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Landsmanns eingenommen wurde, daß «r nach seiner Rückkehr für ihn zu sorgenversprach. Großfürst Paul erfüllte sein Versprechen. I. erhielt den Posten als Ge-sandtschaftssecretair in Neapel (1781), weil seine sehr angegriffene Brust ihm denAufenthalt in einem mildern Klima nothwendig machte; und wahrend der 1hJahre, die er dort unter den Gesandren Skavronsky und Galovkin verbrachteentwickelte er eine solche Fähigkeit zu den Geschäften und so bestechende Talente,daß die Ernennung zum wirklichen Staatsrathe, zum Kammerherrn und außer-ordentlichen Gesandren am neapolitanischen Hofe bei Kaiser Pauls Thronbesiei,gung langst schon verdient schien. Der nähere Umgang mit Sir William Hamil-ton, seinem College» am neapolitanischen Hofe, führte I. den Studien wiederzu, die er einst schon in Kiew begonnen h irre. Alterthumswissenschaften im gan«zen Umfange des Wortes beschäftigten jede Stunde der ihm reichlich gelassenenMuße, und Sammlungen, die alle fremden Gesandten nach Hamilton's Beispieleum sich vereinigten, schmückten bald auch die weitläufigen Zimmer seines Pala-stes. Noch im hohen Alter erzählte er gern, wie er auf seinen Spazierfahrten vonseinem Palast aus bis Sta.-Lucia die ganze Reihenfolge der griechischen Dichterund Historiker, im Wagen fahrend, wieder durchgelesen habe, und als Fruchtdieser ernstlichem Studien ist der Text der zweiten von Tischbein bekannt gemachtenHamilton'schen Vasensammlung anzusehen, der 1791—1809 zu Neapel in vierQuartbänden erschien. Kaiser Alexander sandte in den ersten Jahren seiner Regie»rung I. als außerordentlichen Gesandten nach Konstantinopel, wo er bis zumAusbruche deS russisch - türkischen Krieges blieb, dem der Friede von Bukarescht1812 ein Ende machte. Gemeinsam mit dem General Kutusof unterhandelte undunterzeichnete diesen.Frieden I., der darauf zum zweiten Male als bevollmächtig»ter Minister nach Konstantinopel zurückkehrte. Fast überhäuft mit den Zeichen derGnade seiner Monarchen, benutzte I. nun seine Stellung, eine Bibliothek zusam-menzubringen, die Hammer, in der„Lisi!iotscn iwl-ana", Jan. 1828, für eine derauserwahitesten orientalischen Handschristensammlungen erklärte. Spater (1817)ward J.nach Rom in gleicher Eigenschaft versetzt, wo er bis zu seinem Tode am27. Jun. 1827 im freundschaftlichsten Verkehre mit Allem, waS Rom und dasAusland Ausgezeichnetes besitzen, ebenso sehr den Wissenschaften als seinem Be-rufe lebte. Seine mehr als 30,()0() Bande starke auserwählte Büchersammlungnahm den ganzen obern Stock deS großen Gesandtschaftshotels de§ PalastesPamsili am Platze Navona ein und vereinigte um ihn eine Menge von Be»rühmtheiten Diese herrliche Bibliothek, mit Ausnahme der orientalischenHandschriften, welche er dem asiatischen Institute in Petersburg vermachte, kammit seinen Möbeln, seinen Kleinodien, seinem silbernen Geräthe und Gemäldenzu Gunsten seiner treuen Dienerschaft unter den Hammer. Em im kiewschenGouvernement gelegenes Landgut, mir dem ihn Kaiser Paul beschenkt hatte,hinterließ er seinen Verwandten. Er ward auf dem griechischen Gottesacker zuLivorno beerdigt. Unter der Menge von Ordenszeichen, welche den Sarg umstan-den, war das merkwürdigste der türkische Mondorden, ein Geschenk des SultansMahmud, der diesem Zeichen seiner wohlwollendsten Gesinnung sein eigenes iinSerail gemaltes Bildniß beigefügt hatte. In der Akademie der Wissenschaften zuPetersburg ist auf Befehl des Kaiser« Nikolaus J.'s von Canova gearbeitete mar-morne Büste aufgestellt und unter den Mitgliedern der königl. Gesellschaft zu Lon-don prangt sein Name. (^)
Jtz stein (Johann Adam von), geboren am 18. Sept. 1775 zu Mainz,wo sein Vater kurfürstlicher Geheimratk war. Seine Laufbahn im Staatsdienstebegann er I7st'8 als Accessist bei dem kurmainzischm Amte Amorbach, wurde je-doch schon im nächstfolgenden Jahre von der Abtei Amorbach als ihr Sondikuund Beamter ihrer Ortschaften unter kurmainzischer Hoheit angestellt. Von h>er