5uste Milieu
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von dem ehemaligen griechischen Kaisergeschlechte nicht wenig zu Gute that.Diese Familie war mit der Bonaparte'schen innig vertraut, daher das Permon'-sche Haus in Paris von den Bonaparte's hausig besucht wurde. Napoleon, als ernoch Zögling der Militairschule war, brachte seine Ferien in der Permon'sche Fa-milie zu, daher Laurette ihn von Jugend auf gekannt hatte. Herr v. Pcrmonstarb wahrend der Revolurionszeit; seine Witwe hielt von nun an große Cirkel,worin sich nebst den Bonaparte's die berühmtesten Personen jener Zeit zusammen-fanden. Ihr Sohn war ein Freund und Begleiter Joseph Bonaparte's und ihrejüngste Tochter verheirathete sie an Napoleons vertrauten Freund und Wassen-gcsährten Junot. Als dieser Gouverneur von Paris wurde, gelangte die jungeFrau, welcher Napoleon ein Heirathsgeschenk von 100,000 Francs ausgesetzthatte, in eine der höchsten Sphären der damaligen Gesellschaft. Sie wurde inden Kirkel der Tuilerien eingeführt und ward Hofdame bei Lätitia, MutterNapoleons. Spaterhin gab Napoleon Junot den Herzogstitel und ernannte ihnwegen des Feldzugs in Portugal zum Herzog von Abrantcs. Nichts schien nundem Glücke des Junot'schen Hauses zu fehlen und sein Glanz auf immer gesichertzu sein. Junot und seine Frau führten ein verschwenderisches Leben, weshalbNapoleon auch noch auf St.-Helena klagte, daß er sie, aller Reichthümer ungeach-tet, doch nie habe bereichern können. Junot starb in Gcisteszerrüttung, und da nunauch die Rückkunft der königlichen Familie die Aussichten der unter dem Kaiser-lhum bereicherten Familien zerstörte, so geriethen die Glücksumstände der WitweI. bald in Verfall; sie mußte ihrem Glänze entsagen, ihre Güter verkaufen,und die Wohlthatigkeit der königlichen Familie in Anspruch nehmen. Sie lebtjetzt ganz zurückgezogen in einem kleinen Gemache des Nonnenklosters Abbaie-aux-Bois in Paris, und hat sich 1831 durch die Bekanntmachung ihrer Memoirenüber die Revolutionszeit und die Napoleonische Regierung einen neuen Ruf er-worben. Diese Memoiren sind zwar etwas weitschweifig und sehr nachlässigabgefaßt, enthalten aber interessante Anekdoten, besonders aus der pariser Ge-sellschaft zur Zeit des Consulats und des Kaiserthums. Die Verfasserin gibtmerkwürdige Aufschlüsse über Napoleons Thaten und führt manche Äußerungenvon ihm an. Sie ist ein große Verehrerin des Kaisers, welches sich durch dieWohlthaten erklaren laßt, die sie von ihm empfangen hatte. Übrigens urtheiltsie mit vieler Menschenkenntniß und Schärfe des Verstandes. Die Memoiren derHerzogin von Abrantes gehören zu den vorzüglichsten, die man über das ersteViertel dieses Jahrhunderts in Frankreich besitzt. (25)
>l uste iniI ieu. Es ist bekannt, daß bald nach der Juliusrevolution einWort des Königs Ludwig Philipp: man müsse die rechte Mitte halten, zurBezeichnung eines politischen Systems diente, in welchem die Ministerien Frank-reichs eine Vereinbarung der Freiheit mit öffentlicher Ordnung im Innern und^Erhaltung des Friedens mit dem Auslande zu erreichen suchten. Mit diesem>rincip der rechten Mitte wurden nicht bloß die Foderungen mancher ReformenInnern zurückgewiesen, sondern hauptsachlich Diejenigen zum Schweigen ge-bracht, welche ein entscheidenderes Auftreten Frankreichs zu Gunsten der constitu-lwnncllen oder revolutionnairen Bewegungen in Italien, Polen, Belgien und wovs sich sonst noch zeigen möchten, verlangten. Dagegen bemerkte Lafayette in derAtzung der Deputirtenkammer vom 20. Febr. 1831, daß die Worte: richtige"itte und Mäßigung eigentlich gar keinen bestimmten Sinn gäben. „Daraufes gar nicht an, zwischen zwei veränderlichen (oder bestrittenen) Punkten» Mittel zu erwählen. Wenn der Eine sagt, 2 Mal 4 ist 8; ein überspannterops aber behauptete, 2 Mal 4 sei 10, wird man denn glauben, in der Mitte das/ tte treffen, indem man annehme, es sei 9? Die rechte Mäßigung besteht' t!n, ngr quf Das zu sehen, was an sich wahr und gerecht ist, und daran unep