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waren Veranlassung, daß er oft über die Einrichtung größerer Jndustrieanstalten,über Verbesserungen der böhmischen Eisenwerke und bei andern Gelegenheiten zuRache gezogen wurde, und seit 50 Jahren ist fast keine bedeutende Unterneh-mung in Böhmen ohne seine mittelbare oder unmittelbare Theilnahme zu Standegekommen. Von seinen frühern Werken nennen wir vorzüglich: „Zwei Abhandlun.gen über Frachtwagen und Straßen" (Prag 1813), worin er besonders die Frageüber die Verbindung der Moldau und Donau durch einen Canal untersucht. SeinHauptweck aber ist sein „Handbuch der Mechanik" (erster und zweiter Band unddes dritten Bandes erste Abth., Prag 1831 — 32,4.), das sein Sohn, FranzAnton, RittervonG., herausgibt. Dieser erhielt seit 1815 seine Bildung indem technischen Institut zu Prag und wurde 1818 als Lehrer der Geometrie andem polytechnischen Institute zu Wien angestellt. Die Ausführung der von sei-nem Vater vorgeschlagenen Eisenbahn zwischen der Moldau und Donau ward ihm1824 aufgetragen. Nachdem er sich von dieser Unternehmung wieder getrennthatte, besuchte er zum zweiten Mal England, wo er auch den größten Theil desJahres 1829 zubrachte. So theoretisch und praktisch vorbereitet und bekannt mitden neuesten, in England durch die Erfahrung bewahrten Constructionen, bear-beitete und bereicherte er die im technischen Institut zu Prag gehaltenen Vortrageseines Vaters in jenem Werke, das in der Literatur der mechanischen Wissenschaf-ten als eine ausgezeichnete Leistung anerkannt ist.
Ge Werbausstellungen, s. Gewerbvereine.
Gewerbfreiheit. Nachdem das Zunftwesen sich im Laufe der Jahr-hunderte immer mehr von seiner ursprünglich zeitgemäßen und der Ausbildung derGewerbe förderlichen Richtung entfernt hatte und in große Misbrauche ausgeartetwar, wodurch die Entwickelung der Talente und der Erfindungsgabe gehindertwurde, trat zuerst in der Mitte des 18. Jahrhunderts in Frankreich QueSnay,das Haupt der Phpsiokraten, und dann in England Adam Smith, der un-sterbliche Gründer der Wissenschaft der Nationalökonomie, auf, um die Grundsatzeder Gewerbsreihcit zu verkündigen und mit unwiderfprechlichen Gründen nach-zuweisen, daß die naturgemäße Entwickelung und Vermehrung des National-reichthums von der persönlichen Freiheit abHange, Kräfte, Talente, Künste undKenntnisse nach Belieben anzuwenden und auszuüben, soweit dieses mit den Grund-sätzen der Gerechtigkeit und der allgemeinen Wohlfahrt vertraglich ist. Mit dieserLehre verbreitete sich immer mehr die Uberzeugung, daß Gewerbszwang, PrivilegienGewerbscorporationen, Bann- und Realrechte, geschlossene Zünfte und Meister-schaften die Vermehrung des Nationalreichthums, die Entwickelung der persönlichenFreiheit und den Aufschwung des Talents hemmen. Diese Theorie wurde zuerstin Frankreich in Anwendung gebracht, indem bereits unter Ludwig XVI. auf denAntrag des Ministers Turgot 1772 die Zünfte aufgehoben wurden. Doch wardas alte Übel des Zunftwesens gerade in Frankreich zu tief eingewurzelt, als daß esauf einmal hatte ausgerottet werden können. Es erhob sieh daher gegen dieses Ge-setz eine so große und allgemeine Opposition, daß von Turgot's Nachfolger, dernicht Kraft, Einsicht und Geschicklichkeit genug hatte, um dasselbe aufrecht zu er-halten, die Zünfte wiederhergestellt wurden. Erst die französische Revolutionbrachte Turgot's Werk zur Reife, und der Nationalconvent verkündigte zugleichmit der allgemeinen Freiheit und Gleichheit die Gewerbfreiheit. Alle Vorschriftenüber Lehrzeit, Gesellenjahre, Meisterproben, Zunftgeschworene, alle Bann- undRealrechte wurden aufgehoben, und jeder Staatsbürger erhielt das Recht, jedesGewerbe, ja sogar mehre verschiedene zugleich nach Belieben zu betreiben, und nurder Gcfundhcitspolizei blieb eine Aufsicht über die Gewerbe zur Verhütung gemein-schädlicher Folgen vorbehalten. Dieser plötzliche Umsturz aller althergebrachtenRechte, Observanzen und Verfassungen der Gewerbtreibenden wurde in einer Zeit