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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
554
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554 Italienische Literatur der neuesten Zeit

schwung gebrachten Ansichten, und doch ist es das wichtigste, das über die früh«?Geschichte des Landes geschrieben werden. Vielleicht findet man in Micali's ann-kündigtet8toria ckegli auticlü populi italiani" sauf drei Bände berechnendie bisher vermißten Berücksichtigungen. Manche mochten glauben durch dnbändereiche(^ollexioue cke' «torici italiani antioüi e mockerni" (Mailand 182g12.), wenigstens was die altere Geschichte betrifft, den Quellen näher zu sein; sie di!^'gaben die alte Zeit auf und wendeten sich der Mittlern und neuern Geschichte zuwo einzelnes sehr Beachtenswerthe zu Tage kommt. Mit Beifall aufgenommenwurde so Graf Cesare Balbo's8toria ck'ltalia" (Turin 1830), die den Zeitraum , ^von 476 nach Christus bis 1789 umfassen wird. Wo Balbo endet, begann CarleBotta, der seine8t»ria<j'ltuli3t!al 1789 al 1814" früher in Florenz, wie man sagi^nach und nach in 11 Auflagen verkauft, in Paris unter dem Titel:8wria ck'ltä-liu ckell' anno 1490 sino al 1814" angekündigt hat. Von diesem auf2l)

Bande berechneten Werke sind bereits die ersten sechs, Guicciardini umfassen-den, Thcile erschienen, bei denen die Ausgabe Rost'nsis (Pisa 1819) oder eigen:-lich die große florcntiner von 1775 (mit dem angeblichen Druckorte Freiburgl Mstdzum Grunde liegt, bereichert durch die Noten Porcacchi's in der venediger Aus- Mi,gäbe von 1575. Die neuere Zeit wird bei dem geistreichen, stets unbefangen ad- DlOwiegenden und forschenden Verfasser gewiß manche Ausatze erhalten. Aber schon zll-ÄÄdie Liebe zu Dante mag die Vorgunst, mit der das Mittelalter studirt wird, de-dingen und unverkennbar gewinnen auch durch dieses ewige Gedicht alle Blicke in MGdas Mittelalter gleichsam poetischen Hintergrund. Zu Arrivabene's historischem MmCommentar:8ecolo ck! Dante", mit Ugo Foscolo's Anmerkungen (2 Bde., Florenz Mm1830,16.) ist demnach jeder neu gewonnene Aufschluß ein Beitrag, dem das Bc- sidMdürfniß der Zeit selbst größere Wichtigkeit gibt. Wie enge hangen die neuesten Unru- jM»hen im Kirchenstaate mit der Unordnung in seinem Gemeindewcsen zusammen undwie Vieles ließe dort durch die Rückblicke auf die vergangene Zeit sich erwägen. Die MiAufgabe der Akademie zu Turin, die sie 1830 der Bewerbung vorlegte, wird daher Mx ^1833 gewiß nicht ohne Beantwortung bleiben, und man darf sich über das italie-nische Städtewesen vom Falle des westlichen Reichs bis zum Ende der Kaiser aus Mdem schwabischen Hause, gewiß genügende Arbeiten versprechen. Der BrüderSacchi Untersuchungen (Deila conckizckone economic^, nwrale e politica ckegliItaliani nei dassi tempi", Mailand 1828) hielten sich mit Vorliebe an vor-handene Kunstdenkmale der longobardischen Zeit, um darüber die Urtheile fcstzu-stellen. Bestimmter arbeitete der Preisbewerbung Giovanetti:Degli swtuti no-varesi" (Turin 1830) vor, und eine Menge zum Theil sehr gut gearbeiteteStädte- und Provinzbeschreibungen bietet den künftig sich Versuchenden fast schonvollendete Prolegomenen. So Monti's8toria cki (lcino" (Como 1829), Can-'s8toria ckella. cittü e ckiocesi cki <7umu" (Como 1829 30), Mulctti s,Mem. storicockPIomatiche appart. aller cittü eck ai marek. cki 8aln??o" (4 Bde., , .Saluzzo 1829 30), Robolini'sNotizäe appurt. nlla stvria cki kavier" iPa- ^via 1830), Villa's ,M<rsti ckeller metro^vli e ckel metropnlita cki Wluno" (Ma>-land 1830), Volta'stüomjtenckio crouolnF.-critico ckeller stniia cki ^

(2 Bde., Manrua 1825 27), Cibrario'sDelle storie cki Olüeri" (2 Bde., ^Turin 1827) und Sclopis' akademische Abhandlungen in den Verhandlungen >der turiner Societät über die Langobarden in Italien. Für Triest und Jstnen fm- ^det man imtlrolriogrukio triestine" (Triest 1829) beachtenswerthe Beitrage z 1und das Verzeichniß der einzelnen hier zu nennenden Abhandlungen (wie die vonCiampi über den Titel Marchese,vidi, iw!.", 1829, Bd. 55) möchte weit utm ^ >die Grenzen dieser Übersicht hinausgehen. Für die Geschichte der erlauchten . >Geschlechter, die Graf Pompeo Litta in seinen?awiglie celebri ital." (bis l'tz ^ t21 Hefte) fortwährend erläutert, ist Datta's8toria cke' principi cki 8avoj» u>