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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
501
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Hugo

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inner Mutter, ein royalistisches Trauerspiel, zu Ehren Ludwigs XVIII., mit ägyp-lischen Namen, unter dem Titel:Jrtamene". Von dem Institute Cordien undDecote aus schickte er Verse8nr los uvuntu^es cko l'etucke^an die Vouclemie/ran-^ise; Mitbewerber waren Lebrun, Delavigne, Saintine, Loyson, die sämmt-lich diesmal zuerst auftraten. H. erhielt den Preis nicht, aber eine ehrenvolleErwähnung. Die Preisschrift des fünfzehnjährigen Dichters schloß mit denVersen:

Uui gui tonjour» kuvant, les eit^s et Isz com,,

De trois lustres a peius oi vu linir ls eours.

Die Akademiker glaubten es nicht, daß der Verfasser nur 15 Jahr alt wäre,und fühlten sich beleidigt; als H. seinen Taufschein zum Berichterstatter Ray-nouard brachte, war der Preis schon vergeben. Im folgenden Jahr erhi.lt H.'sBruder Eugen einen Preis bei den jeui twrmil zu Toulouse; Victor ward eifer-süchtig, und trug 1819 bei derselben Akademie zwei Preise davon: über die Sta-tue Heinrichs IV. und über die Jungfrauen von Verdun. In Toulouse hatteman freilich auch nicht glauben wollen, daß H. so jung wäre; und der Präsidentder Akademie beschwerte sich ausdrücklich. Die Ode über die Statue Hein-richs IV. hatte der junge Dichter in Einer Nach! vollendet. Er wachte bei seinerkranken Mutter und sie bedauerte, daß er eine Mitbewerbung versäumen sollte; amfolgenden Morgen aber war es die höchste Zeit zum Absenden der Preisschrift. Früham nächsten Tage war das Gedicht vollendet und kam, von der Mutter Thränenbenetzt, zeitig genug nach Toulouse. H. wurde 1820 für ein Gedicht:Mosesam Nil", nochmals gekrönt und zum maitre es jeui sioruux ernannt. Durchdiese Arbeiten wurde er allerdings sehr in seinem Rechtsstudium gehindert, unddazu kamen noch die Nahrungssorgen und die Politik, welche seinen Geist in An-spruch nahmen, besonders aber die Liebe. Sein Grausen erregender Roman:Klan ä'Islantle", den er 1820 begann, den aber erst 1828 ein Verleger annahm,hatte keinen andern Zweck, als der Geliebten, der von Jugend auf seine Neigunggehört hatte und zu der man ihn am Ende nicht mehr gehen ließ, seine Gefühlemitzutheilen. Er schrieb zugleich feinen ersten Band realistischer und religiöserOden und gab mit einigen Freunden denOonservstsur littermre" heraus, worinArtikel von ihm über Watter Scott, Byron, Moore, auch politische Satirenstehen. Die damals unter dem Namen d'Auverney erschienenen Übersetzungen ausLukan und Virgil, und die Epistel von Aristides an Brucus über Du und Sie sindH. Im(lonservuteur litteruire" schrieb er auch über die ersten ,Me'ä'tations pnetchues", deren Verfasser sich noch nicht genannt hatte. Jedes Wortdieses Artikels drückt die Überraschung, das Erstaunen über den neuen Dichter ausund bittere Ironie gegen die zu erwartenden ersten Urtheile des Publicums über die-sen Dichter Lamartine. Zwei Jahre nach der Erscheinung jenes Artikels, 1821,wurde er persönlich mit Lamartine bekannt. Als ihn kurz nachher Chateaubriandin einer Note zum(lcmservsteur" enlunt sublime nannte, ging H. mit dem Ab-geordneten Agier zu ihm. Er knüpfte ein freundschaftliches Verhältniß mit ihm, dasmehre Jahre dauerte. Nach dem Tode seiner Mutter, 1821, bezog er eine kleine ent-legene Wohnung, nahm aber von seinem Vater kein Geld, und arbeitete Tag undAacht, mit dem Vorsatze, sobald als möglich um die Hand seiner Geliebten zu wer-en. Sein Jugendfreund Delon war in die Verschwörung von Saumur ver-e» - 5ch^eb an dessen Mutter und bor dem Flüchtigen sein Zimmerau,er Brief siel in die Hände der Polizei, Ludwig XVIII. las ihn, und H. erhieltw erpe erledigte Pension. Im Oct. 1822 ward er mit seiner Geliebten verbunden.» lange H. sich ausschließend zu den Royalisten hielt, fand er in Paris fast nura lcr^und seine ersten Schriften, so geistreich sie waren, gaben der Kritik aller-^3s -olößen. In Versen gefiel seine Romantik noch besser als in Prosa; seine

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