Frege (Familie)
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die sie in Frankreich einnimmt, wahrend auch die Chemie in der neuen Richtung,welche sie gewonnen, durch Darcet, Scrullas, Balard, den Entdecker des Broms,Braconnot und Andere gefördert wurde.— Für Literaturgeschichte ist inneuester Zeit nicht Unerhebliches geschehen. Eine interessante Unternehmung zurBeförderung derselben waren die Hesumes über die Literatur der verschiedenenVölker, die jedoch nicht zur Vollendung gediehen. Die Übersicht der Geschichteder französischen Literatur und Salsi's Übersicht der italienischen Literatur warendie bemerkenswerthesten Resultate jener Unternehmung. Villemain's „Nölan-xes litternires" und Charles Nodier's Schriften enthalten vortreffliche Aussatze zurLiteraturkunde. Erwahnenswerth sind ferner St.-Marc Girardin's und Phil. Chas-les' gekrönte Preiswerke über dieGeschichtc der französischen Literatur im Iß. Jahr-hundert. Salsi beendigte Ginguene's Geschichte der italienischen Literatur. ZurKunde der altern französischen Literatur diente besonders die bei Crapelet insechs Banden veranstaltete Sammlung von Gedichten aus dieser Periode unterdem Titel: „läes poetes iran^ais dermis 1e 12ieme siecle jii5<zu'ü Alalkierde".Der Unternehmer dieser Sammlung veranstaltete auch in Prachtausgaben einenicht zusammenhangende Reihe von altern französischen Literaturwerken, zu denenVillemain's „Couis cke littäruture srarihnise" gedruckt wurde. So gab auchMeon das alte Gedicht: „Homan <I,i renarck", heraus, nebst einer bedeutendenAnzahl von Fabliaux, und zu Nouen erschien die normannische Chronik in Ver-sen von Robert Wace wieder abgedruckt. (Die einzelnen Artikel über die bedeu-tendsten französischen Schriftsteller geben über die Leistungen derselben umständ-lichere Nachrichten.)
Frege (Christian Gottlob), der Stifter des geachteten HandelshausesFrege und Compagnie zu Leipzig, war der Urenkel eines Schweden, der sich auchVreede schrieb und im dreißigjährigen Kriege nach Deutschland gekommen war.Sein Großvater war Tuchmacher in Neuruppin, und sein Vater Pfarrer zu Lam-pertswalde im meißnischen Kreise des Königreichs Sachsen. F. zeigte schon frühNeigung und Beruf zum Kaufmannsstande und ließ sich 1739 mit einem, von sei-nen Altern ihm vorgeschossenen Capital von 192 Thalern in Leipzig nieder. SeineThätigkeit belohnte ein gedeihlicher Erfolg. Er hatte bis 1764 die Münze inPacht und dieses Verhältnis nöthigte ihn während des siebenjährigen Krieges beider Annäherung des feindlichen Heeres mehr als einmal sich durch die Flucht zusichern. Nachdem er bereits 1763 den Titel eines Kammerraths erhalten hatteund zum Mitglieds des Stadtraths war ernannt worden, erhielt er vom Kaiser Jo-seph II. ein Wappen, welches nach seinem Geburtsorte zwei Lampertsnüsse ent-hält und von seiner Familie noch geführt wird. Er erbaute 1766 die Kirche in sei-nem Rittergutsdorfe Trossin und stiftete einen Pensionsfonds für alte Diener.Durch seine Umsicht in kaufmannischen Unternehmungen und seine strenge Recht-lichkeit erwarb er sich Achtung und Vertrauen in der Handelswelt, und durch Ge-meinsinn und Wohlthätigkeit allgemeine Liebe. Er starb am 20. Mai 1731. —ChristianGottlobF., sein zweiter Sobn, bildete sich theils im väterlichen Haufe,theils in Hamburg zum kaufmannischen Berufe aus, und machte später eine Reisedurch Frankreich, England und Italien. Schon 1773 hatte sein Vater ihn alsHandelsgesellschafter aufgenommen, und es gelang ihm durch seine Thätigkeit, seinevielseitigen Kenntnisse, seine seltene Geschäftskunde und Welterfahrung sein Hausauf die ehrenvolle Stufe zu erheben, die es jetzt in der kaufmännischen Welt ein-nimmt. Bald nach seines Vaters Tode erhielt er von dem Kurfürsten von Sach-sen den Auftrag, nach Holland zu reisen, um die dort versetzten Edelsteine aus demgrünen Gewölbe einzulösen, und wurde dafür mit dem Kammerrathstitel belohnt.Seine ausgebreiteten Handelsverbindungen veranlaßten ihn 1737 nach Spanienzu reisen, wo er bis 1788 blieb, um einige angefangene mislungene Handelsge-
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