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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
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264
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Griechenland

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macht haben, im Lande selbst eine Anleihe von 300,000 Phönix zu eröffnen; al- I i 'lein die Subfcription soll nur auf 00,000 Phönix gebracht worden sein. Wieder-holte Bitten um die Eröffnung der versprochenen Anleihe oder die Fortsetzung der l«!'geleisteten Subsidien waren ebenso dringend, als sie erfolglos blieben. Selbst Ey-nard's edler Eifer scheiterte an der Bedrängniß der Cadincte, in welche sie zu An-fange des Jahres 1331 durch Verhaltnisse versetzt waren, welche ihren eignen In-teressen viel näher lagen als Griechenlands trauriges Schicksal. Wahrscheinlichauf Veranlassung des Präsidenten entwarf Eynard im Jan. 1831 zu Rom eineDenkschrift an die Minister des Königs und die beiden Kammern zu Paris, woriner nicht allein bewies, daß es das eigne Interesse der vermittelnden Mächte, vor-züglich aber Frankreichs Ruhm und Ehre verlange, Griechenland in seiner höchstenNoch die hülfreiche Hand nicht zu entziehen, sondern auch darzuthun versuchtedaß der griechische Staat selbst Mittel genug besitze, für eine Anleihe die nöthiqeSicherheit zu gewähren, wenn sich nur die verbündeten Höfe dazu verstehen woll,ten, fürerst die erfoderliche Garantie zu leisten. Und sei man für jetzt nicht imStande, hierauf einzugehen, so solle man wenigstens noch einen Vorschuß von000,000 Fr. machen, welcher bei lener Anleihe in Abrechnung gebracht werdenkönnte und Griechenland vor den Schrecken der furchtbarsten Anarchie bewahrenwürde; überdies sei Frankreich auf die versprochenen Subsidien noch mit einerSumme von 1,645,301 Fr. in Rückstand, auf welche die griechische Regierunggern verzichten wolle, sobald das französische Cabinet nicht zögern werde, durchschleunige Übersendung jener 900,000 Fr. der dringendsten Noth abzuhelfen undzu der größern Anleihe angemessene Vorbereitungen zu treffen. *) Auch dieseVorstellungen aber blieben völlig unbeachtet. Mit Schmerzen gestand Eynardzehn Monate später, als die traurigen Ereignisse eingetreten waren, die er mit trü-ber Ahnung vorhergesehen hatte, daß er allein damals durch schleunige Hülfe gro-ßes Unglück verhütet habe*^); von den vermittelnden Machten erhülr Griechen-land vor des Präsidenten Ausgang nicht die geringste Unterstützung.

In einzelnen Zweigen der öffentlichen Verwaltung war indeß um diese Zeitmehr geschehen, als man unter solchen Umstanden hätte erwarten dürfen. We-sentliche Fortschritte in der Erziehung und Bildung der Jugend können selbst Die-jenigen nicht verkennen, welche die Mangel des öffentlichen Unterrichts mit dergrößten Strenge rügen zu müssen glaubten. Die Vermehrung der Schulen inollen Theilen deS Staats, vorzüglich im Lauf der Jahre 1830 und 1831, ist eineunbestreitbare Thatsache; geschah dabei viel, in manchen Gegenden vielleicht dasMeiste von Seiten der Gemeinden, so widmete ihnen auf der andern Seite auchdie Regierung eine ausgezeichnete Sorgfalt. Den besten Beweis dafür gibt derBericht über Bestand und Einrichtung der Schulen in allen Theilen des Staats,welchen der StaatSsecretair für die geistlichen Angelegenheiten und den öffentlichenUnterricht, N. Ehrysogelos, der Regierung im Febr. 1831 mittkeiltc. In Bezugatlf die unter unmittelbarer Leitung der Regierung stehenden Lehranstalten ersehenwir daraus, daß das Waisenhaus auf Ägina noch 407 Zöglinge zahlte, obgleichim Laufe des Jahres 122 Knaben auf Kosten der Regierung rheils zu weiterer ^Fortbildung ihrer Studien in höhere Bildungsanstalren eingetreten waren, theilsunter Obhut des Dircctors sich irgend einem andern Berufe gewidmet hatten. Umdieselbe Zeit befanden sich in der Vorbereitungsschule aufÄgina 227, und in derEentralschule daselbst 122 Schüler. Im Peloponnes zählte man damals 19 hö-

') Diese Denkschrift findet sich in den erwähnten „Uettre» et llvcumeiis etc."unter der Aufschrift: ,,l3ute Sur in (?rece".

**) Die Summen, welche Eynard seit dem Febr. 133l nach Griechenland ge-schickt bat. können wir nicht näher angeben; der „0ourri«r eis Km^rn«" erwähntim April 200,000 Fr.