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einzurichten. Au gleicher Zeit ließ er daselbst mehre Kanonenböte, die er für diebeste Waffe in den griechischen Gewässern hielt, bauen und würde schon damalsseiner Wirksamkeit eine noch größere Ausdehnung gegeben haben, wenn ihm diedazu nöthigen Fonds, deren Mangel er namentlich in den Briefen an Eynard bit-ter beklagte, zu Gebote gestanden hatten. Dabei verband H., wie wenige MHellenen, mit einer umfassenden militairischen Bildung die glückliche Gabe, sichbald in den Charakter und die Bedürfnisse des griechischen Volkes zu schi^welche ihm sowol die Achtung und Anerkennung der höhern Classen als auch dasVertrauen des Volkes in hohem Grade verschaffte. So ward ihm z. B. noch vorAblauf des Jahres von Seiten der Kandioten wiederholt der Antrag gemacht, aufihrer Insel die Leitung der Civil- und Militairverwaltung zu übernehmen; alleinH. wies sie stets mit der Bemerkung zurück, daß er überhaupt kein Commando inGriechenland zu übernehmen Willens sei, und daß man vor Allem die Ankunft desPräsidenten erwarten müsse, von dessen Anordnungen die weitere Gestaltung derDinge zunächst abhängen würde. Kapodistrias erkannte in H. sogleich eine Haupt-stütze seiner Verwaltung, bat ihn auch um eine Verlängerung seines Urlaubs nachzu-suchen, die ihm von Seiten des Königs gewährt wurde, und übertrug ihm schon zuAnfange des März 1828, nachdem sich Grivas und Photomaras unter Vermil-telung des Präsidenten zur Übergabe der noch von ihnen besetzten Citadellen, jaselbst zur Aussöhnung verstanden hatten, das Commando von Napoli di Roma-nia, von dessen sicherm Besitze damals das Meiste abzuhängen schien. Gleich dar-auf übernahm H. auch noch das Militairgouvernement von Argos und die Ober-aufsicht über die Staatseinkünfte im argolischm Meerbusen, welche er durch einezweckmäßige und strenge Verwaltung in kurzer Zeit so zu heben wußte, daß sie einemonatliche Einnahme von 35 — 40,OVO Piastern gewährten, während sie frü-her nur das jährliche Pachtgeld von 40,000 Piastern eingetragen hatten. NachFabvier's Rückkehr nach Frankreich siel ihm überdies noch die fernere Organisationder Taktiker zu, welche zugleich die oberste Leitung der Centralmilitairschuk zuNauplia und die Aufsicht über alle mit dem Militairwesen in Verbindung stehen-den Anstalten in sich schloß. Konnte H. in Bezug auf den letztern Theil seines aus-gebreiteten Wirkungskreises die bereits früher ausgesprochenen Grundsatze nichtmehr so in Anwendung bringen, wie er es wünschen mochte, so erwarb er sich dochdurch eine klare und einfache Anordnung der gesammten Militairverwaltung un-leugbare Verdienste. Die Anlage eines Militairspitals auf Ägina, die zweckmä-ßige Einrichtung des Zeughauses und seiner Werkstätten, die Anstellung einer eig-nen Commission für Montirung und Equipirung der Truppen, welche bald bedeu-tende Ersparnisse zur Folge hatte, und die Ausstattung der dazu nöthigen Maga-zine gingen von ihm aus und würden bald zu einer großen Vollkommenheit ge-bracht worden sein, wenn nicht die Beschränktheit der Mittel und der Mangel angeschickten und thätigen Leuten überall unvorhergesehene Hindernisse in den Weggelegt hätten. Ubermäßige Anstrengungen, vorzüglich aber die zu Nauplia herr-schende üble Luft griffen H.'s Gesundheit jedoch so an, daß er sich zu Anfange desHerbstes genöthigt sah. seinen Posten auf drei Wochen zu verlassen, um in dem ge-sundem Klima von Ägina frische Kräfte zu sammeln. Noch nicht völlig herge-stellt, kehrte er nach Nauplia zurück und widmete sich wiedermit der angestrengtestenThätigkeit seinen vielfachen Geschäften. Vorzüglich lebte er jetzt ganz der Organisa-tion der regelmäßigen Truppen, welche ungeachtet aller Schwierigkeiten nach undnach doch auf ein in europäischer Weise geordnetes und eingetheiltes Armeecorpsvon beinahe 3000 Mann gebracht wurden. Zu dem früher auf Ägina angelegtenMilitairspital kamen jetzt ähnliche Anstalten in den vorzüglichsten Garnisonstadtcn,wie Napoli, Argos und Korinth, und überhaupt erhielt das militairische San>-tätswesen unter Mitwirkung des von H. angestellten Münchner Arztes 0r. Zuc-