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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
64
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64 Frankreich seit dem Jahre 1829

Francs Interessen (als: für Cautionscapitale 9 Mill., für die schwebende Schuld15 Mill., für Leibrenten 6,200,000 Fr.) und 56,389,654 Fr. für Civil - undMilitairpensionen (darunter die an die Schweizer, welche Frankreich gedient hat-ten, 627,923 Fr.), für Wartegelder u. dergl., sodaß das Capital der Gesammt-schuld jahrlich die ungeheure Summe von 345,451,517 Fr. betrug. In Folgeder Revision konnte es nur auf die Summe von 344,854,303 Fr. vermindertwerden. Die Dotationen betrugen 17,228,417 Fr.; der allgemeine Dienst derMinisterien 443,155,672 Fr.; die Unkosten der Erhebungen 114,759,433 Fr.;die übrigen Ausgaben 42,989,445 Fr. Der außerordentliche Dienst betrug:s) im Ministerium des Innern 1,149,600 Fr.; d) im Ministerium des Handelsund der öffentlichen Arbeiten 11 Millionen Fr.; c) im Ministerium des Kriegs131,497,000 Fr. Das Resultat aller von der Kammer bewirkten Ersparniste,zusammen 10 Mill., betrug demnach auf die 32 Mill. Franzosen für jeden Kopfjahrlich nur 2 Gr. Rihouet hatte noch das Verdienst, die Kammer zu dem Ent-schlüsse zu bewegen, daß alle Abzüge des gegenwartigen Gesetzes erst vom 1. Maian gerechnet werden sollten, wodurch eine große Zahl der Staatsdiener einer pein-lichen Verlegenheit überhoben wurden. Am Schlüsse der Sitzung vom 4. Aprilwurde das Ganze des Budgets mit einer Majorität von 205 gegen 60 Stimmenangenommen.

Um die Zeit derDebatten über das Budget von 1832 gab der„l'emps" (EndeFebr. 1832) folgende Übersicht der Budgets der vier Hauptepochen Frankreichs indiesem Jahrhunderte: I.Republik 1801, Constitution vom I. VIII; 115 Depar-tements und 8 Ministerien; Gesammtsumme der Ausgaben: 501,500,000 Fr,,für die Staatsschuld: 66 Mill. Fr. II. Kaiserthum im 1.1811,130 Depar-tements, 11 Ministerien; Gesammtausgaben 960 Mill. Fr., für die Staatsschuld(Holland mit 36 Mill. mit einbegriffen) 148 Millionen. III. Restaurationim 1.1821: 86 Departements, 7 Ministerien; Gesammtausgabe: 875,170,351Fr., für die öffentliche Schuld 313 Millionen. IV. Charte von 1830:86 Departements, 8 Ministerien; Gesammtausgabe: 1233 Mill. Fr., für dieStaatsschuld 340 Millionen. Diese Staatsschuld ist das traurige Vcr-mächtniß einer an glanzenden und trüben Ereignissen reichen Vergangenheit. NachHumann's Commisstonsbericht vom 3. Febr. 1832 über das Budget von 1832,belief sich beim Sturze des Kaiserreichs die consolidirte Schuld an Renten nur auf63,307,637 Fr. und an nominalem Capital auf 1,266,152,740 Fr. (AmSchlüsse des 1.1829 betrug sie 4200 Mill.) Vom 1. April 1814 bis zum 31.Dec. 1830 war sie um 159,148,531 Fr. an Renten, und an Capital um3,927,058,916 Fr. vermehrt worden. Mit der schwebenden Schuld — einer An-leihe zum Behuf öffentlicher Arbeiten — und hinzugekommenen Cautionsgeldernsind in den 16Jahren 9 Monaten an außerordentlichenHülfsquellen 4,537,033,037Fr. verbraucht worden. Nach Abzug der von der Tilgungscasse angekauften und ver-nichteten 16,020,094 Fr. Renten oder eines Capitals von 533,843,432 Fr. betrugdie consolidirte Schuld noch 206,436,074 Fr. an Renten oder 4,659,368,281Francs an Capital, wovon die Tilgungscasse 39,472,114 Francs Renten oder809,299,933 Fr. Capital besaß. Die übrigen Schulden, die schwebende, Cau-tionsgelder w. beliefen sich noch auf 666,907,909 Fr. Der Zustand hat sich seit-dem natürlich noch verschlimmert, und es sind für die außerordentlichen Ausgabenvon 1831 und 1832 noch ungefähr 360 Millionen hinzugekommen. Wir be-merken jedoch, daß sich der Staatscredit seit der letzten Kammersitzung gehoben hat.Denn die Anleihe von 120 Mill. für das Jahr 1831 konnte nur zu dem Preisevon 84 Fr. für 5 Procent Renten abgeschlossen werden; die letzte Anleihe dagegenvon 150 Mill. im 1.1832 kam zu dem Preise von 98? Fr. für 5 Procent Ren-ten zu Stande; der öffentliche Credit hatte sich also um 144 Procent verbessert,