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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
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Grolmann

seit 1809 genas. Er wurde 1814 als Secretair bei der Bibliothek zu Kassel an-gestellt, und ging 1830 mit seinem Bruder nach Göttingen. Unter den von ihyallein herausgegebenen Schriften nennen wir :Altdänische Heldenlieder, Balla-den und Märchen" (Heidelberg 1811);Über deutsche Runen" (Göttingen1821), durch einen Fund in einem alten Grabhügel veranlaßt;Grave Ruc-dols" (Göttingen 1828), ein Bruchstück eines der interessantesten Überreste des12. Jahrhunderts,Die deutsche Heldensage" (Göttingen 1829). Eine Abbil-dung des Bruchstücks des altdeutschen Gedichts Hildebrand (De Mllebraull«xmticluissilln carmim» teutouici iragmeiltiun", Göttingen 1830, Fol.), nach derHandschrift der Bibliothek zu Kassel, war die letzte Frucht seiner dortigen Studien.Eine Ausgabe derSprüche Freidank's", eines der bedeutendsten Denkmale desMittelalters, beschäftigt ihn schon lange. Zu den frühesten gemeinschaftlichen Arbei-ten der Brüderpaars gehören:Kinder- und Hausmärchen" (3 Bde., zweite Aus-gabe 1819 22);Altdeutsche Wälder" (3 Bde., Kassel und Frankfurt a. U1813 16);Deutsche Sagen" (2 Bde., Berlin 1816 18), und die treff-liche Nachbildung:Irische Elfenmärchen" (Leipzig 1826) nach Crofton Crokcr'zlegencis", der eine gehaltvolle Einleitung vorangeht.

Grolmann (von), preußischer Generallieutenant, commandirender Ge-neral des fünften Armeecorps im Großherzogthum Posen, wurde 1776 zu Berlingeboren, der zweite Sohn des Obertribunalspräsidenten und Gehcimrachs vonGrolmann. Nachdem er eine ohne besondere Neigung zur Gelehrsamkeit daskölnische Gymnasium besucht hatte, führte ihn seine Neigung in die militärischeLaufdahn, die er als Junker in dem damals in Berlin garnisonirenden Regimentsvon Möllendorf begann. Er rückte in demselben Regimente 1799 zum Secvnbe-lieutcnant auf und wurde 1803 Premierlieutenant und Jnspectionsadjutant desFeldmarschalls von Möllendorf, wodurch sich ihm die Aussicht zu rascherm Vor-wärtskommen eröffnete, sodaß er beim Beginn des Feldzugs 1806 bereits Capi-tata war. So gerechte Vorwürfe im Allgemeinen dem preußischen Militair in jenerZeit gemacht worden, so verdient es doch Anerkennung, daß sich schon damals ineinzelnen jüngern Offizieren ein tresslicher Geist regte, der sich auch insofern be-währt hat, als die ausgezeichneten großen Generale in den Feldzügen 1813 -- 1bfast sämmtlich die Schlacht von Jena in untergeordneten Dienstverhältnissen mit-gemacht haben. G. gehörte ebenfalls zu denjenigen Offizieren, welchen weder dieParade noch der Ballsaal als das höchste Ziel der militairischen Laufbahn erschien;er erkannte, daß mit der Kriegführung der Franzosen unter Napoleon eine neueKriegskunst begonnen habe, und diese kennen zu lernen war sein eifrigstes Bestreben.Ihm, wie andern Offizieren machte man damals zum Vorwurf, daß sie Ideenhalten und im Sinne des berühmten Bülow von dem Geiste einer neuern Kriegs-kunst sprachen; leider durften diese Offiziere zu jener Zeit nicht mitsprechen, wennvon Planen zu Feldzügen und Schlachten die Rede war. Das Zusammentreffenmit Napoleon bei Jena war eine strenge Lehre für Preußen, besonders für dasHett,dessen neue Organisation sogleich nach dem Frieden von Tilsit begann. G. aber, depsen Charakter mehr eine baldige und thätige Genugthuung mit demDegen in derHandverlangte, als daß er sich auf zukünftige bessere Zeiten hätte verweisen lassen, ging1808 nach Spanien, um unter Wellington gegen den erklarten Feind seines Va-terlandes, dem er ewigen Haß geschworen hatte, zu fechten. Nachdem er hier sünsJahre lang mit Auszeichnung gedient hatte, kehrte er 1813 bei dem Aufrufe desKönigs von Preußen nach dem Vaterlande zurück, wo ihn seine ehemaligen Kriegs-gefährten mit Freuden willkommen hießen. Er wurde dem Gcneralstabe des Ge-nerals von Kleist zugetheilt und kämpfte in allen glänzenden Gefechten, welche dasvon diesem ausgezeichneten Feldherrn geführte Armeecorps bestand. Der Kon^Hftohme G,'§ Verdienste durch Cttheiluna mehrey Wichen 5514 durch die ff 9