Goldfuß
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zweckmäßiger Ersparnisse, der Gesammtertrag der Staatseinnahme wäre vermin-dert worden. Während der vier Jahre, in welchen er die Finanzverwaltung leitete,wurden die Abgaben um nicht weniger als neun Millionen Pfund gemindert, under war dabei besonders auch darauf bedacht, die bedeutenden Erhebungskostenherabzusetzen. Er nahm zu gleicher Zeit thätigen Antheil an den übrigen Angele-genheiten, welche die Minister und das Parlament beschäftigten, und beförderteHuskisson's Bemühungen, die Fesseln des Handels zu lösen, wie die Emancipa-tion der Katholiken. Vorzüglich hatte die freisinnige Politik Canning's, seit dieseim Cabinet überwiegenden Einfluß gewann, auf Robinson's Ansichten wohlthätiggewirkt, der daher um so weniger Bedenken trug, im Staatsdienste zu bleiben, alsjener 1827 an die Spitze der Verwaltung kam, und das Ministerium der Colonienzu übernehmen. Bald nachher ward er zum Discount Goderich von Nocton er-hoben, um die Sache des Ministeriums im Oberhaufe zu führen. Als er nachCanning's Tode als erster Lord der Schatzkammer an das Staatsruder gelangtwar, fühlte er bald, daß es ihm an Kraft und persönlicher Überlegenheit fehlte, diestreitenden Elemente des Ministeriums wie fein Vorgänger zu vereinigen, und ernahm nach wenigen Monaten seine Entlassung. (S. England.) Ohne unterWellington's Ministerium auf die Seite der Opposition zu treten, blieb er stand-haft seinen Grundsätzen treu und trat bei mehren Verhandlungen über Handelund Finanzvcrwaltung im Parlament auf. Als Grey die Leitung der öffentlichenAngelegenheiten erhielt, übernahm Lord G. wieder das Ministerium der Colonien.Er unterstützte die Reformbill mit Eifer, und sagte bei den Verhandlungen über diezweite Lesung derselben, er habe ihr das Opfer mancher vorgefaßten Meinung, per-sönlicher Vorliebe und mancher werthen Zuneigung gebracht, Opfer, die er nichthätte bringen können, wenn ihn nicht das Bewußtsein redlicher Absichten erhobenund der Entschluß geleitet hätte, persönliche Rücksichten dem Wohle des Vaterlan-des nachzusetzen. Er war im Anfange seiner parlamentarischen Lausbahn ein et-was pedantischer Redner, und obgleich er auch jetzt weder durch Scharfsinn nochdurch eindringlichen Vortrag sich auszeichnet, so macht ihn doch seine vertraute Be-kanntschaft mit den wichtigsten Verwaltungszweigen zu einem achtungswerthenSprecher in den Verhandlungen.
Gold fuß (Georg August), Professor der Zoologie und Mineralogie ander Universität zu Bonn, ward am 18. April 1782 zu Thurnau bei Baiceuth ge-boren. Er studirte zu Berlin und Erlangen Medicin. Der 1806 ausgebrocheneKrieg verhinderte die Ausführung einer naturhiftorischen Entdeckungsreise, wozuerfich vorbereitet hatte. Früher Privatdocent in Erlangen, ward er 1818 nach Bonnberufen, wo er noch jetzt sich befindet und die Oberaufsicht über das zoologische Mu-seum sowie die Petrefactensammlung, beide im Schlosse Poppclsdorf, führt, unddas naturhistorische Seminar leitet. Seine schriftstellerische Laufbahn eröffnete ermit einigen kleinen Schriften entomologischen Inhalts, wovon die eine, „Limine-ratio msectorum eleutlmratoi-uin" (Erlangen 1805), für die entomologische Geo-graphie wichtig ist. Willkommen war dem Liebhaber von Naturschönheiten sowolals dem Geologen seine „Beschreibung der Umgegend von Müggendorf und derdortigen Höhlen" (1810), in welcher Arbeit er sich zuerst als paläontographischenForscher zeigte. Dieser kleinen Topographie folgte bald eine größere, die mitK. G. Eh. Bischoff gemeinschaftlich bearbeitete „Beschreibung des Fichtelgebirges"(2 Bde., Nürnberg 1816). Seine Verbindung mit Nees von Esenbeck gab zuverschiedenen Forschungen Veranlassung und zur ersten Darlegung seiner Ansich-ten über zoologische Systematik in seinem Werke: „Über die Entwickelungsstufendes Thierreichs" (Nürnberg 1817). Als eine weitere Ausführung dieser Ideenerschien 1821 sein „Handbuch der Zoologie" (2 Bde., Nürnberg), dem jedochdie Kritik nicht günstig war, da besonders das in demselben aufgestellte System