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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
512
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HujjUt!

H/6 spätem Erläuterungen beharcte er auf seiner Deutung der ersten ZuschriftEs ist kein Misverstandniß", sagte er zu H.'s vermittelndem Freunde, Lord Dud-ley,es kann kein Misverständniß sein, es soll keins sein/' H. blieb keine Wahlals sich zurückzuziehen. Hatte er schon früher manchen Tadel über seine Verbindungmit dem bittern Gegner seines Freundes Canning und der von diesem verfochtenmGrundsätze erfahren, so konnten es ihm Viele^noch weniger verzeihen, daß er inden Verhandlungen mit dem hochfahrenden Minister seine Würde vergaß, und esist nicht zu leugnen, daß er durch diese Schritte und durch die Anhänglichkeit anseine Stelle, die aus seinem Benehmen trotz allen Beschönigungen unzweideutighervorging, in der öffentlichen Meinung sank. Er machte bald nachher eine Reiseauf das feste Land. In der nächsten Parlamentsitzung sprach er mit gewohnterEinsicht für die Freiheit des indischen Handels, für die Emancipation der Katho-liken, für die Begünstigung der Auswanderung als einer Erleichterung des Mut-terlandes, und mit Nachdruck gegen die von Eanning's Nachfolgern beobachtetePolitik in Beziehung auf Portugal und für Grant's Antrag zu Gunsten der Ju-den. Nach der Auflösung des Parlaments (1830) war seine Gesundheit so sehrgeschwächt, daß er bei seiner Wahl in Liverpool nicht zugegen sein konnte. Einkurzer Aufenthalt auf der Insel Wight gab ihm neue Kräfte, und er entschloß sich,im September seine Wahler zu besuchen und der feierlichen Eröffnung der Eisen-bahn zwischen Liverpool und Manchester beizuwohnen. Er wurde mit lebhafterTheilnahme bewillkommt und verfocht in seiner Anrede an das Volk noch ein Malkraftig die Freiheit des Handels. Am. Sept. wurde die Eisenbahn eröffnet.Auch Wellington erschien bei der Feierlichkeit. H , der auch nach dem Bruche stetsin höflichem Verkehr mir seinem politischen Gegner geblieben, hielt eS als Reprä-sentant der Stadt für angemessen, den Herzog zu begrüßen. Wahrend der Wagen-zug auf der Eisenbahn eine Pause machte, stieg er aus, um dem Herzoge die Handzu reichen. Seine Rückkehr zu dem Wagen wurde dadurch verzögert, und diesemUmstände war das Schicksal zuzuschreiben, das ihn traf. Er fiel, und die Wagenrollten über sein Bein. Mit großer Standhaftigkeit ertrug er seine Schmerzen,aber alle ärztliche Hülfe war vergeblich, und er starb am 15. Sept. 1830 in denArmen seiner Gattin, welche Zeugin des unglücklichen Ereignisses gewesen war.Er wurde in Liverpool begraben, wo die Achtung und Dankbarkeit der Bürger ihmein Denkmal geweiht hat. H. zeigte im Lebensverkehr dieselbe Milde und Leut-seligkeit, die er auf dem Schauplatze seiner öffentlichen Thatigreit nie verleugnete.Es war eine freundliche Ruhe in seinem Benehmen, und nur wenn ein Gegenstandder Forschung ihn aufregte, oder im Gesprach mit vertrauten Freunden, traten dieSchätze seines reichen Gemüths hervor und seine Unterhaltung wurde lebendig.

Hussein, Exdei von Algier (s. d.),'ist zu Vourla in Natolien 1764geboren. In Konstantinopel erzogen, diente er unter den Topschis (Kanonieren).Nach Andern soll er zum Corps der Ulemas gehört und früher in Algier sich mitTabackshandel beschäftigt haben, Ein Engländer, der als Freiwilliger und wolauch als politischer Beobachter bei der Vorhut des französischen Heeres an demFeldzuge Theil nahm, Hauptmann Mansell, mischte sich, nach Algiers Eroberung,etwas zudringlich in die Verhandlungen. Er und der englische Consul interess.rtcnsich sehr für den Dei, und schlugen vor, ihn nach England oder nach Malta ab-gehen zu lassen. H. begab sich mit seinem Harem und seinem Gefolge nach r>-vorno, wo er seirdem sich aufhielt. Er kam im Aug. 1831, nur von einigenDienern begleitet, nach Paris, wie es hieß, um auf die Erfüllung einiger Caputulationspunkte zu dringen. Er ward am 24. Aug. dem Könige vorgestellt. gl),gefiel den Parisern durch geistvollen Ernst, eine bei den Morgenländern unge-wohnliche Geistesbildung, ein einnehmendes Betragen, und er nahm sogareinige europäische Gebrauche an. Er verließ Paris im Ott. 1831 und lebt seit-dem wieder in Italien. v)