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Hegel 381
' wol als das Subject der Begriff ist. Das Wesen des Geistes ist deswegen for-
^ mell die Freiheit, nach welcher er von seiner eignen Äußerlichkeit, seinem Dasein
selbst abstrahiren kann und überhaupt sich zu einem Besondern macht. Daher ist^ " seine Bestimmtheit Manifestation. Er setzt die Natur als seine Welt. Das Ab-solute ist der Geist; dies ist die höchste Definition des Absoluten. In seinerEntwickelung ist der Geist I. subjektiver Geist. Dieser ist unmittelbar,Seele oder Naturgeist, Gegenstand der Anthropologie. Hier ist die Rede vondem Verhaltnisse zwischen Seele und Leib, von den natürlichen Qualitäten derSeele, von den Rassenverschiedenheiten, den Lebensperioden, von der Empft'n-U ^ dung, von Traum und animalischen Magnetismus, sowie vom Selbstgefühl und' der Gewohnheit. L) Für sich, noch als identische Reflexion in sich, Bewußtsein,ililchy^ der Gegenstand der Phänomenologie des Geistes, wovon schon oben. (!) Dersich in sich bestimmende Geist, als Subject für sich, der Gegenstand der Psycho-logie. Das Fortschreiten des Geistes ist Entwickelung, und so ist er a) theore-tischer Geist, d.h. Vernunft für sich zu sein, als Intelligen; zu wissen, daß sieVernunft ist. Die sogenannten Kräfte oder Vermögen des Geistes sind bloße Re-flexionsbestimmungen, wodurch der Geist zu einem Aggregatwesen, einer verknö-cherten mechanischen Sammlung gemacht wird. Das Gefühl ist die niedrigsteForm des Geistes, das bloß Subjective, das Verzichten auf die Natur und denBegriff der Sache. Von dem Gefühl steigen die Geistesthätigkeiten in folgenderReihe auf: Anschauung, Vorstellung, Erinnerung, Einbildungskraft, Ge-dächtniß, Denken. Der Gedanke ist die Sache, einfache Identität des Sub-jektiven und Objektiven. Was gedacht ist, ist, und was ist, ist nur, insofern esGedanke ist. Das Denken als diese freie Allgemeinheit ist Verstand, Urtheil undVernunft, und insofern es auch dem Inhalte nach frei ist, der Wille. Zuerstzeigt sich dieser praktische Geist im Gefühle des Rechts, des Sittlichen :c. Dieweitere Ausgabe aber ist, das Vernünftige darin in der Gestalt der Vernünftig-keit aufzufassen. Das Übel, welches an dieser Stelle eintritt, ist nichts Anderesals die Unangemessenheit des Seins zu dem Sollen. Die Abhandlung der Triebe,Neigungen und Leidenschaften, nach ihrem wahrhaften sittlichen Gehalte, ist diePflichtenlehre. II. Der objektive Geist. Dieser ist die Einheit des theoretischenund praktischen, der freie Wille, der sich denkt und freie Intelligenz ist. DieseRealität, als Dasein des freien Willens ist das Recht, L) die Moralität, (!)die Sittlichkeit. Die Sittlichkeit ist die Vollendung des objektiven Geistes, unddie Wahrheit des objektiven und subjektiven Geistes selbst. Die freie Substanz^ hat in ihr als der Geist eines Volks Wirklichkeit. Dazu gehören das Familien-I>,A leben, die bürgerliche Gesellschaft, der Staat, welcher durch seine Geschichte indie Weltgeschichte übergeht. Hierdurch wird der Geist zum Weltgeiste. Der Geisteines jeden einzelnen Volks ist bestimmt, nur Eine Stufe in der Entwickelung des-selben auszufüllen und nur Ein Geschäft der ganzen That zu vollbringen. III.Der absolute Geist. Der absolute Geist ist die ewig insichseiende und insi'chzu-rückkehrende und zurückgekehrte Identität, die Eine und allgemeine Substanz,als geistige, das Wissen der absoluten Idee. Die Entwickelungsstufen desselbensind: H die Kunst, ü) die geoffenbarte Religion, c) die Philosophie. Diese ist diehöchste Stufe des Bewußtseins, welche nicht bloß die Einheit der Kunst und Re-ligion ist, sondern sie auch zum selbstbewußten Denken erhebt. Der Begriff der^ ^ Philosophie ist die sich denkende Idee, die wissende Wahrheit, das Logische mit^ v ^ Bedeutung, daß es die im konkreten Inhalte als in seiner Wirklichkeit bewährte> ^llgerneinheitist, sodaß die Wissenschaft auf diese Weise in ihren Anfang zurück-geht und das Logische ihr Resultat geworden ist.
Es kann hier nicht der Ort sein, dieses System zu prüfen. So viel abergebt aus einer unbefangenen gründlichen Beurlheilung desselben hervor, daß, so
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