Italienische Literatur der neuesten Zeit
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^ ' sM Attribute an. Seit aber diese gelehrten Vereine eine den Anfoderungen der- Zeit entsprechendere Richtung genommen haben, scheint dieses hausig fade Spielweniger Pflege bei ihnen zu finden. Denn mit Vergnügen bemerkt man, wie^ djesi gelehrten Vereine mit rein literarischen Forschungen vorzugsweise solche ver-binden, welche das materielle Wohlsein der Zeitgenossen oder die Strenge der^ matten Wissenschaften im Auge haben. Durch ihren Fleiß können sie vielen ge-^ lehnen Gesellschaften des übrigen Europas zum Muster dienen. Schon liegen von^ den doli I. R ^ccadeinia della Ousca" Bd. 2 und t (Florenz 1829), vonG>i den „Memoria della L. ^cc. delle scien-e eil Mwino" Thl. 35 (Turin 1830),Ng den „llleinorie <ii mateioatica « di üsica (Zella 8oc. ital. resident«; in Ale-'W äeoo" Thl. 20 (Modena 1829), von den „Kommentar!) de!! ^teneo di Lres-A cia" der das akademische Jahr 1831 umschließende Band (Brescia 1833), vontw drnActen der Gioenischen Gesellschaft in Catania: ,,^1ti della^.ccademia Lioenialsli! <Ii «cien-e natur. di Catania" (Catania 1830), sowie von der römischen archao-logischen Akademie (Rom 1829) der vierte Band vor, obgleich die letztere einen^ Theil ihrer eifrigsten Pfleger der neu gestifteten hyperboreischen Gesellschaft sich zu-wenden sah. Von so anspruchvollem Zeitversplittern, wie man in der Akademie»rl-iii der Lincei einst betrieben hatte, war jetzt weniger die Rede (m. f. „lottere delch k coole Dom. Uorosini iutorno ad alcurie cisre spettanti all dccademia dei Lin-Venedig 1829), und die geselligen Scherze einem andern Gebiete über-
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lassend, zeigte sich überall ein ernsteres Streben. In die Reihe der durchDruckschriften wirksamen trat die medicinisch-chirurgische Akademie von Ferraraein („Ldrstto delle memorie «cientillelle", Ferrara 1831). Erfreulich undgewiß von den segensreichsten Folgen begleitet, ist die immer um sich greifendeWirksamkeit der Akademien und Gesellschaften für Ackerbau, die in Italien sichbilden. Außer der siorentiner, der Georgosilj, von deren Verhandlungen der siebenteBand 1830 in Florenz erschienen ist, und der königlichen Ackerbaugesellschaft inTurin, entstand am 31. Jan. 1829 eine zu Pesaro, eine andere zu Gör; (8oc.sgraris (I! knrisia), die durch einen „(luida per istruire All a^rieoltori clel lp,;.torale sogli ingrassi" (Udine 1829) schon sich sehr nützlich erwiesen hat. Fürdie Wirksamkeit der veronesischen ^ccademia di a^ricoltnra, arti e comm.spricht der Name ihres berühmten Präsidenten, des Professors Zamboni, der ineiner „Ltoria del! ^ec. d'a^ric. di Verona" (Verona 1830) ohnehin den Beweisdafür beibrachte. Die Akademien der schönen Künste zu Mailand und Venedigmachen sich eigne Untersuchungen über kunstgeschichtliche oder kunsttechnische Ge-genstandein ihren Versammlungen nicht zur Aufgabe; aber gern benutzen ihreSecretaire den Anlaß feierlicher Preisvertheilungen, um interessante darauf be-zügliche Aufgaben zu erörtern („Diseorsi letti nella ^cc. di b. arti", Venedig1829), und die neu begründete Akademie zu Ravenna versäumte nicht diesem Bei-spiele zu folgen (s. Cappi, „lntorno alla iondaxione del! ^,cc. di t>. arti in La-venoa", Ravenna 1831).
Zu beklagen ist, daß dieser Eifer der rein literarischen italienischen Akademienach nicht zu geschichtlichen Unternehmen vereinigt, um Werke wie Urkunden-simmlungen für Städte und Länderstrecken auszuarbeiten, die noch hier und dachmcrzlich vermißt werden. Eine Menge der neuerdings lebhaft angeregten For-mungen würden dadurch auf einmal einen historischen Boden gewinnen, den ih-nen ideologische Erörterungen nicht ersetzen können. Überhaupt mögen äußere Ver-NsUtnisse von dem lebhaftem Studium der Geschichte, besonders der alten, ab-^ ^ Erscheinungen dieses Faches gegen Das gehalten, wag in den exacten. chenschasten geleistet wird, nicht gleichmaßig gediegen sind. Micali'S längst be-^nn auch durch Raoul Rochctte ins Französische übersetzt, nimmt/ ui seiner neuern Gestalt noch zu wenig Notiz von den durch Niebuhr in Um-
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