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letzten Zelt seiner Gefangenschaft öfters umging, hat er beschrieben und M ^es, obwol es nicht vermummt war, nie angeblickt haben, weil es ihm verboten !worden.
Diese Erzählung, die unter den vorliegenden Umstanden nur eine hypothe-tische sein konnte und sollte, wurde als eine authentische aufgefaßt und dieQuelle der vielen, im Publicum umlaufenden Vermuthungen und Gerüchte, nnchwelchen H. bald die Frucht einer sündlichen oder verbotenen Liebe und der natürlicheSohn eines Geistlichen oder einer vornehmen ledigen Mutter, bald ein Fürstenkindoder das Opfer einer tückischen Erbschleicherei sein sollte. Es fehlte auch nicht an IZweiflern, die in Allem nur einen groben oder feinen Betrug witterten; wozu dasviele Dunkle, Lücken - und Rathselhafte der Geschichte überhaupt, und einzelnepsychologische wie physiologische Widersprüche insbesondere, reichlichen Stoff dar-bieten.
Am 18. Iul. 1828 wurde H. dem Professor Daumer zu Nürnberg zur Erzie-hung in seinem Hause anvertraut. Die Bildungsgeschichte des Knaben-Jünglmzsist dadurch pädagogisch merkwürdig, daß seine ursprüngliche Wißbegierde und Beharr-lichkeit, sein erstaunenswürdiges schnelles und zähes Gedächtniß, sowie dienichtmin-der bewundernswürdige Schärfe seiner Sinne, besonders des Gesichts und Geruchs,in dem Grade abnahmen, in welchem sich der Kreis seiner Kenntnisse erweiterte.Daß H. im Dämmerlichte scharf und weit Vesser als am hellen Tage sah; daß ersogar bei Nacht dunkle Farben von einander unterschied, kann nicht auffallen; da-gegen erscheint es räthselhaft, daß er, der nie seine Fernsehkraft zu üben Gelegenheitgehabt hatte und deshalb die vor seinem Fenster ausgebreitete ferne Landschaft füreinen buntbemalten Laden ansah, dennoch von der Höhe der Burg die Fensterreihmder über 3 — 4 Stunden entfernten Häuser zu zählen im Stande war. Die besteAnlage zeigte er zum Schreiben und Zeichnen und ein entschiedenes Talent zumReiten, das er in unglaublich kurzer Zeit erlernte. Für Gegenstande des Glau-bens, wie überhaupt für das Unkörperliche, Unsichtbare zeigte er wenig Sinn.Geistliche und Ärzte waren ihm besonders zuwider und in der Kirche war ihm un-wohl und unheimlich. Seine Fortschritte waren im Ganzen gering und wurdenzuletzt durch Kränklichkeit und einen Vorfall unterbrochen, der die ziemlich gesun-kene Theilnahme der Bewohner Nürnbergs wie des Auslandes aufH Neue in ho-hem Grade aufregte. Am 17. Oct. (1829) Mittags bemerkte die Schwester desProfessors Daumer zuerst auf der Treppe Blutflecken, sodann beim Abtritte im un-tern Hausgange einen Haufen geronnenen Bluts. Als Kaspar nicht zu Tischekam, ging die Mutter des Professors, Böses ahnend, ihn zu suchen. Sie fand ander Kellerthüre eine blutähnliche Feuchtigkeit und stieg in den mit Wasser gefülltenKeller hinab, wo sie in einem Winkel etwas Weißes schimmern sah. Es war H. selbstder wie todt dalag, das bleiche Gesicht mit Blut bedeckt. Dies kam aus einer schaufen Schnittwunde auf der Stirn, welche zwar weder lebensgefahrlich noch an sicbbedeutend war, jedoch dem Verwundeten heftige Paroxksmen zuzog. Nachdem erwieder zur Besinnung gekommen war, erzählteer, daß er, auf dem Abtritte sitzend,einen Mann mit g anz schwarzem Kopfe, den er für den Schlotfeger gehalten, heran-schleichen gesehen habe. Dieser Mann habe ihm, sowie er den Kopf hervorgestrcckteinen Schlag auf die Stirne gegeben, in Folge dessen er sogleich auf den Boden gc-stürzt sei. Nachdem er wieder zu sich gekommen, habe er zur Mutter seines Lehrerhinaufgewollt, sei aber in der Angst zuerst an seine Stube und sodann wieder >eTreppe hinunter an den Keller gekommen, in dem er sich verkrochen habe. Dadarin befindliche kalte Wasser habe ihn anfangs zum bessern Bewußtsein 9^^'indessen habe er dieses nach einem Erbrechen wieder verloren. Mit Recht nahmdieser Vorfall die ausgezeichnetste Thätigkeit der Justiz- und Polizeibehörden'Anspruch und es wurde keine Mühe gespart, dem verborgenen Tbäter au, '