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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
373
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besonders 1809 bei der Belagerung von Saragoza auS, wo er ein Bataillon be-fehligte. Zum Obersten befördert, ward er im Sommer desselben Jahres nachDeutschland gerufen und bewährte in der Schlacht bei Wagram den Ruhm seinerTapferkeit. Napoleon schickte ihn wieder nach Spanien, wo er zu dem Heere de»Generals Suchet kam, der Lerida belagerte. H. errichtete die Batterie, welche dieEroberung der Stadt entschied, und leistete im Jun. 1810 bei der Einnahmevon Mequinenza wichtige Dienste. Bald nachher ernannte Napoleon ihn zumBrigadegeneral, rief ihn nach Frankreich zurück und machte ihn zu seinem Adju-tanten. Er begleitete den Kaiser nach Rußland, zeigte große Kriegserfahrung indem Tressen bei Mohilcw und wurde Divisionsgeneral. Im Jun. 1813 er-hielt er den Auftrag, die Befestigungsarbeiten zu leiten, die Napoleon um Hain-burg anlegen ließ. Einige Zeit nachher ward er mit Vandamme gefangen, dem erBefehle vom Kaiser überbracht hatte. Als er 1814 nach Frankreich zurückkehrteerhielt er von Ludwig XVIII. den Ludwigsorden und wurde Commandeur der Eh-renlegion. Zu Anfange des Jahres 1815 stellte ihn der König an die Spitze de«Jngenieurcorps der königlichen Garde; nach Napoleons Rückkehr ging H. zu ihmUder und focht bei Waterloo. Als er sich mit den Überresten des Heeres hinter dieLoire zurückgezogen hatte, ward er mit den Generalen Gerard und Kellermannzu Ende des Jul. nach Paris geschickt, um von der Regierung zu verlangen,daß das Heer vereinigt bleiben sollte, so lange fremde Kriegsvölker auf Frank-reichs Boden wären, daß kein Beamter in der Verwaltung oder im Heere abgesetztund Niemand wegen seiner Meinungen beunruhigt werden sollte. H. kehrte zudem Heere mit der Nachricht von der erfolglosen Sendung zurück und begab sichbald nachher wieder nach Paris, wo er von Neuem angestellt ward. Er warMitglied des Kriegsraths, der über den General Lefebvre-DesnouettcS richtenmußte, und stimmte für den Tod seines alten Waffenbruders. Spater ward er Gc-neralinspector der Ingenieurs. Er hat in Frankreich den Ruhm deS ausgezeichnet-sten Jngenieurofsiziers, besonders in Beziehung auf die Leitung einer Belagerungund die Kenntniß der wirksamsten Angrisssmittel, wahrend in der Theorie derBeftsiigungskunst Valaze und Bernard ihm vorgezogen werden. Im Nov.183Z erhielt er die Leitung der Belagerung von Antwerpen unter dem MarschallGirard.

Hazlitt (William), der Sohn eines Geistlichen von der Glaubensparteider Unitarier in Shropshire, widmete sich in seiner Jugend der Malerei und hattenicht unbedeutende Fortschritte in der Kunst gemacht, als er den Pinsel mit derFeder vertauschte. Die ganze Richtung seines Geistes war mehr kritisch alsschöpferisch; er konnte seine Ideen nicht zu seinereignen Befriedigung darstellen,und statt die Kunst auszuüben, verlor er sich in Erörterungen über die Grundsatzederselben. Diese eigenthümlichc Gcistesrichtung zeigte sich in der ersten Schrift,mit welcher er auftrat, einem metaphysischen Versuch über die Grundsatze deSmenschlichen Handelns. In der ersten Zeit seiner schriftstellerischen Laufdahn warer Berichterstatter über die Parlaments- und Gerichtsverhandlungen für die Zei-tungen, und stand 1808 besonders mit Perry, dem Herausgeber desckronicle", in Verbindung, entzweite sich aber endlich mit ihm, weil er in seinenpolitischen Grundsätzen mehr ein Radikaler als ein Whig war. Diese Beschäfti-gungen gaben ihm wahrscheinlich den Gedanken zu dem Werke: „3^ e!oc;uenceot tke britisk Lenste" (London 1808), worin er eine Auswahl der besten Par-lamentsreden von Karl I. Regierung bis auf die neuesten Zeiten, mit biographi-schen, kritischen und erklärenden Anmerkungen gab. Eine neue englische Sprach-lehre, die er 1810 herausgab, hatte das Verdienst, die geistreichen Ansichten deStrefflichen Hörne Tooke und anderer gründlichen Sprachforscher zuerst dem größernPublicum und den Schulmannern zugänglich zu machen. Seine literarische Thä-