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Ä'-ss geschichte des indischen Orients Epoche machen. Ein allgemeines Erziehungs-, system ward eingeführt, dem religiösen Verfolgungsgeist, der namentlich die^ Katholiken auf der Insel schwer drückte, gesteuert, der Sklavenhandel verpöntund alle nach dem 12. Aug. 1816 geborenen Sklavenkinder erhielten ihre Frei-. heit. Er schaffte die Beschrankungen ab, welche die sogenannten Halbkasten zurück-^ten, räumte die gesetzlichen Hindernisse der Anstedlung von Europäern aufCeylon aus dem Wege, hob das Ansehen der Gerichte in den Augen des Volkes,und entwarf unter dem Beistand einiger Eingeborenen ein faßliches Gesetzbuchfür die indische, mohammedanische und buddhistische Bevölkerung. Sein größtesWerk aber ist die Einführung der Geschworenengerichte. Die mit dem großenReichssiegel versehene Urkunde, welche den Eingeborenen das Recht gibt, in allenCriminalfallen von ihren eignen Landsleuten und ihres Gleichen gerichtet zuwerden, bildet die Grundlage zur künftigen Nuxna ckarta Ostindiens. I.An,',!» kehrte 18l8 nach England zurück und nahm seiner schwankenden Gesundheits wegen seine Entlassung, er hat jedoch nicht aufgehört, das begonnene Werkhtt U I fortzusetzen. Als Mitftifter der usiutie «ociet/ ol litersture, dieses für
'WiriÜ die Kenntniß des Orients so wirksamen Instituts, leitet er die Correspondenzmit den sammtlichen ostindischen Besitzungen. Auch hat er den Plan zu einemallgemeinen Appellationshofe in England für ganz Ostindien und Civil- undMarinegesetzbücher für die Hindus entworfen. Zu arm, um selbständig alsBewerber aufzutreten, und zu stolz, um sich von einem Wahlfleckenbefitzer indas Parlament bringen zu lassen, war er nie Mitglied des britischen Senats.Als Patriot bezeichnet ihn die edle Handlung, daß er seit 1817 auf seinen Gehaltals Vice-Admiralitätsrichter auf Ceylon zum Besten des Vaterlandes Verzichtleistete. (12)
Jomard (Edmond Franyois), geboren zu Versailles am 20. Nov. 1777,begann seine Studien auf der Schule seiner Vaterstadt, besuchte später unterGeoffroy das College Mazarin zu Paris und hatte in seinem fünfzehnten Jahregerade den Cursus der Logik und Mathematik vollendet, als die Schule aufge-hoben wurde. In die Unterrichtsanstalt des Brücken- und Straßenbaus aufge-nommen, widmete er sich dem Studium der Natur- und Erdkunde. Er warU95 einer der Ersten, welche in die neu begründete polytechnische Schule auf-genommen wurden, und erhielt 1798 den Ruf, an dem Feldzug nach Ägyptenals Ingenieur-Geograph Theil zu nehmen. Zu Alexandrien angekommen, warda mit der Aufnahme eines topographischen Plans dieser Stadt beauftragt, undabnliche Arbeiten, die um so gefährlicher waren, als man gewissermaßen jedes^lück der Bodenfläche, das man messen wollte, vorerst erkämpfen mußte,chck sagten schnell auf einander. Unter Monge's Schutze und mit Hülfe seinerMunde Jallois, Duvilliers, Chabrol und der Künstler Lepke, Dutertre,^säle, Redoute, hat er zu gleicher Zeit die alten Denkmäler gemessen, ge-zeichnet und beschrieben, und als Mitglied des Instituts zu Kahira mehre Alls-te über Alterthümer und vergleichende Geographie vorgelesen. Auf seinerpreise nach Europa hielten ihn widrige Winde in dem Archipel der ionischenNeln stst und gaben ihm Gelegenheit, Jthaka und Cephalonia zu erforschen.1802 nach Frankreich zurück, erhielt aber sogleich von dem Kriegsmini-
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I den Befehl, sich nach Baiern zu begeben und d,e topographischen Arbeiten
I n«' lowvl längs der böhmischen Grenze als in der Oberpfalz zu leiten. Zugleich gab erP "enden Ergebnissen der wissenschaftlichen Reise, an welcher er The'l genommen ha te,
. Schacht. Mancherlei Verbindungen mit gelehrten Alterthumskennern ^
i Alandes setzten ihn in Stand, seine archäologischen Studien fortzusetzen, ohne^ d-r die Erdkunde noch die Naturwissenschaften zu vernachlässigen. Er wurde 1808
Paris zurückberufen, um an der Redaction der „DescrPtron äe l l.öN'te
^onv.-Lex. der neuesten Zeit und Literatur. 0.