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Grouchy
furt a. M. 1823) sehr bereichert, die durch einen passenden Gang, durch gediehForschungen über einzelne Punkte und besonders durch die im zweiten Bande, ^fast ganz neu gearbeitet ist, behandelten Gegenstande allgemein anerkannte Vor-Mhat. Damit hangt seine Behandlung lateinischer Inschriften zusammen; auchdeutsche, phrygische und lybische wurden von ihm erläutert und damit fruchtbareUntersuchungen über- Gegenstande der Homerischen und altrömischen Geographieverbunden. Endlich ist G. auch Stifter des frankfurter Gelehrtenvereins für deut-sche Sprache (1817), dessen Schriften mehre seiner Abhandlungen enthalten, wieer auch „Anfangsgründe der deutschen Prosodie" (Gießen 1815) verfaßt hat. ^Encyklopädie von Ersch und Gruber enthalt ausgezeichnete Beitrage von ihm. tzzist zu bedauern, daß die Arbeiten dieses gründlichen Gelehrten gar zu sehr in Zeil-schriften zerstreut sind; um so erfreulicher ist es, daß selbst das Ausland davon Kennl-niß genommen hat. G. ist schon seit mehren Jahren Mitglied der asiatischen Ge-sellschaft zu London und auch Mitarbeiter an dem Institute der Corrispoiui«lMurckeologica zu Rom. (48)
Grouchy (Emanuel, Graf von), Ehrenmarschall und Pair von Frank-reich, geboren zu Paris den 23. Oct. 1766, aus einem alten adeligen Geschlechte,diente seit seinem vierzehnten Jahre, zuerst in der Artillerie, dann in der Cavalerü,und war 1785 Capitain bei der königlichen Leibgarde. Als die Revolution ausbrach,erklarte er sich für die Grundsatze der constituirenden Versammlung und trat ausder Leibgarde , in welcher die entgegengesetzten Ansichten vorherrschten. Als Be-fehlshaber eines Dragonerregiments stieg er schon in dem Feldzuge 1792 zumGrade eines Marechal de Camp, befehligte dann die Reiterei in der Alpenarmee,welche Savoyen eroberte, und hemmte in der Vende'e den Fortschritt der Insm-rection. Als am Ende des I. 1793 ein Decret des Convents alle Adeligen vonjedem Militaircommando ausschloß, verließ er, weil die Soldaten ihn zurückhal-ten wollten, die Armee des Nachts und begab sich in sein Departement, wo er alsNationalgardist gegen die Royalisten diente. Nach acht Monaten in seine Stellewiedereingesetzt und zum Divisionsgeneral (11. Jun. 1795) ernannt, war erChef des Generalstabs der Westarmce; er sollte spater ein besonderes Heer beseli-gen, schlug aber vor, die einzelnen Heere in eins zu vereinigen, und diente nun-mehr unter dem Oberbefehlshaber der Küstenarmee, General Hdche, den er durchseine Ortskenntnis wesentlich unterstützte. Er selbst schlug den General Ehcirettebei St.-Cyr, worauf mit der Gefangennehmung dieses Anführers und des Genc-rals Stöpslet der Krieg auf dem linken Ufer der Loire ein Ende nahm. Am lb.Dec. 1796 ging G. als zweiter Befehlshaber der nach Irland bestimmten La:.-dungsarmee von Brest unter Segel; allein durch den Sturm von der Flotte ge-trennt, lief er am 22. in die Bantrybai nur mit einigen Schiffen ein. Er mußtedaher dem Eontreadmiral Bouvet nachgeben, der nach Brest zurücksegelte, wäh-rend die übrigen Schiffe nach und nach in jene Bai einliefen. Hierauf zum Gou-verneur von vier Militairdivisionen im Westen ernannt, trug er durch sein gerech-tes und versöhnendes Benehmen viel zur Beruhigung oieser Gegend bei. Er diente1798 unter Joubert, dem Oberbefehlshaber der Armee von Italien, und leiteteals Commandant von Turin die Unterhandlung mit dem Könige von Sardilmn,welcher seine Staaten auf dem festen Lande der französischen Republik überließ.G. erhielt den Austrag, diese Provinzen zu organischen Er unterdrückte denAufstand in Aqui und Montftrrat; spater vertheidigte er unter Moreau Piemontgegen die austro - russische Armee und schlug am 14. Jun. den General Bellegartezwischen Tortona und Alessandria. In der Schlacht bei Novi befehligte er, neb'lPerignon, den linken Flügel und siel schwer verwundet in feindliche Gefangen-schast, wo der Großfürst Konstantin selbst für seine Herstellung besorgt war.einem Jahre ward er gegen den englischen General Dow ausgewechselt. ^