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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
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Grvuchy

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drang er mit seimr Division in Graubündten ein und besetzte Chur. Dann beriefihn Moreau zur Rheinarmee. In der Schlachr bei Hohenlinden hielt er nebst Neydas östreichische Heer in einem Engpasse auf, wahrend Decaen und Richepanseden Feind umgingen. Er durchbrach die feindlichen Glieder, nahm mehre Kano-nen, verfolgte den Erzherzog Johann über den Inn und die Salza und drang inSteier ein. Nach dem luneviller Frieden wurde er zum Generalinspecteur derReiterei ernannt. Dem General Moreau aufrichtig ergeben, bewies er demselbenbei seinem Processi wahre Achtung und Theilnahme. Napoleon war ihm dahernicht gewogen; er brauchte ihn Mar fortwahrend zu gefahrvollen und schwieri-gen Unternehmungen, that aber^nichts für ihn, sondern überging ihn, indemer jüngere und weniger verdiente Generale zur Marschallswürde erhob. ImKriege mit Preußen 1806 schlug G. die preußische Cavalerie bei Zehdenick (26.Ott. 1806), drang bei Prenzlau zugleich mit den preußischen Truppen in dieseStadt ein, so auch in der Schlacht bei Lübeck. Nicht minder tapfer bewieser sich an der Spitze seiner Reiterei gegen die Russen bei Eilau und nament-lich bei Friedland (14. Inn. 1807), wo ihm von 4000 Pferden kaum 1200blieben. Er selbst wurde verwundet und verdankte nur dem Muthe des jungenLafayette, seines Adjutanten, sein Leben. Der Kaiser gab ihm jetzt das großeBand der Ehrenlegion. Wir finden 1808 den General G. als Gouverneur vonMadrid, wo er am 2. Mai dem Aufstande Einhalt that, aber an dem Kriegsge-richte keinen Theil nahm; vielmehr war er mit Murat's Maßregeln und Verfah-ren in Spanien sehr unzufrieden. Er verlangte daher Urlaub und ging auf seineGüter. Napoleon sandte ihn bald nachher zu dem Heere des Prinzen Eugen inItalien, wo er sich bei dem Übergang über den Jsonzo (2. Mai 1809) aus-zeichnete, auf dem rechten Flügel der Armee bis Ungarn vordrang und an demTressen bei Raab (14. Jun. 1809) Theil nahm. Dann führte er auf Napoleonsrechtem Flügel die gesammte Reiterei über die Donau in die Ebene von Wagram,wo er die feindliche Cavalerie zurückschlug und die Stellung des Erzherzogs Karlumging. Der Kaiser Napoleon ernannte ihn jetzt zum Commandanten des Or-dens der eisernen Krone, zum Generalobersten der Jager und Großoffizier desReichs. In dem russischen Feldzuge 1812 befehligte G. eins der drei Cava-leriecorps und einige Divisionen Infanterie, drang der Erste über den Dniepr vor,zeichnete sich in dem Tressen bei Krasnoj (14. Aug.) aus und behauptete die Stel-lung vor Smolensk, bis Napoleon mit dem übrigen Heere den Angriff unter-nahm. Auch zu dem Siege an der Moskwa (7. Sept.) trug G. bei, indem ergegen 4 Uhr Abends die große Redoute auf dem rechten Flügel der Russen umgingund dadurch die Wegnahme derselben unterstützte. Er und sein Sohn wurden andiesem Tage verwundet. Noch nicht völlig hergestellt, focht er an der Spitze seinerTruppen in dem Treffen bei Malo Jaroslawez (24. Ott.), hierauf deckte er Na-poleons Rückzug nach Smolensk und rettete einen Theil der Artillerie in dem Ge-fechte bei Wiazma (3. Nov.). Die geschlagene französische Armee hatte durchKalte und Hunger solche Verluste erlitten, daß sie fast aufgelöst war; Napoleonbildete daher zu seiner Sicherheit aus Generalen und Offizieren das bekannte IIa-tuüion sucre und gab dem General G. den Befehl über dasselbe; da es jedoch derArmee gelang, über die Beresina zu gehen, ward das Bataillon nicht gebraucht.Am Ende des I. 1812 hatte G. um den Oberbefehl über ein Jnfanteriecorps an-gehalten; allein Napoleon befahl ihm, sich wieder an die Spitze der Cavalerie zustellen, die nicht mehr vorhanden war. Hierdurch gekrank! und vielleicht auch ausEmpfindlichkeit über die Gleichgültigkeit, welche seine Dienstleistungen in denBulletins kaum erwähnte, nahm er seine Entlassung und begab sich in das De-partement Calvados. An dem Feldzuge 1813 nahm er nicht Theil; als aber nachder Schlacht bei Leipzig die verbündeten Heers über den Rhein in Frankreich einzu-