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Waldungen eröffnete, und die kraftige Unterstützung, die seine Verbesserung-plane von der Regierung erhielten, einen so günstigen Einfluß hatten, daß hixZahl der Zöglinge auf 5l) stieg, da besonders die belehrende Abschätzung der Forste Iwelche H. leitete, viele junge Leute und selbst Forstbeamte aus allen Gegenden 'Deutschlands nach Dillenburg zog. Er hatte hier 1806 sein „ Journal für das IForst-, Jagd-und Fischereiwesen" begonnen, als die politischen Umwälzungendem Fürsten von Oranien feine Besitzungen raubten, die mit dem Großherzog-thum Berg vereinigt wurden. H. nahm einen Ruf des Königs von Würtemberg >an und ging als Oberforftrath nach Stuttgart, wo er auch seine Forstlehranstaltwieder eröffnete, die aber unter ungünstigen äußern Verhältnissen und bei den,Mangel wirksamer Unterstützung dort ebenso wenig gedieh, als H. selbst einen ge-nügenden Spielraum für seinen Eifer und seine Thätigkeit fand. Er trat in einendesto ausgedehntem Wirkungskreis, als er 1811 die Stelle eines Oberlandforst-meisters im preußischen Staate annahm, und er hat sich seitdem um das preu-ßische Forstwesen, das besonders in den neu erworbenen Landestheilcn sehr in Ver-fall gekommen war, große Verdienste erworben. Seine Forst- und Jagdlehran-stalt setzte er in Verbindung mit der Universität zu Verlin in der Art fort, daß dieUniversitätslehrer die Hülfswissenschaften vortrugen und er bloß über Forst- undJagdwiffenschaft Vorlesungen hielt, da die umfassenden Verwaltungsgeschafteseine Thätigkeit fast ganz in Anspruch nahmen. Er wurde 1830 zum ProfessorHonorarcus an der Universität zu Berlin ernannt. Außer den bereits genanntenWerken hat sich H. um Forst - und Jagdkunde durch mehre Schriften verdient ge-macht, unter welchen besonders 'auszuzeichnen sind: „Anleitung zur Taxationund Beschreibung der Forste" (Gießen 1791, vierte Auflage 1819, 4.); „Anlei-tung zur Forst- und Weidmannssprache" (Tübingen 1809, zweite Ausg. Stutt-gart 1821); „Grundsätze der Forstdirection" (Hadamar 1803, zweite Auflage1815); „Lehrbuch für Förster" (3 Bde., Tübingen 1807, siebente Auflage 18L7,und ins Böhmische und Polnische übersetzt); „Lehrbuch für Jäger" (2 Bde., Tü-bingen 1809, fünfte Auflage 1832); „Die Forstwissenschaft nach ihrem ganzenUmfange" (Berlin 1830). Durch sein „Forst- und Jagdarchiv", das von 181k— 26 (7 Bde., Leipzig und Stuttgart) erschien, hat er, wie durch seine übrigenSchriften, für die Verbreitung praktisch bewährter Grundsätze und Ersahrungenvielfach gewirkt.
Hartmann (Anton Theodor), Consistorialrath und Professor der Theo-logie in Rostock, wurde am 25. Jun. 1774 zu Düsseldorf geboren, und nach-dem er die Gymnasien zu Osr.abrück und Dortmund besucht hatte, ging er 1791,um sich der Theologie zu widmen, nach Göttingen, wo während seines Ausent-halts bis 1796 vorzüglich Eichhorn auf seine Bildung einwirkte. In seine Va-terstadt zurückgekehrt, lebte er einige Zeit als Privatlehrer, bis er 1797 die zweiteLehrstelle an dem Gymnasium zu Soest erhielt, die er 1799 mit der Stelle einesProrectors am Gymnasium zu Herford vertauschte, wo er fünf Jahre blieb. Dar-auf ward er 1804 als Lehrer nach Oldenburg berufen, und kam endlich 1811 anZiegler's Stelle nach Rostock. Er wurde 1815 Consistorialrath und 1818 Auf-seher der Münzsammlung. Die Erstlingsfrucht seiner Forschungen in der Litera-tur des Morgenlandes war die Schrift: „Über die Ideale weiblicher Schönheit beiden Morgenländern" (Düsseldorf 1798), die jedoch kritische Bearbeitung desGesammelten vermissen ließ. Ähnliche Beiträge zur Kunde des Morgenlandes,reifere Forschungen, folgten später, in den von ihm herausgegebenen „Aufklarun-gen über Asien für Bibelforscher" (Oldenburg 1806 fg.). Zu den von ihm über-setzten morgenländischen Märchen und Dichtungen, z. B. „Medschnun und Leila(2 Thle., Amsterdam 1808), gab er Erläuterungen über orientalische Sitte undDenkart. Eine historisch-kritische Beleuchtung der „1001 Nacht" lieferte er