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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
65
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Frankreich seit dem Jahre 1829 65

(Der höchste Preis, zu welchem unter der Restauration 5 Procent Renten, imI. 1823, negocirt worden waren, betrug 89 Fr. 55 Cent.) Die amtlicheAngabe, daß auch die Einnahmen gestiegen, und daß im ersten Semester 1832^g. ^ 14 Millionen mehr als im ersten Semester 1831 eingekommen seien, wurde zwardurch die Behauptung des „lonrnal cku commerce" zweifelhaft gemacht, nach'Meine ? welcher die Vergleichung des Ertrags der indirekten Steuern im ersten Halbjahre1832 mit den Abschätzungen des Budgets ein Deficit von 15 Mill. ergeben habensollten; indeß scheinen dennoch, spatern Angaben zufolge, die Einnahmen mitIM ^ ^ jedem Monate zu steigen, was natürlich auf die Befestigung des Friedenssystems"Uni dk/i ^ öffentlichen Meinung vortheilhast zurückwirkt.

kten Ks wir aus dem Budget für 1832 aus, daß unter den Ausgaben

für i ^ das Kriegsministerium, welche für den gewöhnlichen Bedarf auf 177,306,000^ und für den außerordentlichen Bedarf, wie schon erwähnt, auf 131,497,000

1 berechnet wurden, Algier und Morea aufgeführt sind. Algier kostet dem

^ ^ Staate jährlich 14 Millionen, oder nach Abzug Dessen, was die dort stehendeMM Armee in Frankreich kosten würde, nur 6 Mill.; die Besetzung von MoreaM durch französische Truppen kostete jährlich 2,380,000 Fr. Nach zuverlässigenAngaben über den Effectivbeftand der französischen Armee betrug derselbe am1. Jan. 1832 im Ganzen 412,520 Mann, darunter 276,000 Mann Jnfan-^ 54 y<x) Mann Cavalerie, 39,000 Mann Artillerie, 8000 Mann Jnge-

MMchsiii nieurs; Train 4500; Veteranen 14,000; Gensdarmerie 16,000; GeneralstabUöZi'D 4050 u, s. w. Die Unterhaltungskosten für diese Armee sind mit 250,475,000WMjsc, ^ im Budget angesetzt, was jährlich 607 Fr. 73 Cent, für den Mann ergibt.WHeM- Die Marine zählte 120 ausgerüstete Kriegsschisse, 18 auf den Rheden liegende«HM disponible, 16 auf Commission befindliche und 135 abgetakelte Schiffe. Die Un-smutis: terhaltung sämmtlicher 279 Kriegsschisse kostet 7,486,000 Fr. Die Mannschaftder Flotte besteht aus 13,000 Mann und 1432 Offizieren, deren Besoldung undMM Unterhalt 9,215,000Fr. kostet. Seitdem haben^die Marinetruppen durch dieLc>, fück königliche Ordonnanz vom 1. März 1832 eine neue Organisation erhalten. FürMchA die Landarmee wurden durch die königliche Ordonnanz vom 19. Mai 1832chit.Nch 80,000 M. von der Classe von 1831 unter die Waffen gerufen, nachdem dastmM neue Recruticungsgesetz vom März desselben Jahres erlassen worden war. DemM W »lis im Jul. 1832 erschienenen Militairalmanache zufolge besteht der Stab der ArmeeK Fr ^ aus 13 Marschällen, aus 160 Generallieutenants, wovon 130 im activen Dienst,bis WA und aus 279 Marechaux de Camp, wovon im activen Dienste 208. Die Armeel Wils! N besteht aus 67 Linienregimentern zu 4 Bataillons und 3000 Mann; 21 Regi-mentern leichter Infanterie zu 3 Bataillons und 2400 Mann; Fremdenlegion zuzMzW 6 Bataillons; 3 Regimentern Geniecorps zu 2000 Mann; 11 Artillerie-regimentern zu 1000 Mann; 2 Regimentern Carabiniers, 10 Cuirasst'erregimen-tern, 12 Dragonerregimentern, 6 Lancierregimentern, 14 Jägerregimentern,MrI 6 Husarenregimentern, jedes ungefähr 800 Mann; 2 Regimentern Jäger inAfrika, 800 Mann. Zustimmen, den Train, die Gensdarmerie und die Vetera-^ AM uen der Armee nicht mitgerechnet, 314,000 Mann. Einen Theil dieser ArmeeWB, ^ beschäftigen fortwährend die Vendee, Morea und Algier. Insbesondere mußte dieMitD von England jedoch noch nicht als französische Provinz anerkannte Colonie

Algier, nebst Bona und Oran, gegen die Beduinen und Araber, deren Fanatis-' Ki! mus die Zerstörung einiger Moscheen aufgereizt hatte, vertheidigt werden. DieColonisirung machte daher sehr langsame Fortschritte, und die ungeschickt angelegteMustermeierei ging ganz ein.

? lK ^ ^ meisten Ersparnisse wies man auf das Budget des Cultus an. Die vom

- übernommenen Ausgaben für den Cultus der katholischen Kirche betrugen jetzt

^ ^ 33,727,600, die für den protestantischen 750,000 und die für den israeliti-^ Conv.-Lex. der neuesten Zeit und Literatur. II. 5