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Galotti
Gamba (Peter, Graf von)
trales östreichisches Gebiet und von da im Frühjahr 1813 nach Sachsen zu führenwo er dann die Cavalerie, abermals unter Reynier's Oberbefehl, führte. DieHerrschaft der fremden Gouvernements konnte nur seine Treue gegen den Königbewähren, der ihn zum Befehlshaber des sächsischen Theils der Occupationsarme»und 1817 zum Generallieutenant ernannte. Nach der Rückkehr dieser Truppen übel»nahm er das Commando der Reiterbrigade. Bei seinem fünfzigjährigen Offt'zierju-biläum erhielt er 1828 das Großkreuz des Heinrichsordens. Nach dem Ausbrucheder Unruhen in Dresden wurde er am 1l). Sept. 1830 Mitglied der unter demVorsitz des Prinzen Friedrich niedergesetzten Commission zur Aufrechthaltung deröffentlichen Ruhe, und an demselben Tage auch zum Commandanten der neuerlich,teten Communalgarde und der ältern Bürgergarde ernannt. Er behielt diese Stellenoch einige Zeit nach seiner Ernennung zum Gouverneur der Stadt Dresden undzeigte in den schwierigsten Umständen große Umsicht und Geistesgegenwart, wo-durch er sich, ohne um die Erhaltung der schwankenden Volksgunst bekümmert zusein, bleibende Verdienste erwarb, die durch den Orden der Rautenkrone und dasEhrenbürgerrecht der Stadt Dresden ihre Anerkennung fanden. (34)
Galotti (Antonio), aus der Gegend von Salerno, Secretair einerEarbonari-Venta, hatte bei der Revolution von 1820 eine so frühzeitige Thätig-keit bewiesen, daß er hingerichtet werden sollte, als der völlige Ausbruch am 1.Jul. 1820 ihn befreite. Auch spater nahm er an revolutionnairen Umtrieben Theil,die ihm eine dreijährige Gefangenschaft zuzogen. Kaum in Freiheit gesetzt, knüpfteer neue Verbindungen an, die einen bald unterdrückten Ausstand zur Folgehatten. Eine Menge angesehener Gutsbesitzer, Geistliche (an der Spitze der Em-pörung stand der Canonicus de Luca) wurden hingerichtet, G. entkam nach Li-vorno und von da nach Corsica. Hier lebte er einige Monate, als er auf Requi-sition der neapolitanischen Regierung verhaftet und auf die Behauptung des Ge-sandten, des nun verstorbenen Fürsten von Castelci-cala, daß er nicht wegen poli-tischer Vergehungen, sondern wegen eines Mordes verfolgt werde, ausgeliefertwurde. Da aber dieser Behauptung nachdrücklich widersprochen wurde, so schickt,die französische Regierung sogleich eine Brigg nach, welche ihn zurückfederte (s.Auslieferung), und dies rettete ihm wenigstens das Leben, obwol die nea-politanische Regierung ihn in Haft behielt. Es wurde ihm der Proceß gemacht;er ward am 14. Oct. 1829 zum Tode verurtheilt, jedoch diese Strafe zu zehn-jähriger Verbannung in eine Insel, d. h. soviel als Festungsstrafe, gemildert.Man brachte ihn auf die Insel Favignana bei Palermo, wo er in den Casemat-ten der Festungswerke eingesperrt wurde. Er beschreibt die Leiden, welche er aufdem Transport und zu Favignana erduldete, in seinen Memoiren. Die franzö-sische Regierung foderte ihn nach der Revolution von 1830 abermals zurück,und in Folge dessen ward er, nachdem der König von Neapel seine Strafe aber-mals auf zehnjährige Ve bannung aus dem Lande gemildert hatte, nach Corsicazurückgebracht. (S. ,Memoires cke <4alotti, oKrcier napolitain, couüawnetrais fois a!s mort, trall. par 8. Vecctüanelli", Paris 1831.) (3)
Gamba (Peter, Graf von), geboren zu Ravenna 1801, war Bruder der,durch die Anmuth ihres Geistes, ihre Schönheit, mehr aber noch durch ihre Ver-bindung mit Lord Byron bekannten Gräsin Guiccioli. Als der unglückliche Dich-ter im Freiheitskampfe der Griechen sich Ruhe zu erringen suchte, begleitete ihnGraf G. bis nach Cephalonia. Hier trennte er sich von ihm, destieg ein nachMissolunghi bestimmtes Schiff, hatte aber das Unglück, im Angesichte die-ser Festung von einem türkischen Seeräuber gefangen und in die Dardanellenvor Jussuf Pascha geführt zu werden. Da er aber unter anglo-ionischer Flaggegekapert worden, entließ ihn der türkische Machthaber. Eiligst kehrte er nach Misso-lunghi zurück, wo ihn Lord Byron zum Offizier der Legion ernannte, welche er