Gros
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nennung zum Generalmajor. Bei dem Wiederausbruch des Krieges 1815 befandsich G. als Generalquartiermeister in dem Hauptquartier des Feldmarschalls Blü-cher, wo er in Gemeinschaft mit dem ihm innig vertrauten General Gneisenau,nach der Schlacht von Ligny vornehmlich dazu beitrug, das Glück der Waffenund die moralische Kraft der Truppen aufrecht zu erhalten. Chef des großen Ge-neralstabes, befand er sich 1820 in Berlin, als Ursachen, welche nicht naher bekanntgeworden sind, ihn veranlaßten, zugleich mit den Ministern Beyme, Boyen undWilhelm von Humboldt aus dem Staatsdienst zu treten. Hatte er irgend Grund,eine Genugthuung zu verlangen, so ist sie ihm auf das vollständigste dadurch zuTheil geworden, daß ihn der König 1825 in den activen Dienst mit der Beförde-rung zum Generallieutenant zurückrief. Er erhielt 1831, nach dem Ausbruch derpolnischen Jnsurrection, das Commando an der Grenze und im April 1832 dasCommando des fünften Armeecorps. (26)
Gros (Antoine Jean, Baron), einer der ausgezeichnetsten Geschichts-maler Frankreichs, wurde 1771 zu Paris geboren. Aus David's Schule hervor-gegangen, war G. gerade in Italien, als die siegreichen französischen Heere in dieHalbinsel einrückten. G., mit Leidenschaft der Geschichtsmalerei zugethan, mußtesich, um zu leben, mit Miniaturbildniffen hinhalten. Ein glücklicher Aufall ver-schaffte ihm die Ehre, dem jungen Obergeneral Bonaparte vorgestellt zu werden.G. ergriff den Moment, ihn zu portraitiren, und um sich auch als Geschichtsmalerin diesem Werke zu bewahren, malte er 1796 ihn als Sieger von Arcole. DasBild erlangte die Zufriedenheit des Feldherrn, und als Dank dafür erhielt er denAuftrag, an der Commission Theil zu nähmen, welche für Frankreich in ItalienKunstwerke auswählte. Die Uneigennützigkeit, mit welcher er diesen unangeneh-men Auftrag erfüllte, lebt noch in dem Andenken der Einwohner von Perugia. G.wünschte sich Gelegenheit zu bedeutendem Werken; aber außer einem Bilde desersten Consuls zu Pferde für Mailand (1802) wollte sich lange durchaus nichtsdarbieten. Platz und Rang unter den Meistern seines Faches nahm er erst 1804durch sein Bild der Pestkranken zu Jaffa. Es wurde mit dem lebhaftesten Jubelbei der Ausstellung zu Paris aufgenommen und begründete den Ruf der Genialitätfür alle Zeiten, besonders auch durch die geistreiche Weise, wie der Künstler dasPortrait des Generals Ney zu umgehen wußte, der ihm zu sitzen verweigert hatte.Diesem bedeutenden Werke folgte die Schlacht von Abukir, dann Napoleons Be-such auf dem Schlachtfelde von Eilau, ein auf des Kaisers Befehl ausgeführtesWerk, worin dem Künstler durch Eintönigkeit der Farbe das Trostlose der Zeit zucharakterisiren wohl gelungen war. Vor diesem letztern Bilde ertheilte Napoleondem Künstler das Kreuz der Ehrenlegion. Jndeß erfolgte die Rückkehr der Bour-bons, die weniger Anlässe zu gleichen Darstellungen bot. Der Künstler wandtesich daher zurück in frühere Zeiten. Sein Franz I. und Karl V. in der Kirche vonSt.-Denis gehören zu den werthvollstcn Darstellungen der neuern französischenKunst. Beinahe mislungen kann man dafür die Abreise des Königs Ludwigs XVIII.in der Nacht vom 20. März 1815 und die Einschiffung der Herzogin von Angou-leme im Hafen von Pauliac am 2. April 1815 nennen, obgleich das letztere Bildihm die Ehre des Michaelordens verschaffte. Gleichsam zur Erholung malte G.einige Bildnisse, unter denen das des Generals Lasalle und seiner Gemahlin, sowiedas des Medailleurs Galle berühmt worden sind. Schon seit langer Zeit war beab-sichtigt, die kleinere Kuppel der Genovefenkirche auszuschmücken. G. war es vor-behalten, dies ins Werk zu setzen. In kolossalen Gestalten führte er mit Ölfarbenauf Kreidegrund darin die Huldigung der vier Dynastien Frankreichs gegen dieSchutzheilige des Landes aus; und die ältere bourbonische Dynastie war so einge-nommen von diesem Werke, daß sie mit dem Barontitel und dem Doppelten derftygesetzten Gnmme, mit 100,000 Pgncch etz helohnt?, G. war schon ss sehr Mit