präsidenten deshalb ÄnAzugeschickte Note mit den Worten zu schließen: „Fluch ruhe für ewige Zeiten ausdem Urheber dieser entsetzlichen Barbarei". Selbst nach dem traurigen Ende Hisßdes Präsidenten und der Vertreibung seines Nachfolgers, Augustin Kapodi- Mchstrias, verharrte K. im Widerstande gegen die von der republikanischen Partei zuNauplia neu errichtete Regierung. Dem von dieser ausgegangenen Befehle,die Schisse, mit denen er um diese Zeit vor Syra lag, nach Nauplia zu bringen,gehorchte er nicht, sondern eilte, ehe man es hindern konnte, im Mai 1832 nachAegina, nahm hier 60,000 Piaster, welche in der Münze vorräthig waren, in NHHBeschlag, tilgte damit einen Theil der seiner Mannschaft schuldigen Rückständeund blieb, ungeachtet wiederholter Auffoderungen der Regierung, in Ägina zurück.K. war jedoch mehr zu kühnen Thaten als zur Ausführung weit angelegter Planegeschassen, und wenn er daher früher schon jede Gelegenheit, in die innern Ver-^ ^Hältnisse seines Vaterlandes thätig einzugreifen, fast absichtlich vermieden hatte,so war es nur natürlich, daß er an den jetzt eintretenden Ereignissen, die überdiesmit seinen Wünschen, Erwartungen und Ansichten nicht wohl in Einklang gestan-den haben mögen, mehr beobachtend als handelnd Theil nahm. So viel uns be- ^kannt ist, lebte er jetzt wieder zu Syra im Kreise der Seinigen. (18) D
Kannegießer (Karl Friedrich Ludwig), geboren am 9. Mai 1781zu Wendemark bei Werben in der Altmark, wo sein Vater Prediger war, besuchte .. lRdie Schulen zu Seehausen und Stendal und später das Gymnasium zum grauen ^Kloster zu Berlin, wo er sich Engel's Wohlwollen erwarb, der ihn als Vorleser .und Gesellschafter lieb gewann. Er bezog 1802 die Universität zu Halle, um sich ^zunächst den theologischen und philologischen Studien zu widmen; aber schon da- Emals zog besonders die Beschäftigung mit Dante ihn an. Nachdem er einige Zeit ' Wjin Weimar gelebt hatte, ward er 1807 Lehrer am Schindler'schen Waisenhause zuBerlin und ging von da 1811 als Prorector an das Gymnasium zu Prenzlau, wo er1814 in das Rectorat einrückte. Seit 1822 Director des Friedrichsgymnasiums ^zu Breslau, begann er 1823 zugleich als Docent im Fache der neuern Literaturan der Universität thätig zu werden. Seine schriftstellerischen Leistungen bestehen 'größtentheils in Übersetzungen, unter welchen die Verdeutschung Dante's die wich- " R,tigste ist, die er, von Bode und L.Hain unterstützt, bereits zu Halle begonnen hatte;der erste Band: „Die Hölle", erschien bereits 1809, erst 1821 aber war das Ganze Ivollendet. Obgleich es in seiner damaligen Gestalt von Mängeln keineswegs fm ^war, mußte es doch als erster schwieriger Versuch, bei dem eben damals in Deutsch-land erwachten Eifer für das Studium Dante's dankbare Anerkennung finden. ^