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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
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504
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Humboldt

ten begnügt, allein H. weigerte sich ebenso standhaft als zuvor und spater/ als ihmPerier das Finanzministerium antrug. Es geschah dies in dem Augenblicke, woPerier sich zurückziehen wollte, aber wegen des zwischen Holland und Belgien aus-brechenden Kriegs wieder in der Verwaltung blieb und dieselbe durch den Beistandtalenrvoller Manner zu verstärken wünschte. H. begnügte sich mir seiner ehrenvol-len Stellung in der Kammer, die ihn zum Präsidenten der Generalsinanzcommis-sion ernannte und am 3. Febr. 1831 seinen Bericht über das Einnahmebudget von1 832 vernahm. Bei der Bildung des neuen Ministeriums unter Scult's Vor-sitz im Nov. 1832, übernahm H. endlich nach langen Unterhandlungen d.'e Ver-waltung der Finanzen. Als Schriftsteller über Finanzgegenftände, in mehrenpariser Sammlungen, entwickelte H. viele neue Ideen, und seine Reden und Be-richte in der Kammer zeichnen sich durch Klarheit, praktischen Blick und Vaterlands-liebe aus. slö)

* Humboldt (Alexander von). Das reiche, der Wissenschaft geweihte Le-ben dieses Mannes hat sich durch unser Jahrhundert, bei dessen Beginn er in denUrwaldern, in den Savannen, auf den machtigen Berggipfeln, unter den Denk-malen alter Cultur und den Werken der Neuzeit auf der westlichen Erdhälfte, dieNatur in all ihren großen Zügen, die Zustande der Menschen, die Verhaltnisse derStaaten erforschte, großartig fortgezogen, und selten verging ein Jahr, ohne daßsein, alle Tiefen der Naturwissenschaft durchdringender Blick neue Ausbeute gefun-den, neue Aussichten entdeckt hätte, die ihn und Andwe zu weitern Forschungenanregten. Die wissenschaftlichen Hülfsmittel der französischen Hauptstadt und derVerkehr mit den Gelehrten, die mit ihm in demselben Gebiete der Wissenschaft ar-beiteten, hielten ihn bis 1825 fast immer in Paris zurück. Sein früherer Ent-wurf zu einer Reife in die Hochgebirge Asiens schien aufgegeben zu sein, aber erwar dagegen fortdauernd mit der Zusammenstellung der Ergebnisse seiner mitBonpland unternommenen Forschungen beschäftigt, und von derReise in die Äqui-nvctialgegmden des neuen Continents"erschien bis 1832 der sechste Theil; wahrender zugleich einzelne Resultate seiner frühern und spatern Beobachtungen "bekanntmachte, wie dasRssni ?ur le gisiment cke« rocke? ck-ms los ckenx

ksmizpkeres" (deutsch von Leonhard, Strasburg 1822^23), und seine für die phy-sische Geographie neue Ansichten gewahrenden Untersuchungen über die Gesetze derWärmevertheilung ouf der Erdoberfläche. Ein anderer Gegenstand seiner Forschun-gen war die Theorie des Erdmagnetismus, deren Fortschritte wir hauptsachlich ihmverdanken. Er hat dazu nicht nur durch zahlreiche Beobachtungen auf seinen Rei-sen beigetragen, sondern seit 20 Jahren auch Andere zu Beobachtungen aufgefo-dert. Sein Eifer, dieses dunkle Gebiet zu erforschen, ließ mitten in dem beweg-testen Leben nicht nach, dafür zu wirken. Mehre Gelehrte, die fern von dem Mit-telpunkte der europäischen Civilisation lebten, und keine Berufsneigung zu wis-senschaftlichen Untersuchungen hatten, wurden durch ihn angeregt, und zu vielenUnternehmungen hat er freigebig die Mittel dargereicht. Nach Berlin 1825 zu-rückgekehrt, hielt er im Winter 1827 28 vor zahlreichen Zuhörern Vorlesungenüber physische Weltbeschreibung, deren Bekanntmachung durch den Druck ange-kündigt ist. Als 1828 die deutschen Naturforscher und Ärzte ihre siebente Jah-resversammlung zu Berlin hielten, wurde H. nebst Professor Lichtenstein zumVorstand ernannt, und auch hier zeigte er einen vielfach fördernden Einfluß, indemdurch die Einrichtung, daß für die einzelnen Zweige der Naturwissenschaften beson-dere Sectionen gebildet wurden, die eigne Versammlungen zu Besprechungen undweitläufigem Erörterungen hielten, der wissenschaftliche Zweck der Zusammenkunftvollkommener erreiche werden konnte. H. eröffnete die Sitzungen durch eine gehalt-reiche Rede (f.Isis", 1829, drittes Heft, und den besondern Abdruck der Rede,Berlin 1829), worin er über den Geiff und Nutzen der Naturforscherversammlungen