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Zweiter Band (1833) F bis L
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Heideloff (Victor Peter — Kart Alexander)

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seiner Bilder ist in dieser Hinsicht so glücklich, daß nichts hinzugethan, nichts hinw^.genommen werden könnte. Nicht weniger als in geistreicher Auffassung und künü-lerischer Anordnung zeigt sich sein ungewöhnliches Künstlervermögen in der Dar-stellungsweise. Correctheit der Zeichnung, nicht wie sie durch mühsame Übung und Itrockene Kenntniß des darzustellenden Gegenstandes gewöhnlich dem Auge und derHand eines Künstlers eigen wird, sondern wie sie aus jenem lebhaften Durchdrin-gen der Eigenthümlichkciten des Gegenstandes hervorgeht, welches inderinnernNatur die äußere Gestaltung bedingt findet, gehört zu seinen HauptvorzügenSeine Gemälde tragen das Gepräge geistreicher Lebendigkeit und Heiterkeit, wo-durch selbst die gleichgültigsten Gegenstände des wirklichen Lebens zu erfreulichenErscheinungen werden. Auch in der Frescomalerei versuchte sich H. mit ausge-zeichnetem Erfolge, indem er in der Glyptothek in München das Viergespann amWagen des Helios wahr und lebendig ausführte. Waren seine frühern Bilder mei-stens der Darstellung einzelner Kriegsscenen aus seinen Feldzügen in Tirol und Spa-nien gewidmet, so eröffnete sich ihm durch den Aufenthalt in Griechenland eine neueWelt, welche sein Talent ungemein ansprach und die er aufunvergleichliche Weife bild-lich wiederzugeben verstand. Die an sich schon so pittoresken Eigenthümlichkeiten desgriechischen Volks und Landes sind in H.'s Palikarenscenen, in seinen Darstellungendes öffentlichen Verkehrs und des innern Familienlebens der verschiedenen griechischenStämme, durch eine höchst treffende und charakteristische Composttion zur lebendig-sten Anschauung vergegenwärtigt, während eine ihm ganz eigenthümliche Anwen-dung hoher Farbentöne die Reinheit und Heiterkeit des südlichen Himmels, sowie die ,üppige Frische der sich schnell verjüngenden Natur, mit ihren wunderbaren Contra-ften fast stets winterlicher Gebirgszüge und immer grünender Thalcbcnen, in über-raschender Wahrheit schildert. H.'s Bilder werden übrigens, zumal in Privat-sammlungen, um so mehr als Seltenheiten stets einen hohen Werth behalten, dasie zum größten Theile, namentlich in den letztern Jahren, für die Sammlungendes Königs von Baiern bestimmt wurden, und da H. abermals in einen Wir-kungskreis eingetreten ist, der ihn zu ihrer Vervielfältigung nur wenig Muße las-sen dürfte. Denn kaum war er um die Mitte 1832 zum Mitglieds einerCommission ernannt worden, welche den Festungsbau zu Ingolstadt an Ort undStelle beaufsichtigen und leiten sollte, als die Erhebung des Prinzen Friedrich Ottovon Baiern auf den neubegründcten griechischen Königsthron ihm abermals einenhöhern Wirkungskreis in und für Griechenland bestimmte. Schon früher alskönigl. bairischerKämmerer angestellt, wurde er durch ein Decret vom 5.Oct. 18?2vom Könige von Baiern mit der Beförderung zum Generalmajor zum Mitgliedsder Commission ernannt, welche nach dem zwischen der Krone Baiern und den dmGroßmächten abgeschlossenen Vertrage vom 7. Mai 1832, während der Minder-jährigkeit des Königs Otto die Regentschaft des griechischen Staats führen soll.Dem neuerdings verbreiteten Gerüchte, als sei von Seiten der Griechen, nament-lich auf Betrieb des Admirals Miaulis, gegen diese Ernennung H.'s protestirtworden, ist durch eine ofsicielle Erklärung der im Oct. und Nov. zu München an-wesenden griechischen Deputation, bei welcher sich Miaulis selbst befindet, förmlichwidersprochen worden. H. ist in den ersten Tagen des Dec. bereits von Münchenabgereift, wird in kurzer Zeit in Griechenland eintreffen, und, wie früher, zunächstseine Thätigkeit der zweckmäßigem Organisation des griechischen Militairwescnswidmen. (18)

Heideloff (Victor Peter) wurde 1757 zu Stuttgart geboren, wo ergleichzeitig mit Schiller, Dannecker, Hetsch ein Zögling der dortigen Akademiewar und unter Zaibel die Geschichtsmalerei, unter Scotti die Theatermalern D-

dirte. Der Herzog Karl von Würtemberg schickte ihn 1782 nach Italien und sM l

nach Paris. In sein Vaterland zurückgekehrt, ward er als Professor und als Holl