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Geen
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Geer (Familie)
rücksichtigt, kaum anders als durch eine, nach der Ablagerung und Festwerdungder ursprünglich horizontalen Flötzschichten erfolgte Emportreibung der altern undtiefern Gebirgsmafsen erklaren; daher denn auch schon früher diese Ansicht, wel-cher zufolge die steilen Flötzschichten als die aufgerichteten Ränder der durchbro-chenen Thcile der äußern Erdkruste zu betrachten sind, manche Anhänger fand.Seit nun aber der plutonische oder eruptive Charakter für die Basalte, Trachyte,Porphyre und meisten Granite dargethan worden ist; seit Leopold von Buch dieConvulsionen nachgewiesen, welche die tiroler Gebirge bei der Emportreibung desAugitporphyrs erlitten; seit aus allen Gegenden der Erde immer neue Beweise fürdie spätere Emporhebung jener Massen und für die dabei stattgefundenen Zei-reißungcn, Zertrümmerungen und Aufrichtungen der Flötzschichten gesammelt wur-den— hat die Lehre von der Gebirgserhebung ein immer weiteres Feld, eine im-mer tiefere Begründung gewonnen. Nur ist freilich zu wünschen, daß diese höchstfruchtbare und selbst in praktischer Hinsicht beachtungswerthe Theorie sich nichtvoreilig in zu allgemeine Behauptungen einlassen möge, wie dies namentlich mitElie de Beaumont's höchst genialen, aber die Erfahrung doch etwas zu kühnanticipirenden Darstellungen der Fall sein dürfte. Er glaubt nämlich für alleGebirgsketten von paralleler Richtung eine gleichzeitige Emporhebung geltend ma-chen zu können und sucht aus den bekannten Altersverhältnissen derjenigen se-dimentairen Bildungen, welche die verschiedenen Gebirgsketten einestheils in ge-neigten, anderntheils in horizontalen Schichten umgeben, die Epochen und die An-zahl der stattgehabten Erhebungen auszumitteln, zugleich auch aus den jede Er-hebung begleitenden Kataklysmen die Verschiedenheiten der aufeinanderfolgen-den Flötzbildungen und Organisationsperioden zu erklären. Über die allgemeineUrsache der Gebirgserhebung hat Cordier den großartigen Gedanken aufgestellt,daß solche in der allmäligen Abkühlung des Erdballs und in der dadurch beding-ten Contraction seiner äußern Kruste zu suchen sei, welcher zufolge nicht nurSpalten entstehen, sorwern auch feste und flüssige Massen aus den, Innern derErde gewaltsam hervorgedrangt werden mußten. (k9)
Geen (van), Generallieutenant in niederländischen Diensten, gehört zuden kräftigem Waffenbrüdern Chasse's und zu den erfahrenem Feldherren Hollandsaus Napoleons Schule. Er befehligte 1? Jahre lang eines der größern Trup-pencorps des Königs Wilhelm, und leistete durch seinen entschlossenen Much, seineBesonnenheit und unerschütterliche Treue bei der Abtrünnigkeit und dem Unver-stände so vieler andern Oberoffiziere der Sache seines Vaterlandes wesentlicheDienste, namentlich aber als er Nordbrabant gegen die Verführungen und Angriffeder insurgirlen Belgier zu vcrtheidigen hatte. Die öffentliche Meinung verherr-lichte ihn nach Chasse und dem Prinzen Bernhard von Sachsen-Weimar am mei-sten, und seine anziehende, biedere Persönlichkeit machte ihn zum Liebling derTruppen, die er anführte. Über einige seiner Operationen und Schritte in der,unmittelbar dein Augustfeldzug vorangegangenen Epoche haben die Meinungenverschiedenartig sich geäußert; allein manche Umstände werden erst in der Folgevöllig klar ans Licht kommen und den Beweis liefern, daß dieser General stets nurauf die würdigste Weise sich benommen hat. (33)
Geer (Karl, Graf de) stammt aus einem alten niederländischen Geschlechte,dessen Ahnen bis ins 12. Jahrhundert sich nachweisen lassen, und das unter einemseiner Vorfahren, Reginald de Hamal, den Namen de Geer annahm. Von die-sem stammt Louis de G., welcher, 1687 zu Amsterdam geboren, auf GustavAdolfs Einladung 1620 mit unermeßlichen Reichthümern und, was noch wichti-ger war, mit vielen, damals im Norden äußerst seltenen technischen Kenntnissennach Schweden kam und sich in Enköping niederließ. Er lieh dem Könige beträcht-liche Geldsummen, rüstete auf eigne Kosten mehre Schiffe gegen die Feinde des