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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
569
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Jacotot 569

über 28 Millionen von den Zöllen nach dem hohen Tarif vom Jahr 1828) gestie-gen sind, die Ausgaben aber nicht mehr als 161 Millionen Dollars betragen Ha-fen, sodaß 18 Millionen für die Zinsen und die Abtragung der Schuld bestimmtwerden konnten. Da man nun die Schuld im Jahr 1833 ganz zu tilgen hoffe,so werde die für die Schuldentilgung bestimmte Quelle der Einkünfte durch dieZolle des Tarifs entbehrlich. Dieser glanzenden Lage aber droht ein Bürgerkrieg.Der Präsident gestand, daß der Tarif vom 14. Jul. 1832 einen bedeutenden Wi-derstand erfahren, und daß ein Theil der Union sich demselben entzogen habe. Un-ter diesen Umstanden kann nur die Aufhebung oder eine beträchtliche Herabsetzungdes Tarifs dem Sturme vorbeugen. Da nun der Präsident I. schon früher eineI solche Maßregel unterstützt und auch in seiner letzten Botschaft sich dafür erklärtbat'), so wird man um- so mehr die Rettung des Staats in der gegenwärtigenLage ihm anvertrauen, und die Wiedererwählung desselben zum Präsidenten ist zuerwarten. Die Proklamation, die er nach der Erklärung des Staats Südcarolinaerließ, vereinigt Kraft und Würde mit Versöhnlichkeit. (Vergl. VereinigteStaaten.)

General I. ist ein langer, hagerer Mann; daher sein früherer BeinameHickory von dem Namen eines einheimischen Walnußbaums. Er ist noch im-i wer so kräftig und thatig, wie sonst; bei großer Charakterfestigkeit und raschemHandeln aber angenehm, freundlich und Jedem zuganglich. **) s?)

Jacotot (I.), zu Dijon geboren und in der polytechnischen Schule zuParis gebildet, hat ein reiches, vielbewegtes Leben geführt, als dessen reifsteFrucht die Idee des Universalunterrichts betrachtet werden kann, die er seit etwa15 Jahren entwickelt und ebenso mannichfach als glücklich zur Anwendung ge-bracht hat. Nach Beendigung seiner Studien wurde er Advokat, dann Professorder Humanitätswissenschasten, später Capitain der Artillerie, Secretair im Kriegs-ministerium, und nachdem er Substitut des Direktors der polytechnischen Schuleund Professor der Sprachen und der Mathematik geworden war, erhielt er einenRuf nach Löwen, als Professor der französischen Sprache und Literatur. Hierführte er seine Idee des Universalunterrichts in das Leben ein, nachdem er 30Jahre lang nach der alten, ihm verkehrt scheinenden Methode gelehrt hatte. Seit-! her hat der Universalunterricht in Belgien und Frankreich viel Aufsehen erregt,manche Verehrer und Jünger, aber auch ebenso viele, wenn nicht mehr, Feindegefunden. Auch das deutsche pädagogische Publicum hat seit einigen Jahrenangefangen mit J.'s Unterricht sich bekannt zu machen, sich für und wider ben-iesten zu erklären. Es fehlt sogar nicht an Einigen, die nicht bloß mit Worten,sondern auch mit der That demselben Eingang zu verschassen suchen. Es steht^ stdoch zu befürchten, daß die Deutschen, bei welchen sich der Eifer für neue Metho-den durch frühere Vergeudung desselben an jedes, oft unbedeutende, oft zu nichtsfahrende Experiment abgekühlt hat, der Ansicht und durch manche Erfahrung"probten Verfahrungsart J.'s weniger Aufmerksamkeit schenken werden als heil-em wäre. Man lasse sich nur nicht durch die Form der Paradoxie, in welche erw Vortrag seiner Lehren kleidet, durch den Gegensatz, in welchen sie und ihre An-wendung mit allem Hergebrachten zu treten scheinen, abschrecken, und bedenkeVielmehr, daß die Wahrheit selten vernommen, daß sie oft von uns selbst für

Blüe ^ ausdrücklich, der Tarif sei nur ein temporaircr Schutz für die ersterif w » Nationalindustrie; wie diese fest begründet fem würde, müsse der Ta-völlige Handelsfreiheit eintreten. Jndtß sei schon jetzt die Aufhe-sohr kämm ^ ^hsam, wenn dadurch wesentliche und allgemeine Interessen in Ge-

»rkt! wehren über ihn erschienenen Flugschriften zeichnet sich die auch hier bc->e I Warden in Paris 1829 herausgegebenehsvtice bio^osnklgne ->uri-">- aus.