Griechenland
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Werth machen mochte, die ihm Erleichterung versprach, ohne ihn der Hoffnung auffortdauernden Einfluß zu berauben; wir wollen durchaus kein Gewicht darauf le-gen, daß Kapodistrias die Ankunft des Prinzen auf jede Weise zu beschleunigensuchte, und daß er selbst die Adressen veranlagte, welche von Seiten der Griechen,fast wider Willen, an den Souverain abgeschickt wurden *); aber wir glauben destomehr auf das Benehmen des Prinzen Leopold aufmerksam machen zu müssen, wel-ches er beobachtete, noch ehe irgend eine Mittheilung des Präsidenten darauf Ein-fluß gewinnen konnte. Hatte er sich, wie man fast annehmen möchte, mit der de-finitiven Erklärung auf die Protokolle vom 3. Febr. etwas übereilt, so ward er da-gegen um so vorsichtiger, als es zur Erledigung der Punkte kam, von welchen erdie eventuelle Übernahme der Souverainetat des neugriechischen Staats noch ab-hängig gemacht hatte. Daß in dieser Beziehung das Protokoll vom 20. Februarseinen Wünschen nicht entsprechen konnte, ergibt sich aus den wenigen Andeutun-gen zur Genüge, welche wir oben darüber mittheilten. Schon die Unterhandlun-gen wegen der zu bewilligenden Subsidien, worüber sich das Protokoll in ganz un-genügender Allgemeinheit ausgesprochen hatte, gaben Veranlassung zu gegenseiti-gen Erlauterungen, welche zuerst auf Seiten des Prinzen ein gewisses Mistrauengegen die Absichten der vermittelnden Machte erweckt zu haben scheinen. Absicht-lich vermied er seit dieser Zeit alle persönliche Berührungen mit Männern, bei wel-chen er einer bestimmten Darlegung seines Entschlusses nicht leicht ausweichenkonnte. Am auffallendsten zeigte sich dies während seines Aufenthalts zu Paris,wohin er sich im Marz begeben hatte, um über die Gesinnungen des französischenCabinets Gewißheit zu erlangen. Privatmittheilungen zuverlässiger, über denZustand und die Stimmung des griechischen Volkes wohlunterrichteter Männersollen hier nicht ohne Einfluß auf die Gesinnung des Prinzen geblieben sein. Ge-wiß ist, daß er weder mit den Gesandten der vermittelnden Machte in nähere Ver-bindung trat, noch den in Paris gegenwartigen Griechen, welche sich ihm vorstel-len wollten, den Zutritt gestattete. Bloß um den Schein einer Beleidigungzu vermeiden, ersuchte er vor seiner Abreise von Paris, am 27. April, den Für-sten Souzo schriftlich, jenen Griechen sein Bedauern auszudrücken, daß er sienicht habe sehen können, und bat ihn zugleich, sie als Gesandter des Souverainsvon Griechenland am Hofe Karls X. in seinem Namen zu empfangen. Über-haupt war seine schnelle Abreise von Paris, welche, wie man allgemein wußte, erst12 Tage später stattfinden sollte, ebenso auffallend als sein rathselhaftes Beneh-men wahrend seines Verweilens. Man schrieb jene zwar den beunruhigenden Nach-richten zu, welche der Prinz den Abend vorher durch einen außerordentlichen Cou-rier über die Krankheit des Königs von England erhalten haben sollte, man wußteaber auch, daß der Herzog von Wellington beabsichtige, angeblich den 30. April,dem Parlamente die auf die griechischen Angelegenheiten bezüglichen Papiere vor-zulegen, was die Gegenwart und eine bestimmte Erklärung des Prinzen zu erhei-schen schien. Freilich war es damals auch schon kein Geheimniß mehr, daß derPrinz Willens sei, auf die bereits angenommene Souverainetät zu verzichten. Diefranzösischen Blatter sprachen darüber mit der größten Bestimmtheit, wahrend dieBevollmächtigten der vermittelnden Höfe und das englische Ministerium diesemGerüchte um so weniger Glauben schenken wollten, weil der Hauptpunkt, woransich Leopold noch gestoßen hatte, zur Genüge erledigt zu sein schien.
Nach einiger Zögerung von Seiten Englands nämlich waren die bei der Pa-cisication Griechenlands betheiligken Mächte übereingekommen, den Federungendes Prinzen in Bezug auf die zu bewilligenden Subsidien völlig nachzugeben, und
Interessante Aufschlüsse hierüber gibt der ehemalige Capitata beim General»siabe der griechischen Truppen Dutrone in seinen ,,1lxtruits «le la eorresponsancsavec N. I« presiäe-nt (Parts 1831), S. 16.
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