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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
127
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K, Gamba (Ritter von) Gamba (Bartolomeo) 127

Mlf seine eignen Kosten zu errichten Willens war. Allein sein plötzlicher Todmachte diesem, wie so manchem andern Plane ein Ende. G. reiste, nachdem^cu^'er seinen Freund in der Krankheit gepflegt und ihn zur Ruhestatte begleitetesir^' hatte, nach London, wo er eine Beschreibung der letzten Reise und der letzten' Lebensmomente des Dichters herausgab. Kurze Zeit darauf kehrte er nach Grie-chenland zurück, nahm albanesische Kciegcrtracht und folgte dem Obersten Fabvier' als Freiwilliger. Hier bewies er nicht nur den glänzendsten Muth, sondern aucheine um so mehr zu bewundernde Ausdauer in Mühsal und Beschwerden, daweder seine Erziehung noch der Umgang mit dem reichen Lord ihn daran zu ge-wohnen geeignet gewesen waren. Allein schon zu Ende 182V vermochte sein Kor-^ den mannichfachen Beschwerden des Klephtenkriegs nicht langer zu wider-stehen. Ein schmerzhafter Tod ereilte ihn im Dorfe Dara, nahe bei dem Lagervon Methana, im sechsundzwanzigsten Jahre seines Alters. Die aufrichtigsteT^uer aller Philhellenen folgte ihm in die Gruft nach. Fabvier verlor in ihmnicht nur den muthvollen Adjutanten, sondern auch einen treuergebenen Freund.^ A, Solche Eigenschaften, verbunden mit einer hinreißenden Liebenswürdigkeit, ließen-MlU q jn G.'s Umgang das Unschickliche vergessen, welches in der Verbindung mitMiM. einem Manne lag, der öffentlich mit seiner Schwester in strafbarem Umgange ge-lsbrich Ei lebt hatte. Des Grafen Schrift führt den Titel: narrstive os I,c>rck ö^ron'sIsst journe^ to Vlreece" (London t 825). (8)

Gamba (Ritter von), französischer Consul in Tiflis, ist durch seine Reisenim südlichen Rußland und durch mehre gelehrte Abhandlungen in den, von Malte-ch der ssm, Brun begründeten und von Eyries und Larenaudiere fortgesetzten^nnales 6e--ivc^sSes" bekannt geworden. Schon von 181718 machte er von Odessa«M« aus, wo er sich damals aufhielt, Ausflüge nach Nikolajew, Cherson, und zu denMM deutschen, tatarischen, griechischen und mennonitischen Ansiedelungen. Von Ta-ch mzm ganrog, wo er einen Monat verweilte, besuchte er Nackschivan, eine Colonievon Armeniern, Nowo-Tserkask, die jetzige Hauptstadt der donischen Kosaken,MdiK und fuhr alsdann auf der Wolga nach Astrachan, dessen Bevölkerung fast alleMZ Nationen Europas und Asiens in sich faßt. Durch die, das kaspische Meeri M « umgebenden Sandwüsten folgte er dem Laufe des Terek bis Mosdock, Anfangs-Pm'S Punkt des Weges, der durch die Bergpasse von Dariel nach Tiflis führt. Hier- traf er den russischen Generalstatthalter Permoloss, an den er durch den Herzogvon Richelieu und den Grafen Langeron empfohlen war, und unter dessen Schutz" bis Taman und Penikale vordrang, dann Kertsch, Theodosia, Simpheropol be-Ol!- ^ Odessa zurückzukehren. Er kam 1819 nach Paris, ward

' ^ aber bald wieder als Consul nach Georgien abgeschickt, um die russischen Pro-

iüelM.

vinzen jenseits des Kaukasus in Augenschein zu nehmen. Die ganze Umgegend, 5 - des schwarzen und kaspischen Meeres und besonders die wichtigsten Städte bisan die persische Grenze hin wurden durchstreift, ihre Handelsverhältnisse genau^ ! erforscht und ebensowol die Erzeugnisse als die Bedürfnisse der Länder ausgemit-^ telt, sodaß G. in die Reihe der Männer zu setzen ist, welche sich in commer-cieller und g ographischer Beziehung um jene früherhin weniger bekannten Gegen-, - ^ den große Verdienste erworben haben. Seine Reisen dauerten von 181824H fast ahne Unterbrechung fort, und sind unter dem Titel erschienen: 6an-,

MW la Russie merillionaje et particulierement elans les ^rovinces situees au-cleiü^ ^ ü.i eaucase" (2 Bände, Paris 1826). (8)

^ Gamba (Bartolomeo), Vicebibliothekar der Marcusbibliothek zu Ve-nedig, Mitglied der Akademie zu Florenz, ist durch ein literarhistorisches Werküber die berühmten Manner Bassano's bekannt geworden, welches 1807 unterdem Titel: ,,ve' L-rssaoesi illustri" erschienen ist. Mit ebenso großer Gelehrsamkeit als tiefem Urtheile hat dieser achtbare Gelehrte seiner Vaterstadt durch