Hansteett
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vernachlässigte und seinem Lehrling, dessen Geschicklichkeit und Eifer sich ihm er-probt hatten, die Leitung seiner Angelegenheiten fast ganz überließ. H. erwi-derte dieses Vertrauen durch die strengste Pflichterfüllung, und dieses Ver-haltniß trug nicht wenig dazu bei, ihn an die pünktliche und gewissenhafteGeschäftstätigkeit zu gewöhnen, die er später unter weit wichtigem Umständenzeigte. Als er seine Lehrjahre geendigt hatte, ging er nach London, wo er 17715als Setzer zu Hughs, dem Buchdrucker des Unterhauses, kam. Auch hier erwarbsich H. das volle Vertrauen seines Dienstherrn, der ihn 1789 als Gesellschaftereintreten ließ und ihm schon 1800 das ganze Geschäft abtrat. Die Druckerei desUnterhauses hatte vor jener Zeit bei weitem nicht den bedeutenden Umfang, den sieseitdem durch die stets zunehmende Ausdehnung der Parlamentsgeschäfte erhielt,und Zeit genug übrig, auch für Buchhändler Arbeiten zu übernehmen. H. kamdadurch mit mehren berühmten Schriftstellern in Verbindung, besonders mitBurke, Johnson und Porson, welche die Druckerei, deren Geschäfte er hauptsäch-lich leitete, allen andern vorzogen, und H. erhielt durch den Verkehr mit diesen undandern ausgezeichneten Schriftstellern vielfältige Gelegenheit, seine Kenntnisse zuerweitern. Als die Arbeiten für das Parlament, besonders seit der französischenRevolution, immer zahlreicher und umfassender wurden, mußte sich die Druckereidenselben ausschließend widmen und H. wußte durch die Handhabung der strengstenGeschäftsordnung und viele mechanische Verbesserungen, die seine ausgezeichneteKunstgeschicklichkeit bewiesen, die Schwierigkeiten der Unternehmung so glücklich zuüberwinden, daß er Pitt's Wohlwollen und Vertrauen gewann. A?s 1805 dieArbeiter sich verbündeten, um höhern Lohn zu ertrotzen, kamen auch die Buch-drucker in Verlegenheit, und an einem Tage, wo H. die dringendsten Druckschrif-ten für das Parlament zu liefern hatte, gingen 24 Drucker von den Pressen weg.H. verlor keinen Augenblick, suchte Arbeitslose in den Straßen und wo er sie sonstfinden konnte, und man sah ihn und seine Söhne in der Arbeitsjacke die ungeübtenLeute durch Anweisung und Beispiel unterrichten. In einem 1828 dem Hauseder Gemeinen abgelegten Ausschußbericht über die Druckangelegenheiten erhieltenH.'s Verdienste eine öffentliche Anerkennung, und es wurde besonders auch er-wähnt, daß er durch die von ihm angegebene Einrichtung des Drucks von Tabel-lenwerken dem Staatsschatze einen bedeutenden Kostenaufwand erspart habe. Wiein seinen Geschäftsverhältnissen unermüdlich arbeitsam und feine wachsame Auf-sicht auf alle Einzelheiten seiner großartigen Anstalt ausdehnend, war er auch alsMensch und im häuslichen Kreise ein höchst achtbarer Mann, und hinterließ einrühmliches Andenken seiner edeln Gesinnung in einer freigebigen Stiftung für armealterschwache Buchdrucker. Bis in sein hohes Alter im Genuß einer festen, durchMäßigkeit und regelmäßige Lebensordnung gestärkten Gesundheit, fühlte er erst zuAnfange des Jahres 1828 eine beunruhigende Abnahme seiner Kräfte, und als eram Schlüsse der Parlamentssitzung den für ihn so ehrenvollen Bericht gedruckthatte, nahm er feierlichen Abschied von allen Arbeitern in seiner Anstalt, und starbbald nachher am 29. Ott. im Kreise seiner zahlreichen Familie. Sein ältesterSohn Thomas Curson H. besitzt seit 1805 eine eigne ansehnliche Buch-druckern und hat sich durch ein umfassendes Werk über die Buchdruckerkunst:„IJpNArupkia, an üistorical sleetcü of tüe origin unck progress yf priiitinj;"(London 1825), bekannt gemacht. Seine jüngern Söhne James und Luke,schon lange Theilhaber seines Geschäfts, setzen die Parlamentsdruckerei fort. DieParlamentsverhandlungen („?mliamentar^ mui-nals"), eine lange Reihe vonBänden, gehen unter Hansard's Namen.
Hanfteen (Christoph), Professor der Astronomie zu Chriftiania, ge-boren daselbst den 26. Sevt. 1784, wo sein Vater Accisinspector war, er-hielt seine erste Bildung auf der dortigen Kathedralschule und bezog 1802 dieConv.-Ler. der neuesten Zeit und Literatur. Ii. ^3
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