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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
186
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manchen Mängeln unterliegt, namentlich darin, daß es den Rahmen eines soge-nannten natürlichen Systems gibt, in welchem viele Fächer sich umgestellt zeigenEr selbst hat diese Mängel gefühlt und sie in einer neuen, zwar verkürzten, dochauch wieder reichern Umarbeitung: „Grundriß der Zoologie" (Nürnberg 18A),größtentheils verbessert. Seine 1821 unternommene Fortsetzung der „Naturge!schichte der Säugthiere" von Schreber hat den verdienten Beifall gefunden. Einschätzbares Werk: „Naturhistorischer Atlas" (Düsseldorf), scheint G. seine Ent-stehung zu verdanken, wenigstens liefert er den erläuternden Text zu demselben.Die Errichtung des naturhistorischen Seminars gab ihm Gelegenheit, seine An-sichten über solche Anstalten in einer kleinen Schrift: „Ein Wort über Bedeu-tung naturwissenschaftlicher Institute" (Bonn 1821), auszusprechen. Sein wich-tigstes Werk: „Abbildung und Beschreibung der Petrefacten" (Düsseldorf 18Z6,gr. Fol.), hat nicht bloß an dem Museum in Bonn, sondern auch an der anerkanntklassischen Sammlung des Grafen Münster die reichhaltigsten Quellen. Mankann dasselbe ohne Übertreibung hinsichtlich der Ausführung auch von Seiten desLithographen sowie in Ansehung des innern Reichthums ein klassisches Werknennen, jedem Paläontographen, Geologen und Zoologen unentbehrlich, welchesfür dieJnvertebraten Das zu werden verspricht, was Cuvier's „Osseinens fossiles"für die Vertebraten sind, welchem letztem Werke es unbedenklich an die Seite ge-stellt werden kann. Es erscheint in Lieferungen von 25 Tafeln mit ausführli-chem Text und enthält außer der genauesten Beschreibung der Arten auch viele neueGattungen, deren Aufstellung bei der Möglichkeit der Vergleichung so vieler Exem-plare dem Bearbeiter sich gleichsam aufdrang. Bereits wurde die dritte Lieferungausgegeben, in welcher eine Übersicht der ausgestorbenen Thiere der Vorwelt, de-ren Reste sich in der Juraformation finden, besonders auch für den Laienviel Anziehendes hat. (67)

Gö scheu (Johann Friedrich Ludwig), Hofrath und Professor der Rechte zuGöttingen, wurde am 16. Febr. 1778 zu Königsberg geboren, wo sein VaterMünzdirector war. Er erhielt seine Schulbildung auf der Domschule zu Magdeburgund bezog 1794 die Universität Königsberg, von 1796 — 98 Göttingen. Da ihnaber hier mehr die Naturwissenschaften als die Jurisprudenz, welcher er sich gewid-met hatte, anzogen, so verließ er die Universität mit der Absicht, sich ganz der PHDund Chemie zu widmen und diese mit dem Studium der Landwirthschaft zuverbinden. Nachdem er sich zu letzterm Zwecke einige Zeitlang auf den Güterndes Grasen von Veltheim bei Helmstedt aufgehalten, kaufte er 1800 ein nichtweit von seiner Vaterstadt gelegenes Landgut, dessen Bewirthschaftung aber seineganze Thätigkeit erfodcrte. Unglücksfälle bestimmten ihn, dieses Gut 1804 zuverkaufen und die praktische juristische Laufbahn einzuschlagen. Er begab sich da-her nach Magdeburg; aber die Kriegsercignisse des Jahres 1806 schnitten ihm dieAussicht auf eine Anstellung ab und bestimmten ihn nach Berlin zu gehen, wo erauch blieb, als 1807 das linke Elbufer von Preußen abgetreten ward. Hier, imUmgange der geistreichsten Männer, Spalding, Heindorf, Buttmann, Schleier-macher, I. F. G. Delbrück u. A., erwachte sein wissenschaftlicher Sinn, der sich, an-geregt durch Hugo's und Savigny's ihm bisher fremd gebliebene Werke, mit großemEifer dem gelehrten Studium des römischen Rechts zuwendete. Letzterer mun-terte in Verbindung mit dem geistreichen Niebuhr seine Thätigkeit auf. G. warder Erste, der die juristische Doktorwürde auf der neugestifteten Universität Berlinund zwar aus den Händen feines nachherigen College« Eichhorn (1811) erhielt.Schon im Nov. dieses Jahres ward er zum außerordentlichen, im Febr. 1813zum ordentlichen Professor der Rechte ernannt. Als 1816 die berliner Akademieder Wissenschaften zwei Gelehrte nach Verona sandte, um die daselbst von Niebuhrentdeckten Schätze des römischen Rechts zu heben, ward er auf Savigny 's An-