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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
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Geographische Gesellschaften

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Beweggründe, welche die Stiftung der ersten geographischen Gesellschaft, der zuParis, geleitet haben. Mehre Gelehrte dieser Stadt, an ihrer Spitze der DaneMalte-Brun und der rastlos thatige Barbie du Bocage, versammelten sich am 19.Iul. 1819, um sich über den Entwurf eines Reglements zu diesem Behufe^zu be-rathen. Manner von anerkanntem Werth, deren Namen langst schon einen gutenKlang im Gebiete der Literatur hatten, wurden mit der Abfassung desselben beauf-tragt. Es warenBarbie du Bocage, Fourier, Jomard, Langles, Letronne, Malte-Brun, Rossel und Walckenaer. Ein Präsident, zwei Vicevorsteher, ein Generalfecre-tair, zwei Scrutatoren, ein Schatzmeister und ein Bibliothekar, der zugl-eich dieStelle eines Archivars bekleidet, leiten die Geschäfte. Die pariser geographischeGesellschaft trat gleich in ihrem ersten Stiftungsjahre mit derselben Thätigkeit auf,welche sie noch heute auszeichnet. Sie läßt Reisen in unbekannte Gegenden unter-nehmen, schlägt Preise vor und erkennt sie zu, ermuntert durch Geldunterstützung,führt einen ausgebreiteten Briefwechsel mit andern gelehrten Gesellschaften, unterhaltCorrespondenten auf den wichtigsten Punkten der beiden Hemisphären, fordert Be-richte und Werke zum Drucke und läßt Karten stechen. Die thätigsten Mitglieder sind 'Jomard, der sich die Kenntniß von Afrika und hauptsachlich von Ägypten zur Haupt-aufgabe seiner Studien gemacht zu haben scheint, Warden, der als geborener Ame-rikaner eine natürliche Vorliebe für alles Amerikanische hat, Eyries, Larenau-diere, Klaproth, Brue, Davesac, Roux de Rochelle, Carabocvf, Balbi, Bottin,Laroguette, Merlin, Cadet de Mch, Dincme, Ferussac, Sueur, Denaix, Beau-temps-Beaupre, Coquebert de Montbret, Bruguiere, Douville, und die Welt-umsegler Freycinet, Duperrey und Dumont d'Urville nebst dem Jngeni^urgeo-graphen Lapie. Auf den Vorschlag eines nun verewigten Stifters dieses Ver-eins, des Contreadmirals de Rossel, ist das Kartendepot der königlichen Bi-bliothek erweitert und Jomard als Conservator angestellt worden. Schon182? zählte die Gesellschaft mehr als 890 Mitglieder, welche entweder mem-bres sc)iisclij>teurs sind, d. h. die jährlich 86 Francs Beitrage geben, und beiEmpfang des Diploms 25 Francs in die Casse zahlen, oder uunndres ckonutenrs,die beim Eintritt einmal für allemal eine gewisse Summe niederlegen, deren Mi-nimum 300 Francs ist. Sie hat Verbindungen in allen Theilen der Erde ange-knüpft, sodaß ihr keine neue Entdeckung lange verborgen bleiben kann. Die Zahl derauswärtigen Ehrenmitglieder ist auf 18 festgesetzt. Zur Aufmunterung sind Preisein Medaillen von 10,000, von 1000, 300 und 100 Fr. für die wichtigste geo-graphische Entdeckung, oder für die neueste die Wissenschast fördernde Notiz, diean das Institut gelangt. Den ersten Preis vom I. 1830 hat der berühmte Dou-ville für seine Reise nach Angola und Benguela erhalten.

Dem Beispiel von Paris folgte zuerst Florenz. Schon 1824 waren inToscana einige Freunde der Wissenschaft zur Stiftung einer Gesellschaft für Geo-graphie, Statistik und Naturgeschichte zusammengetreten und legten am 26. Nov.dem Großherzog den Entwurf und die Statuten derselben vor, welche alsbald geneh-migt wurden. Die Begründer waren: Ritter von Antinori, GrafJ. de Bardi, I)r.P. Betti, Marchese Cino Capponi, Dr. G. Cioni, L. Fabbroni, Ritter I. Frullani,Professor I. Garreri, Professor P. Jnghirami, Professor G. Libri, Professor F.Nesti, G. P. Pagnorri, Dr. C. Passerini, Marchese C. Ridolsi, Professor I.Taddei, Professor A. Targioni Torretti, Dr. F. Tartini Salvatici, G. P. Vieus-sieux, Dr. A. Zuccagni Orlandini. Diese Männer hatten bei dieser neuen Stiftungdie helvetische Gesellschaft der gcfammten Naturwissenschaften vor Augen, welcheseit 1815 sich so große Ansprüche auf die Theilnahme der Menschenfreunde undGelehrten aller Lander erworben hat. Während die Idee zur Reife gelangte,sah die Stadt Catania in Sicilien ihre(lioienia ckelle science ^eo^raücbe c?»Mun>I>" ins Leben treten, welche bald in voller Wirksamkeit preiswürdige Arbel-

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