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Zweiter Band (1833) F bis L
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Griechenland

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griechischer Sprache, zur Genüge bewiesen. Gerade dieser Punkt gab daher auchder Opposition, welche namentlich gegen das Ende des Jahres 1829 durch denBeitritt mehrer einflußreicher Manner, des Generals Church, des ehemaligenStaatssecretairs Trikupis, eines Maurokordatos, Zaimis, Zogratos, Dolianis,Konduriottis, Miaulis u. s. w., welche sammtlich ihren Stellen entsagt hatten,sehr an innerer Kraft gewann, Veranlassung genug zu gegründeten Beschwerden.Die Meinung, der Präsident sei am Ende nichts als ein russischer Agent, welcherGriechenland nur zu einer Provinz des russischen Kaiserreiches zu machen trachte,ward lauter als je zuvor und fand, so sehr auch das Benehmen des PetersburgerCabinets und die Wachsamkeit der beiden übrigen vermittelnden Machte damit inWiderspruch standen, vorzüglich nach dem Frieden zu Adrianopel *) überallGlauben. Ein gewisses vertrauliches Verhaltniß zwischen Kapodistrias und demrussischen Residenten bei der griechischen Regierung, Graf Bulgari, welcher Jenenbei seinen Reisen durch das Land wahrend des Jahres 1829 begleitet hatte, derzufallige Umstand, daß sich dabei der Präsident meistens russischer Schiffe bediente,die bedeutenden Geschenke des russischen Hofes an Geld und Waffen (erst im No-vember 1829 hatte die russische Fregatte Elisabeth 8900 Stück Gewehre und 12Feldstücke als ein Geschenk des Kaisers Nikolaus überbracht), endlich das durchden „Oliurrier Ue Lin^rim" verbreitete Gerücht, daß der Präsident den Ankaufvon Ländereien in Griechenland durch russische Unterthanen begünstige, während erFranzosen und Engländer davon abzuhalten suche, dies waren etwa die triftigstenBeweise, welche man zur Bestätigung jener Meinung vorzubringen pflegte. Undin der That war das Letztere auch insofern nicht ganz ungegründet, als der Präsi-dent öfter zu verstehen gegeben hatte, daß er den überwiegenden Einfluß fremderAnsiedler für nachtheilig und mit den Planen der Regierung für unvereinbar halte.Selbst die von den Griechenvereinen zu Neuyork und Boston durch De. Howe imLaufe des Jahres 1829 bei Hexamilia gegründete Colonie (Washingtons), welchedoch nur den Flüchtlingen von Scios, Aivali und Athen eine Freistatt bieten sollte,wurde, wie es scheint, von dem Präsidenten sehr wenig begünstigt. Obgleich dieRegierung anfangs den neuen Ansiedlern das Land auf fünf Jahre steuerfreizugesagt hatte, 'so soll der Präsident doch späterhin der Erweiterung der An-lage so viele Schwierigkeiten in den Weg gelegt haben, daß die Gründerihren ursprünglichen Plan, 109 Familien anzusiedeln, aufgeben mußten, unddie ganze Gemeinde zu Anfange 1830 erst gegen 40 Familien zählte. Der-gleichen Dinge dürfen wir freilich nicht aus den Augen verlieren, wenn wirdie ungünstigen Berichte über den Zustand Griechenlands in der damaligenZeit, welche uns durch Reisende und Oppositionsblätter zukamen, mit den Lobre-den einiger Griechenfreunde vereinigen wollen, welche es bereits in den ersten

*) Merkwürdig ist in dieser Beziehung ein Aufsatz, welcher, angeblich von ei-nem Griechen verfaßt und von dem Redacteur ins Französische übersetzt, am 6. De-cember 1329 im „Lourrier lls 8lll^rne" erschien, aus welchem er in die „Allge-meine Zeitung", 18Z0, Nr. ZI — ZZ, übergegangen ist. Dabei fiel es freilichNiemanden ein, daran zu erinnern, daß eigentlich Frankreich die Macht sei, welchefactisch den meisten, gleichviel ob gefahrlichen oder heilsamen, Einfluß in Griechen-land gewonnen hatte. Treffende Bemerkungen darüber theilt das „Kortll ^meri-can review", Nr. 74, Januar 18Z2, S. 8 fg., bei Gelegenheit der Anzeige vonAnderson's „Observntions upon tbe stklopvnnesus null ttis greelc Islsnäs MÄlisin 1829", aus dem zu Boston erscheinenden „IVlissionnr^ llernlcl" mit. Wir wol-len nicht entscheiden, mit welchem Rechte der Verfasser behaupten konnte: „Idvdreelcs nre in flanAsr ok bkinZ flooäeck witb 1 ronoll inflflelit^"; aber am Endewar diese „k'renoll inflüelitz?" doch weiter nichts als der von den Franzosen ge-nährte Freiheirssinn, welcher der Regierung, vorzüglich nach der Juliusrevolurion,als jenes furchtbare Schreckbild erschien, von dem sie sich um so heftiger verfolgtglaubte, je mehr sie es zu fliehen suchte,