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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
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Griechenland

mnd dem Präsidenten kurz nach der Ankunft des Letztem eintrat. Seitdem hattendie Primaten von Hydra gleichsam mit seifersüchtiger Wachsamkeit alle Handlun-gen der Regierung aufmerksam beobachtet, und obgleich Kapodistrias sich mehrederselben durch Ertheilung eintraglicher Ehrenstetten im Panhellenion und im Se-nate verpflichten zu können geglaubt hatte, so waren sie jedoch keineswegs so sebcfür sein System gewonnen worden, daß sie diesem die besondern Interessen ihmHeimath hätten aufopfern mögen. Die Verzögerung der den Inseln Hydra undSpezzia durch das fünfte Decret der Nationalversammlung zu Argos für die wäh-rend des Freiheitskrieges geleisteten Dienste und Vorschüsse zugesagten Entschädi-gung hatte, so natürlich sie auch in der Roth des Staatsschatzes begründet war,im Laufe des letztverflossenen Jahres sowol unter dem Volke als unter den Prima-ten die feindselige Stimmung bedeutend vermehrt. Nothgedrungen erließ endlichder Präsident im Der. 183t) ein Decret, worin er Hydra und Spezzia aus-foderte, Bevollmächtigte zu wählen, welche sich nach Nauplia begeben möchte»,um mit der Regierung wegen der Ausmittelung des Betrags der zu leistenden Ent-schädigungen in Unterhandlungen zu treten; zugleich bestimmte aber auch dasDecret, daß für jetzt nur die wicklich vorgeschossenen Summen, keineswegs aberdie rückstandigen Soldzahlungen berichtigt werden würden. War diese Beschrän-kung schon an sich den ausdrücklichen Bestimmungen des Decrets der Nationalver-sammlung zu Argos zuwider, so mußte sie gerade unter den jetzigen Verhaltnissenum so ungerechter und deshalb unvorsichtiger erscheinen, weil ihre Nachtheile vor-züglich die zahlreiche Classe unbegütertcr Heerführer treffen mußten, welche zumTheil in der größten Dürftigkeit lebten, eigentlich nie Vorschüsse geleistet hatten,und ihre einzige Hoffnung auf die endliche Auszahlung des schwer verdientenSoldes setzten. Schon in den Gemeindeversammlungen, welche auf Hydrazum Zwecke der Wahl jener Bevollmächtigten gehalten wurden, kam es des-halb zu sehr heftigen Erklärungen, und wenn man bei der Wahl aus Pri-vatinteressen sich selbst so weit entzweite, daß beide Parteien für sich Be-vollmächtigte nach Nauplia schickten, so war man dagegen desto einiger inder Unzufriedenheit mit den willkürlichen Verfügungen der Regierung über-haupt, deren nachtheiligen Folgen man sich für die Zukunft durch die Errich-tung einer unabhängigen Verwaltung zu entziehen beschloß. Die Ausführungdieses Beschlusses ward beschleunigt, als der Gouverneur Mauromati, der sichin Hydra nicht mehr sicher glaubte, zunächst nach Spezzia entfloh. An sei-ner Stelle übernahm eine Eommission, bestehend aus sieben Mitgliedern, Kon-duciottis, Admiral Miaulis, Wassilis Buduris, Manolis Tombasis, Demc-trios Vulgaris, Antonio Kriasis und NikolaoS Jkonomos, die Verwaltung d.rInsel Hydra. Also begann der offene Abfall der Hydrioten. Ihrem Beispielefolgten zuerst die Bewohner von Jpsara. Beide Inseln steckten kurz daraus diedreifarbige Flagge auf, nicht zum Zeichen des Aufruhrs, als welches sie von Sei-ten der Regierung betrachtet werden mochte*), sondern um dadurch zu erkennenzu geben, daß sie bei dem jetzigen Zustande von Ohnmacht und Gesetzlosigkeit sicham liebsten dem Schutze einer europäischen, namentlich der französischen Machtanvertrauen möchten, bis eine definitive Entscheidung über Griechenlands Schick-

*) So wurden z. B. im April ipsarwtische Schiffe zu Ägina angehaltcn, >cebsie bei ihrer Abreise von Poros die französische Flagge aufgesteckt hatten, u»t> erwas später wurden 20 der angesehensten Einwohner von Ägina bloß dcShalv wbannt, weil die Begrüßung der französischen Flagge von Seiten einesr.n von der Regierung als ein Zeichen zum Aufstande betrachtet wurde. Der ^zösische Resident soll sich deshalb selbst Erklärungen ausgebeten Haben, da erBenehmen der Regierung als eine offnbare Beleidigung seiner Nation betcai.amüsse-