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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
549
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Italienische Literatur der neuesten Zeit 549

verzeichnet, was jeden Dialekt von dem andern unterscheidet. Dadurch ist einQuell immer wiederkehrender Verjüngung offen gehalten. Als eine Probe derbologneser Volkssprache hatte Mazzoni Toselli seinem oben genannten WerkeM Gedicht des Paganino Bonafede von 1360:0 tesoro <!ei i -ustici ch bei-gegeben, und auf gleiche Weise lernte man den reinfriaulischen Dialekt durch dieneue Ausgabe dervusicks cki Virgiiio travestita" kennen, die Busi; früher ingorzer Mundart herausgab und die jetztrickotta a leznone pnra sriniaoa" vonG. B. dalla Porta (Udinc 1830 31), durch linguistisches Interesse Alles ersetzt,was sie in ästhetischem möchte eingebüßt haben. Eigne Wörterbücher über die ein-zelnen Mundarten erschienen in dem uns vorliegenden Zeiträume (von 182632)von Cherubini:Vocadoiario mantovarw italiano" (Mailand 1827); von Pc-schieri:vi-ionario parmigiano italiano" (Parma 1828); von Mich. Ponzada Cavour:Vocadolario piemontesL italiano^ (Turin 1830 fg.); ohne Na-men einvi -ionnrio ckomestico paveso italiano" (Pavia 1829), das auch fürden mailander und brescianer Dialekt anwendbar wäre; gleichfalls ohne NameneinVocsdolario re^iano italiano" (Reggio 1832), und von Boerio einvi-Mnsrio 6el elialetto vene-iano" (Venedig 1826, 4.), das bei dem Reichthumdieser Mundart an gedruckten Schriftwerken (m. s. Gamba'sSerie elegli soi -ittiimpressi in llialetto vene»isno", Venedig 1832, 16.) zu den gefühltesten Be-dürfnissen gehörte. (Ein viel längeres Verzeichniß älterer Werke und neuerer ge-legentlicher Schriften zum Verstandniß der einzelnen Mundarten gibt, ohne biblio-graphische Bestimmungen, der Beurtheiler Boerio's in dervidi, ital.", 1829,Bd. 55.) Mit Gamba's Werke mag man die von G. de Simone herausgege-bene(ollenione ckelle opere in ckaletto napoletano" (3 Bde., Neapel 1826)zusammenstellen, die durch literarische Notizen aller Art sich empfiehlt.

So unterstützt in der Einsicht in die italienische Sprache, konnte es denSprachforschern mindere Schwierigkeit machen, manche zweifelhaste Stellen indem Texte ihrer Classtker zu erklaren, manche Dunkelheit zu beseitigen. Es istunvergessen, wie Vieles man im Dante nach den Lesarten des (lock vartoli-wim«i glaubte durch friaulischen Sprachgebrauch deuten zu können. Auch mancheandere testi ck lin^aa, denen die Pietät der Italiener so ausdauernde Aufmerksam-keit zuwendet, hatten Vortheil von diesen Untersuchungen; und bei dem eifrigenStuoium der klassischen Dichter und Schriftsteller, das in dieser Periode, wie inder frühem, sich durch neue Ausgaben darthat, ergab sich mancher Gewinn ausdieser Berücksichtigung der ersten Anfänge der gemeinsamen Sprache. Unter denvaterlandischen Schriftstellern nimmt Dante noch unbestritten die Vorgunst seinerUmdsleute in Anspruch. Dievivina co.-nmecka" erschien außer in den varoassi'taüam, deren einer zu Leipzig, einer zu Padua herauskam, in vielfältigen Ab-^ drücken, die mehr oder weniger die neuen Textesrecensionen und Erklärungenda letzten Herausgeber berücksichtigten. Schon durch die frühern Besorge! desWörterbuchs der Crusca war den Lesern dervivina cominecka" der unter demZainen des besten oft angeführte Commentar empfohlen. Auch er liegt im Druckvor.1 ,'ottiino commeoto clella viv. comm." (3 Bde., Pisa 1827 29).

den mancherlei Versuchen, besonders der Ausländer, das bisherige Misver-'andniß des ewigen Gedichts zu heben, kam auch von Italien aus ein Beitrag:M s 'sidelwione <li Dante nella viv. oonnn." (vidi, ital.", 1829, Bd. 54).d fördernd für die Einsicht war indessen, daß man auch die andern Werke? Richters, wie dasdonvito", genauer berücksichtigte. Es erschien in zwei Aus-kcit<1ivimte riäotto a me^lisre lezrione" (Mailand 1826) und mit>!chm und erläuternden Anmerkungen von Fort.Cavazzoni Pederzini und Andern1820^" ^^^), ebensowie dieVita nnova" (Mailand 1827, 4., und Pesaro), und selbst des Dichters Briefe ließ man nicht unbeachtet (vantiz .^ligll.