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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
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tigkeit war seitdem hauptsachlich den Zeitschriften gewidmet, für welche er über !litik, Theater und bildende Kunst schrieb. Die meisten dieser zerstreuten Aussätzesammelte er spater, wie in „l'üe ronnck tadle" (2 Bde., London 1817), ^die politische Wochenschrift „Iba exsminer", welche er mit Leigh Hunt heraus-gab, geschriebenen Aufsatze, und andere in seinen „?o!itica1 essa^s snä sketcbezot'public ckaracters". Seine dramaturgischen Ansichten legte er besonders auchin seiner Schrift: „Otiaracters ok Sbakspeare's pla^s" (London 1817) dar, ohnejedoch, bei manchem feinen Blicke, die Tiefe des Dichters zu ergründen. H. warzu bequem, als daß seine Schrift: ,/1Ae literature ol tke LIi-abettian age"dem gründlichen Forscher hatte genügen können. Der immer herbe und bittenKritiker verleugnete sich auch in dem „View «k tbe british stage" (London.1818) nicht. Seine Vorlesungen über die englischen Dichter, die er 1818 in der8urre^ Institution hielt und unter dem Titel: „I,ectures on tbc british p»etz"herausgab, sind bei manchen feinen Urtheilen, an welchen nur die Kritiker von deralten Schule Anstoß nahmen, nicht frei von schielenden Ansichten und Zierereien.Weit sorafaltiger und gründlicher sind seine, in verschiedenen Sammlungen zer-streuten kritischen Aussatze über Gegenstande der bildenden Kunst, und seine Schriftüber die britischen Kunstsammlungen. Da war er des Stoffes vollkommen mäch-tig. Zu seinen gelesensten Schriften gehören „Ibe tadle talk", „Ilm spirit ottbeage" (London 1825) und,,'ltre plaiu Speaker". Sein umfassendstes Werk und iam sorgfaltigsten gearbeitet, ist„'1Ae lite ofKapoIeou"(4 Bde., London 1828 fg.),zwar ebenso wenig als Walter Scotr's Buch, mit welchem es in Opposition trat,von Parteisucht frei, und mehr raisonnirend als erzählend, aber ein achtbares Denk-mal seines gewandten und kräftigen Geistes. Seine letzte Schrift: „OonversationsoklainesNortcotbe" (London 1880), enthält anziehende Unterhaltungen über Li-teratur und Kunst mit einem der geehrtesten britischen Künstler, reich an trefflichenBemerkungen. H. verrieth in all seinen Schriften den Mangel eines gründlichenStudiums. Er war in einem beschränkten Kreise von Ideen befangen, an welchener hartnäckig festhielt, und die er, um fremde Forschungen fast ganz unbekümmert,aber durch ungemeinen Scharfsinn unterstützt, immer nur umbildend wieder her-vorrief. Bei seiner geistigen Abgeschiedenheit, bücherscheu, war er für eigentliche ge-lehrte Arbeiten wenig passend, aber da die Noch ihn zum Schreiben zwang, so warder, indem er alten Stoff neu zu gestalten suchte, oft überspannt und unverständ-lich. Er hat Dinge geschrieben, die den Träumen einer verstörten Phantasiegleichen. Wich er in seinen geistigen Strebungen von der ausgetretenen Bahnab, stieß er besonders auch durch seine politischen Grundsätze bei einer mächti-gen Partei an, so gab er seinen Gegnern durch manche anstößige Verkehrthei-ten im Leben begierig benutzte Blößen. Die Ungerechtigkeit, mit welcher beson-ders einige Toryzeitschriften ihn behandelten, verwundete ihn, und als er einmal,wie er selber sagte, in Hader mit der Welt war (at teuä witb tbe worlä),wurde der sonst so milde, ja kindliche Mann zu einer bittern Empfindlichkeit auf-gereizt, welche die Ruhe seines Urtheils störte. Er starb am 18. Sept. 1830 zuLondon.

Heber (Reginald), Bischof von Calcutta, gehört zu den wohlthuendenGestirnen des Jahrhunderts, wie sie in einer Zeit selbstsüchtiger Genügsamkeitoder eiteln Strebens nach gemüthloser Größe selten sind. Ein Menschenfreundim schönsten Sinne des Wortes, ein achtbarer Dichter und Schriftsteller seinesVaterlandes, hat er auch als Geistlicher bewiesen, daß unter den erstarrten For-men und Misbräuchen der englischen Episkopalkirche ein Geist wie er erstar-

ken und, das wahre Christenthum pflegend, seinem Stande die höchste Achtungerwerben könne. Geboren am 21. April 1783 in Porkshire, wo seiner angesch^nen Familie mehre einträgliche Pfründen grundherrlich oder lehnsrechtlich zustan-