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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
594
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zu nehmen und nach Conte's Tode erhielt er das Secretariat der damit beauftnv- !ren Commission. Endlich wurde er an Lancret's Stelle, der 18V7 gestorb^war, mit der besondern Leitung des Kupferstichs und des Drucks beauftrag? OVwelche Riesenarbeit ihn auch 18 Jahre hindurch beschäftigt hat. Für die Kl !gemalten Kupfertafeln brachte I. die von Conte erfundene Stichmaschine inAnwendung. Nach dem Frieden von 1814 reiste er nach England, um mehrein die Gewalt des Feindes gerathene ägyptische Alterthümer abzuzeichnen und ^dadurch das große Werk zu vervollständigen. Durch das Wohlwollen des Sir Je- ü ^seph Banks ward ihm das britische Museum geöffnet und der Weg zu vielen gelehr-ten Bekanntschaften gebahnt. Am meisten schloß er sich an W. Allen an. Nach ^Frankreich zurückgekehrt, ward er nebst Degerando, Laborde, Lasteyrie und Gau- ffcesstier Mitglied des Erziehungsausschusses, der mit Einführung des wechselseitigenUnterrichts beauftragt war. Da er in England Gelegenheit gehabt hatte, diese chndb!Lehrmethode genau kennen zu lernen, vertraute man ihm und Choron den Ent-wurf des Schulplans und der ganzen Einrichtung an, und so wurde zu Paris wchtitmitten unter dem Kriegsgetümmel im Zun. 1815 eine große Musteranstalt für smM350 Schüler in der Kirche St.-Iean de Beauvais eröffnet. Außer einem Be- s«Hrichte über Londons öffentliche Lehranstalten gab er 181V anonym sein ß»lt

cke la vaetllocke lies ecoles elämentaires" heraus. M

Von I.'s gelehrten Arbeiten, deren Menge bei den vielen Ämtern, die er vd durchbekleidet er ist auch Secretair der Ermunterungsgesellschaft in Erstaunen setzt, M,verdienen besonders die Beschreibung der Hypogeen von Theben (in dervescrip- Ze,tinn de l'L^pte") mit Notizen über die Hieroglyphenschrift, und die Abhandlung HM süber das Maßsystem der Ägypter Erwähnung. Er wurde 1818 zum Mitglied? der AitKAkademie der Inschriften und kurze Zeit darauf zum Ehrenmitglied der Akade- iMumien von Berlin, Neapel, Kopenhagen, Turin und vieler andern gelehrten Gesell- HMschaften ernannt. Er entwarf 1821 die Statuten der geographischen Gesellschaft M ^und wurde seitdem zwei Mal zum Vorsitzer derselben gewählt. Sein Einfluß ausAlles, was Afrika betraf, bekam von nun an einen immer größern Wirkungskreis. M ^Kein französischer Reisender unternahm eine Reise nach jenem Erdtheile, den I.sich zum Hauptgegenstand seiner Studien gemacht zu haben scheint, ohne seinethätige Theilnahme. So versah er Cailliaud, dessenVo^ge ü 1'ousi« äs ^ ^3Aet>es" er 1820 herausgab, Beaufort und Pachv mit Hülfsnotizen und Auf-trägen, trug zur Veröffentlichung von Mengin'sttistoire äe I'Lg)-pte" (Paris1823) viel bei, gab 1825 Dard'sDictionnaire veolok" heraus, und machtenach Drovetti's Materialien dieVoyuFe ü Uoasis cke Siouall" (Paris 1822Fol.) bekannt. Als Mohammed Ali sich 1820 durch seinen Gesandten Had-scki-Osman-Nureddin mit Frankreich den Vertrag geschlossen hatte, jährlich ^ ^ei re Anzahl junger Ägypter nach Paris zu senden, um sie dort in Wissen-Schäften und Künsten bilden zu lassen ein Unternehmen^, das wegen desgriechischen Freiheitskampfes erst 182V in das Leben trat übernahm I., o - ^ ^gleich damals in Ungnade gefallen, ohne Rückficht auf Gewinn aus remem 'Pflichtgefühl deren Leitung. Die glanzenden Anerbielungen Ali Pascha s schluger aus. Sein fester Charakter und sein lebhaftes Gefühl für Unabhängige,welchem zufolge er keiner Partei angehört, haben ihm oft geschadet. Aus In ezur Wissenschaft und zur Menschheit verwaltete er mehre Ämter in gelehrten un ^ >philanthropischen Vereinen ohne jede Aussicht auf Belohnung. Zur Begründung .einer Schule des wechselseitigen Unterrichts in seiner Vaterstadt bestimmte cden Ertrag eines seiner größern Werke. Seine wichtigsten Schriften, miß-» ^ ^schon erwähnten, sind:lAVIeau ckes ecoles elewentuires" (Paris 1816, Fr ch ^ ^Notice sur les lignes numäri^nes <le« anciens L^ptiens" (Paris ^

19); parallele entre les untiyuitH 6e I'Inöe et üe l'LZz-pte" (Paris 18« "