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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
389
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Heidegger

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carini eine so zweckmäßige Organisation, daß es den früher in dieser Beziehungso schmerzlich empfundenen Bedürfnissen bald völlig entsprach. Daß bei einer sowohlthätigen und uneigennützigen Wirksamkeit H. von den unverschämten Angrif-fen des „Oourrier cke Sm^rne", welcher ihm namentlich eine zu große Begünsti-gung seiner Landsleute, Eitelkeit, Unmenschlichkeit gegen türkische und arabischeGefangene, ja zuletzt selbst Zwietracht mit dem Präsidenten und dem aus Frank-reich zurückgekehrten Obersten Fabvier vorwarf, nur wenig getroffen werden konnte,versteht sich von selbst; und am wenigsten waren sie geeignet, ihm die Achtungzu schmälern, welche er bei Allen, die mit ihm in näherer Berührung standen,und selbst bei der ganzen Nation auf so verdiente Weise genoß. Dagegen wardseine Gesundheit von fortgesetzten Anstrengungen, dem ungesunden Klima und denbei so ausgebreitetem Geschäftskreise unvermeidlichen Verdrießlichkeiten abermalsso erschüttert, daß ihn namentlich zu Ende des Jahres und im Jan. 1829 fastununterbrochene Fieberanfalle zu dem Entschlüsse brachten, Griechenland sobaldals möglich zu verlassen. Der Ausführung dieses Entschlusses standen jedoch vie-lerlei Hindernisse im Wege, die nicht so schnell beseitigt werden konnten, als manauf Seiten der Regierung erwarten mochte. Der Präsident, dessen Vertrauen H.im höchsten Grade genoß, gab nur sehr ungern der Notwendigkeit nach, welcheH.'s Heimkehr zur ersten Bedingung seiner einst möglichen und von Kapodistriassehnlichst gewünschten Rückkunft machte. Sein Platz war schwer und am wenig-sten durch Einen Mann zu ersetzen, welcher mit so rastloser Thatigkeit zugleichso umfassende Kenntnisse und so viel geistige Kraft verbunden hätte, als H. besaß.Die Theilung seiner Geschäfte aber war eine höchst unwillkommene Störung in derganzen Staatsverwaltung, welche man um so eher zu vermeiden wünschen mußte,je mehr den neuen Einrichtungen der Regierung überhaupt noch Festigkeit und Be-stimmtheit entgingen. Dagegen verzögerte sich H.'s Abreise aus Griechenland vonMonat zu Monat, obgleich ihm der König von Baiern schon zu Anfange des Jah-res dazu die Erlaubniß und als Zeichen besonderer Zufriedenheit die Beförderungzum Obersten im Generalquartiermeisterstabe der bairischen Armee ertheilt hatte.Auch wünschte H. noch vor seiner Abreise diejenigen Theile Griechenlands zubereisen, von welchen ihn bisher sein Geschäftskreis, fast nur auf Napoli diRomania und Poros beschränkt, fern gehalten hatte; und so verging der größteTheil des Sommers, ehe er die Abreise antreten konnte, was endlich im Aug.geschah. Auf sein Abdankungsschreiben an die griechische Regierung antworteteihm der Präsident in einer Zuschrift vom 15. Aug. im Namen des damals geradezu Argos versammelten Nationalcongresses, welcher ihm einmüthig eine öffentlicheDanksagung für die der Nation geleisteten Dienste und die Ertheilung des Gene-ralspatents decretirt hatte, sobald der König von Baiern, als sein Souverain, ihnermächtigt haben würde, diesen Grad in griechischen Diensten anzunehmen. Alsoverließ H. Griechenland, dem er während eines beinahe dreijährigen Ausenthaltsgroße Dienste geleistet und schwere Opfer dargebracht hatte; begab sich über die io-nischen Inseln nach Italien, und widmete zu Rom, nachdem ihm abermals derUrlaub verlängert worden war, den Winter 1829 und das Frühjahr 1830 derHerstellung seiner noch sehr geschwächten Gesundheit und der lange entbehrten un-gestörten Ausübung seiner Kunst. Erst zu Ende des Mais schloß er sich an das Ge-folge des eben aus den Badern auf Jschia zurückkehrenden Königs Ludwig an, undtraf mit diesem zugleich am 9. Jun. wieder in München ein.

Seitdem lebte H. auch hierin seinen Mußestunden fast ausschließend der Male-rei. In der Auffassung der mannichfaltigsten Gegenstände zeigt sich, wie H. jeden Au-stand der Natur, jede Scene des Lebens nach der neuesten Wahrheit und dem eigen-thumlichsten Charakter durchschaut und das Bedeutungsvolle aus dem Allgemeinender Erscheinungen herauszuheben und zur Einheit zu verbinden weiß. Die Anordnung