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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
63
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..., Frankreich seit dem Jahre 1829 63

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^°»>zü' Pferde unter dem Marschall Soult, in Begleitung des Herzogs von Orleans, am/ 3. Dec. einrückten, so ward der Aufstand in wenig Tagen erdrückt. Die National-garde wurde aufgelöst und entwaffnet. Die Anführer der Insurgenten hatten sich>>/ nach der Schweiz geflüchtet. Auch wanderten viele Fabrikanten und Arbeiter aus.thch ^ Die allgemeine Roth der Arbeiter und das Misverhältniß zwischen Arbeit und Ge-nuß gab seitdem der Sekte des Saint-Si monismus (s. d.) viel Einfluß auf^ ^ die Gesellschaft, bis das Schaugeprange von Sophismen und hierarchischem Cul-tus die geheimen Triebfedern ihrer Obern, Enfantin's und seiner 39 Apostel,>1»!^ nicht langer verhüllen konnte. Ihre Gesellschaft von Menilmontant bei Paris^ ward gerichtlich aufgelöst den 28. Aug. 1832, und ihre Vorsteher wurden in Stra-o fen verurtheilt. Mehr Fortschritte machte die im Aug. 1830 eröffnete französische

und katholische Kirche des Abbe Chatel (s. d.).

Verarmung der lyoner Arbeiter hatte ihren tiefern Grund in den seit der/ ^sterl Revolution durch Auswanderung in andere Lander, in die Schweiz, nach

,"!? MM England und Preußen verpflanzten Seidenfabriken, wodurch für Lyon das Preis-halten und der Absatz erschwert wurde. Der blutige, mit Verwüstung begleitetew> K/M Aufstand im November erschütterte den Wohlstand von Lyon auf lange Zeit. Umst lauter erhob sich jetzt fast allgemein, zumal in Paris, der Nothschrei der ar-mem Classen über den Druck der fortwahrend steigenden Abgaben und die von'cu, i>^ ick Thiers herrührende neue Einrichtung des Abgabensystems. Unter diesen Umstan-echt erhalt», den waren die Sitzungen der Wahlkammcr sehr stürmisch. Man drang auf Er-ui trauteihr sparniffe. Dies zeigte sich bei der Feststellung des Budgets. Das Budget für 1831,MwiM welches 1171 Mill. Francs betragen hatte, war durch die provisorischen ZwölftelnachiM-. erschöpft worden; es gestattete also nur eine Prüfung der Ausgaben und Herab-m setzung derselben für die Zukunft. Desto heftiger ward das Budget für 1832, aufwelches auch bereits sechs provisorische Zwölftel bewilligt worden waren, durch dieHch G» nähere Prüfung erschüttert. Es wurden Ersparnisse, oft von sehr kleinlicher Art,W, sch w durchgesetzt, durch Verminderung der Gehalte in den untern Stellen und durchMmzitk Gehaltsabzüge, wodurch man Tausende von Familien in ihrer Lage beschranktewm mch und den Dienst nicht förderte. Dagegen waren die Einziehung überflüssiger Stel-nMW len, das gesetzliche Verbot von Gehaltsanhaufung (cuwul), die Verminderung derurchwU großen Gehalte (z. B. der eines Marschalls von 40,000 auf 30,000 Francs),die Beschrankung der verschwenderisch verliehenen Pensionen und Unterstützungs-M dichhi« gelder u. s. w. wesentliche Erleichterung des Staatsschatzes, die aber auf das GanzeWGm» für jetzt keinen Einfluß haben konnten, weil die Bewilligung außerordentlicherMM Credite, z. V. für mehr als 5000 politische Flüchtlinge, Polen, Italiener, Spa-n Mst, A nier, Portugiesen, Deutsche (zusammen über 34 Mill. Francs); für die Eholera,M M stit dem 27. Marz in Paris, nach amtlicher Anzeige, und dann bald in vie-wöruM Departements eine große Anzahl Opfer wegraffte (2 Mill. Fr.); für dieMilB Befestigungsarbeiten (Ij-Mill. Fr.); für die geheimen Ausgaben von 1832. h.A (1^- Mill. Fr.) u. a. m. neue Lasten auflegte. Doch war mit dem Anfange 1831> ^ Getranksteuer betrachtlich (von 100 auf 60 Mill. Fr.) herabgesetzt, der AussallM aber auf die directen Steuern, auf die Thür- und Fensterabgaben, vertheilt worden,Mß' vorüber sich besonders im mittlem Frankreich viel Unzufriedenheit kund gab. Das'«Ml der Kammer vorgelegte Budget für 1832 belief sich, ohne jene außerordentlichen Vc-«r willigungen, auf 1,097,708,012 Fr. Durch die von der Commission vorgeschlage-nm Reduktionen wurde es um etwa 10 Mill. vermindert. Die Gesammteinnahmefür dieses Jahr wurde zu 1,160,053,658 Fr. festgesetzt; darunter betrugen die directenAbgaben 372,746,900 und die indirecten nebst andern Einkünften 605,839,482^ ordentlichen, durch Besteuerung aufzubringenden Ausgaben betrugen>! ^ 963,394,791 Fr. Für die öffentliche Schuld waren, mit Einschluß des Tilgungs-sonds von 43,093,621 Fr., 258,861,863 Fr. berechnet; dazukamen: 24 Mill.