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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
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Hänel

Hanka

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Handelsstädten Deutschlands in so vielfacher Beziehung dem Gedeihen eines In-stituts dieser Art so große Vortheile gewährt: so mußte das Unternehmen zu d« 'Hoffnung eines guten Gedeihens berechtigen, die denn auch bald durch eine led-hafte Theilnahme aus der Nahe und Ferne zur schönen Wirklichkeit wurde, indemschon beim ersten Stiftungsfeste, 1832, die Anstalt 140 Zöglinge, und untndiesen viele Ausländer,'zählte.

Hänel (Gustav Friedrich) wurde den 5. Oct. 1793 zu Leipzig geboren,Der erste Unterricht wurde ihm im Hause seines Vaters, eines allgemein geach-teten Mannes, des Kaufmanns und Rathsherrn Hänel, durch Hauslehrer «-theilt, worauf er auf der Klosterschule zu Roßleben, besonders unter des RectorsWilhelm Leitung, den Grund der gelehrten Bildung legte. Er bezog i810 dieUniversität Leipzig und besuchte dann noch Göttingen. Seine erste SchriftDetestamento militari", welche er unter dem Vorsitz des OberhofgerichtsrachesMüller vertheidigte, erschien 1815; durch den zweiten Theil derselben erwarber sich im folgenden Jahre die juristische Doctorwürde. Haubold, unter dessengroße Verdienste es besonders mit zu rechnen ist, daß er so leicht erkannte, werzur akademischen rein wissenschaftlichen Laufbahn berufen sei, wirkte besondersauf ihn ein, und nachdem H. mehre Jahre Vorlesungen an der Universitätgehalten und zum außerordentlichen Professor ernannt worden war, mit aufHaubold's Veranlassung, unternahm er eine siebenjährige wissenschaftlicheReise durch Europa. Italien, die Schweiz, Frankreich, Spanien, Portu-gal, England, die Niederlande und Deutschland bereiste er auf diese Weise,und war auch die Jurisprudenz, und besonders das antejustinianeische Rechtder Hauptgegenstand seiner Forschungen auf den Bibliotheken, so widmete erdoch auch andern Wissenschaften, und besonders den Handschriften überhaupt,seine Aufmerksamkeit, wie sein wichtiges Werk:Natale,Fi librorum Älss,, gmin dikliotkecis 0lalliae, Ilelvetiae, Hispamae, I^usitauiae, Lelgii, Dritiin-inae U. asservantur" (Leipzig 1829, 4.), durch welches er um jede fernere Un-tersuchung dieser Art sich große Verdienste erwarb, beweist. Vorläufige Notizenüber seine wichtigen juristischen Sammlungen, Ergebnisse dieser Reife, befindensich an mehren Orten der französischen ZeitschriftIllemis" und in Haubold'sApparat, liten.". Band 2, sowie andere in den Institutionen, die Schräderherausgibt, aufgenommen werden. Den hauptsachlichsten Ergebnissen die-ser Reisen, der Herausgabe desLreviarium ^laricianmn", der vorjustinianei-schen Codices und Novellen nebst dem Paulus und Julian, mit Benutzungaller bekannten Handschriften, sowie der Dissensiones Vominurum " könnenwir im Laufe der nächsten Jahre entgegensehen, da H. diesen Ausgaben schon de-deutend vorgearbeitet hat, und darin gewiß eine große Bereicherung der Wissen-schaft erwarten. (34)

Hanka (Wenzel), böhmischer Sprach- und Alterthumsforscher, und Biblio-thekar des vaterländischen Museums in Prag, wurde am 10. Jun. 1791 zuHorc-nowes in Böhmen geboren. Eines Landmanns Sohn, trat er erst im sechzehntenJahre seines Alters in die lateinische Schule und hörte dann die PhilosophiestnPrag, die Rechte in Wien. Durch seine Liebe zu den slawischen Sprachstudien,und durch Eifer in Aufsuchung der Denkmäler altböhmischer Literatur, zog er baldDobrowsky's Aufmerksamkeit aus sich; seinen Ruf begründete jedoch der von ihrnam 16. Sept. 1817 im Kirchthurme der Stadt Königinhof (Xrälovvö 1)wur) >nBöhmen gemachte Fund der berühmten königinhofer Handschrift, einer Sammlung epischer und lyrischer Gesänge aus dem 13. Jahrhunderte in böhmisch^Sprache, die an poetischem Gehalt, an Kraft und Anmuth der Sprache, an ^n-nigkeit und Zartheit des Gefühls keinem poetischen Erzeugnisse der Vorzeit Mi-chen, in der altslawischen Literatur aber einzig dastehen. Er gab sie, zugleich m>