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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
386
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Heidegger

weder mit dem Terrain noch mit dem Nationalcharakter der Griechen vereinbsei, und daß es sich eigentlich um weiter nichts handele, als die Errichtung ch'nach eigenthümlichen Grundsätzen geregelten leichten Infanterie. Daß man soj/!dergleichen Ansichten neben dem überwiegenden französischm Einflüsse nicht ^nug berücksichtigte, war vielleicht ein Hauptgrund der geringen Fortschritte sder Organisation der Taktiker. Indessen eröffnete sich doch für H. bald ein seg^Ireicher Wirkungskreis, da er kurz nach seiner Ankunft an die Spitze der zu Napeii lerrichteten Commission trat, welche für eine zweckmäßige Vertheilung und Anwwdung der vorzüglich von deutschen und französischen Griechenvereinen meist untaEynard's Vermittelung nach Griechenland geschickten Lebensmittel und Geldcchizgen sollte. Im Verein mit vr. Bailly, welcher in dieser Absicht von dem Mhellenencomite zu Paris nach Griechenland geschickt worden war, erwarb sich H,seitdem nicht nur durch eine wahrhaft nutzbare und gewissenhafte Verwendung daihm überlassenen Fonds, welche in frühern Zeiten oft auf die unvorsichtigste Weisenutzlos verschleudert worden waren, ein wesentliches Verdienst um die griechischeSache, sondern suchte auch den Werth dieser Fonds auf eine für Griechenland selbstersprießliche Weise noch dadurch zu erhöhen, daß er den Ankauf von Lebensmitteln,welcher seither meist in den westlichen Häfen des Mittelmeers stattgefunden hatte,auf den reichern Inseln des Archipels, namentlich in Syra, zu betreiben anfingund überhaupt nach und nach ein Verpflegungssystem einführte, bei welchem beibedeutende Aufwand an Transportkosten vermindert und jedem Unterfchleife leichtvorgebeugt werden konnte. Au diesem Zwecke wählte H. die Insel Poros, welchedem Kriegsschauplatze näher lag und überdies mehr Sicherheit gewährte, zur !Hauptniederlage von Proviant und Munition und ward dadurch in den Staubgesetzt, außer den regelmäßigen Lieferungen an die griechischen Nationaltruppen,!auch den fast völlig verlassenen Philhellenen und einigen trostlos umherirrenden!Chioten eine höchst wohlthätige Unterstützung angedeihen zu lassen. H.'s Tä-tigkeit beschränkte sich jedoch nicht allein auf diesen Wirkungskreis, dm ubis zur Ankunft des Präsidenten Kapodistrias zu Anfange des Jahres M8größte Sorgfalt widmete. Schon im Febr. 1827 nahm er an der freilich diemislungenen Expedition Theil, welche unter der Leitung des Philhellenenowsten Gordon von Salamis aus im Piräus landete, um den Entsatz der voudem Seraskier hart bedrängten Akropolis zu versuchen; und als man im fol-genden Monate, während sich schon alle Streitkräfte auf den Ebenen von Athenzusammendrängten, eine Diversion gegen Orogos in dem Canal von Negroponte,wo die Türken ihre Hauptmagazine hatten und eine beträchtliche Besatzung unter-hielten, zu machen beschloß, ward ihm der Oberbefehl der kleinen hierzu bestimmtenEscadre übertragen. Sie bestand aus der Fregatte Hellas unter Miaulis' Befehlen,dem Dampfschiff Karteria, und der dem Jpfarioten Demetrios Papa Nikoli zuge-hörigen Brigg Nelson, welche sämmtlich eine angemessene Zahl Landungstruppen,angeblich 460 Mann, am Bord hatten, mit denen man Orogos selbst anzugreifengedachte, während die Schisse durch die Blokade des Golfs von Eretria den Fein-den die Zufuhr abschneiden sollten, wodurch man namentlich den Abzug deHauptcorps vor Athen zu beschleunigen hoffte. Am 15. März erschien das M-schwader in den Gewässern von Orogos; allein die beabsichtigte Landung, welchezur Nachtzeit zwischen diesem Orte und Kalamos stattfinden sollte, ward durch >eDazwifchenkunft zweier feindlicher Briggs verhindert, mit welchen man, indem nu

auf sie Jagd machte, fast gleichzeitig in den Abendstunden auf der Rhede von Orog°f

anlangte. Sogleich ließ H. die Artillerie seiner Schisse gegen die am Lande ^feindliche Batterie spielen, und brachtenicht allein diese, welche nur aus dreibestand, bald zum Schweigen, sondern zerstörte auch einen großen Theil derzungen und der Magazine. Zugleich gelang es dem Dampfboot mit Unterstützung^

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