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Zweiter Band (1833) F bis L
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Griechenland

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Hungen gezwungen habe. *) Überdies wurden die Plane der Regierung in Bezugauf die Beschränkung des Unterrichts um diese Zeit durch die Eröffnung mehrerPrivatschulen auf Ägina, in welchen man vorzüglich den verbotenen Classi'kernein eifriges Studium widmete, mit dem besten Erfolge vereitelt. UnaufhörlicheReibungen zwischen diesen Privatschulen und den öffentlichen Lehranstalten gabenzwar seitdem vielen Anstoß ; allein es waren damals bereits Ereignisse eingetreten,deren Wichtigkeit die Theilnahme aller Classen der Gesellschaft schon deshalb inweit höherm Grade in Anspruch nahm, weil die dabei berührten Interessen vielumfassender waren, und weil ihre weitere Entwickelung Griechenlands Schicksalüberhaupt den entscheidendsten Momenten entgegen zu führen schien.

Blicken wir von der Einseitigkeit des öffentlichen Unterrichts auf die übrigenZweige der Staatsverwaltung, so gab vielleicht Nichts mehr Gelegenheit zu ge-gründeten Beschwerden und erbitterten Angriffen auf die Regierung, als der höchstverwahrloste Zustand der Rechtspflege. Es ist bereits oben 'bemerkt worden, daßdie Einführung eines geordneten und den frühern Verhaltnissen entsprechendenRechtswesens, bei welcher man natürlich von der Abfassung neuer Gesetzbücherausgehen mußte, vorzüglich deshalb zu den schwierigsten Aufgaben der Regierunggehörte, weil es an Männern fehlte, welche sie mit Glück zu lösen vermocht hätten.Unter den Misgriffen des Präsidenten in der Wahl Derer, welche er bei der Aus-führung seiner Regierungsplane mit besonderm Vertrauen beehren zu müssenglaubte, war ohne Zweifel einer der unglückseligsten die Berufung des korfiotischenAdvokaten Genatas, welchem er bereits im Laufe des Jahres 1828 den Entwurfeiner neuen Gerichtsordnung, und bei der Einrichtung des Ministeriums nach demSchlüsse der Nationalversammlung zu Argos selbst das Staatssecretariat der Ju-stiz übertrug. Wie Genatas sich des erstem Auftrags entledigte, sehen wir ambesten aus den Briefen Dutrüne's, welcher damals, als Secretair des Präsidenten,die Abschrift jenes Entwurfs, wie er dem Panhellenion vorgelegt werden sollte,besorgt hatte, aber sich weigerte seinen Namen zu unterzeichnen, und zwar ausBesorgniß, daß man ihm wenigstens eine Mitwissenschaft bei der Abfassung zu-schreiben würde, zu welcher er sich als Doctor der Rechte bei der Universität inFrankreich um so weniger bekennen dürfte, als darin selbst die ersten Grundsätze je-der Gesetzgebung auf eine Weise verletzt seien, für welche er irgend eine Verantwort-lichkeit unmöglich übernehmen könne. **) In gleichem Sinne weigerte sich Du-tums, den ihm zur Zeit des Nationalcongresses zu Argos vom Präsidenten gemach-ten Antrag, daß er als activeS Mitglied in den gesetzgebenden Rath, in welchemGenatas und Viaro Kapodistrias die entscheidendsten Stimmen haben sollten, ein-treten möchte, anzunehmen. Da die Meinungen jener Manner, welche schondurch ihre äußere Stellung, ja selbst durch ihr Alter, weit über ihm standen, über

*) Die ausführlichsten Nachrichten über das gesammte Unterrichtswesm gibt dererwähnte Bericht des SraatssecretairS für die geistlichen Angelegenheiten und dmöffentlichen Unterricht vom 6. Febr. 1331, welcher sich nebst mehren bezüglichenActenstücken in den „lettre« et llocumens etc." S. 56 — 92 befindet. Gegenbe-merkungen in seiner Weise macht mit manchem Treffenden der ,.(lourr!er <le Smz'r-nc" vom 27. März und 3. April. Über die Unruhen in der Centralschule findensich die besten Aufschlüsse in der erwähnten Flugschrift „Zr,uu,xrc-welche überhaupt Alles, was sich gegen das Kapodistrias'sche Erziehungssystem sa-gen läßt, freilich nur mit der Bitterkeit des Parteihasses, gesagt hat. Ruhiger istDlltrüne, „Uxtrsitü etc.", S. 23 fg.

**) Dutröne, „Lxtrnits etc.", S. 6 fg. Als unter Anderm Duträne sein Er-staunen darüber zu erkennen gab, daß man in Crinu'nalsällen die Entscheidung ei-nem einzigen M-micipal- oder Rcgicrungsbeamten anHeim stellen wolle, antworteteihm Viaro Kapodistrias mit der größten Gleichgültigkeit: „1>e Gouvernementpourra f-Ure revi^er pz.r 6e.i commisslons speciales les srrst», c^ui ne lui cvnvien-llront point."