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den lästigen Appendix seines neuen Geschäftskreises nicht. Er zog für mehre Wo-chen nach Offenbach, um bei dem noch lebenden Gesell sich im Abziehen und Aus-stopfen derThiere zu vervollkommnen, bei Meyer Unterricht in der Ornithologiezu nehmen und durch tägliche Beschauung seines Cabinets mit den europäischenVögeln genau bekannt zu werden. Auch in Güttingen hielt F. sich einige Monateaus, erfreute sich des besondern Wohlwollens und Unterrichts Blumenbach's, underhielt von Oslander Anleitung zu Quecksilbereinspritzungen und zur Bereitung an-derer Präparate. Im Sommer 1809 reiste er mit Langsdorf nach Petersburg;aber dessen beabsichtigte Reise unterblieb, hauptsächlich wegen ausgebrochener Feind-seligkeit zwischen Rußland und Persien. F. trennte sich unter solchen Umständen vonihm und zog einige Zeit zu dem als Naturforscher bei der Krusenstern'schen Welt-umsegelung rühmlichst bekannten Hofcath Tilesius. Vogelkunde war nun seinHauptstudium, welches ihm indessen, durch den Mangel guter Sammlungen undder Bekanntschaft mit Ornithologen sehr erschwert wurde. Er machte häufige Ex-kursionen zum Beobachten und Erjagen von Vögeln, legte sich eine Sammlung anund erwarb sich durch den Verkauf der übrigen Exemplare seinen Unterhalt. SeinNaturalienhandel erweiterte sich immer mehr, und dadurch sowol als durch Ausbal-gen von Vögeln für Cabinete wurde seine Geldeinnahme so reichlich, daß sr sichmanches Ersparniß zurücklegen, und nach Wohlleben wenig verlangend, im Som-mer 1811 den Entschluß fassen konnte, sich ganz der Wissenschaft zu widmen; erwollte eine russische Universität beziehen, um Medicin und hauptsächlich Natur-wissenschaften gründlich zu studiren. Ein ihm abermals angebotenes Verhältniszu Langsdorf führte ihn in eine neue Laufbahn. Dieser, 1812 zum kaiserlich rus-sischen Generalkonsul in Brasilien ernannt, wünschte einen kenntnisreichen underfahrenen Mann mitzunehmen, welcher ihn bei naturgeschichtlichen Forschungenzu unterstützen vermöge. Der Gedanke, seinem Hange zu naturgeschichtlichen Un-tersuchungen in einem von der Natur so gesegneten Lande volle Genüge leisten zukönnen, regte F. zu mächtig an, als daß er nicht mit Freuden die dargebotene Ge-legenheit hätte ergreifen sollen, Brasilien zu bereisen. Er schloß mit Langsdorf einenVertrag und segelte im Herbste 1812 ab. Bald nach seiner Ankunft in Brasilientrennte F. sich jedoch schon wieder von Langsdorf, und es entstand ein gespanntesVerhältnis zwischen ihnen, das gegenseitige Erklärungen in öffentlichen Blätternveranlaßt?. Dagegen gewann F. einen eifrigen Freund und Beförderer feiner An-gelegenheiten an dem schwedischen Generalkonsul Ritter von Westin in Rio Janei-ro, welchem er von dem schwedischen Naturforscher Thunberg angelegentlichst em-pfohlen worden war. Von ihm erhielt er ein Jahrgeld von 1090 Crusaden (etwa1500 Fl.), um dafür Naturalien und naturgeschichtliche Beobachtungen an diekönigliche Akademie in Stockholm einzusenden. Aus seinem, der Akademie über-reichten Berichte wurden Auszüge in den ^ctis acackeinicis mitgetheilt; die Bear-beitung und Ubersetzung des Ganzen übernahm der Naturforscher Olof Schwartz,den aber der Tod überraschte, ehe er seine Arbeit vollenden konnte, und seitdem hatman von jenem Tagebuche nichts weiter erfahren. Die erste Reise ins Innere vonBrasilien, und zwar in die Provinz Minas Geraes, trat F. im Jul. 1814 gemein-schaftlich mit dem Baron von Eschwege, damals Oberstlieutenant und Verwalterdes Bergwesens in portugiesischen Diensten, an. Mit dem Erfolge seiner Bemü-hungen zufrieden, kehrte er im Januar 1815 nach Rio Janeiro zurück und fanddie erfreuliche Anerkennung, daß er auf den Vorschlag seines besondern Gönners,des Staatsministers d'Aranjo, zum Naturforscher des Königs mit der Anwart-schaft auf eine Professur der Zoologie ernannt wurde. Noch im nämlichen Jahre,am 4. Aug. Z815, traten F. und der deutsche Naturforscher Sellow mit dem zumZwecke wissenschaftlicher Untersuchungen nach Brasilien gekommenen Prinzen Ma-ximilian von Neuwied, eine gemeinschaftliche Reise an, deren wichtige Ergebnisse