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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
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24 Field

componirte Symphonie das Glück, öffentlich aufgeführt zu werden. F. begab sichdarauf in die Gegend von Givet an der belgischen Grenze zu den Verwandten sei-ner Frau und betrieb nunmehr die Musik bloß theoretisch. Zwei seiner handschrift-lichen Werke wurden ihm gestohlen, nämlich eineNistoire 6enotation musi-celle clans le mo^en und dieDisseltation llistoric^ue sur <3ui ck'VreT^o".Wegen ungünstiger Vermögensumstande sing er 1814 wieder an, seine Kunstpraktisch auszuüben, erhielt durch Concurs die Stelle eines Organisten inder Peterskirche zu Douai, wurde zugleich Professor an der Musikschule dieserStadt und bekleidete die beiden Ämter vier Jahre hindurch. Er componirte inDouai 1815 ein Requiem für den 21. Januar (Sterbetag Ludwigs XVI.),eine Messe u. a. m., und legte hier zugleich den Grund zu seinen spatern Schrif-ten über die Harmonie. Darauf kehrte er 1818 wieder nach Paris zurück und ließseitdem im Theater Feydeau einige komische Opern aufführen, die großentheilsgut aufgenommen wurden. Er wurde 1821 zum Professor der Compositionan der königlichen pariser Musikschule ernannt und erhielt im Nov. 1826 auchdie Bibliothekarstelle dieser Anstalt. Unter seinen Opern nennen wir die imTheater Feydeau aufgeführten:V.'amant et 1e mari";Res seeurs sumel-les";Re bourgeois <Ie Rheims", die bei Karls X. Salbung 1825 auf-geführt wurde, u. a. Berühmter machten ihn seine theoretischen Werke:IVmteelementare tlharmome et ll'accompa^nement" (Paris 1824, zweite Aus-gabe 1828), das in Frankreich allgemein als Handbuch gebraucht wird; fernerseinIVaite eontrepoint et <Ie la ku^ne ckepnis ckeux Imit parties

reelles" (2 Bde., Fol., Paris 1835), welches Werk die pariser Kunstakade-mie auf einen Bericht von Cherubini, Lesueur, Catel, Berton für das beste in die-ser Art erklarte. Auch die?i-mcipes elementmres cke musi^ue, smvis cke sol-ie^es prnFressiss, nvec nccompaKnement tie ^iavo", erhielten rühmliche Aner-kennung. F. gibt seit 1827 ein Wochenblatt:Revue musicale", heraus, daseine europaische Berühmtheit erlangt hat. Er verfaßte außerdem einelZuIerie<les musiciens celebres, composee tle purtruits litbnArapliies, cke notices hio-xrupluciues et criticzues et cle tue simile" (Paris 1827 fg.), eine große Oper:?!n-<lms", drei komische Opern, ein geschichtlich musikalisches Wörterbuch, einen,/1'rmte<le evmposition ckans !e st^le mockerne", und beschäftigt sich gegenwartig mit einerRistoire ^eneiule <le lu musitZsue che^ tous les peuples"und mit einem Beitragezu Gerbert's8criptoi-e8ecclesiustici tje musica kucru". Sein neuestes Werk ist dieNusiyue mise ü lu portee tle taut le moucke" (Paris 1836), das zum Zweckhat, auf eine populaire Weife Musikkenntnisse im größern Publicum zu ver-breiten. (15)

Field (John), um das Jahr 1786 in England geboren, ein SchülerElementi's, ist nach dem Urtheil aller sachverstandigen und unparteiischenKenner der größte aller lebenden Ctavierspieler. Indessen ist, ein seltener Fall,sein Ruhm geringer als sein Verdienst, da er, von höchst seltsamer, schrofferSinnesart, sich fast nirgends als in Petersburg und Moskau öffentlich hat hö-ren lassen. Obgleich er eine ungemeine Fertigkeit besitzt und mit der unab-lässigsten Beharrlichkeit noch immer fortübt, so zeigt er seine Meisterschaft dochweniger durch die Überwindung bloßer Fingerschwierigkeiten als durch die rei--zendste Melodie und den vollkommensten Grad der Ausführung dessen, was erspielt. Ein geistreicher Beurtheiler, selbst ein großer Clavierspieler, sagte von ihm:Er spielt das Leichteste so, daß es zum Schwierigsten wird". Deshalb habenrohe Beurtheiler, welchen nur durch den Grad der Schnelligkeit einer Passage oderdurch die Sicherheit in wilden Sprüngen zu imponiren ist, ihn auch bisweilengering schätzen wollen, bis er, was er zuweilen thut, Dinge, worauf sich Jeneviel zu Gute thaten, plötzlich in die schwierigste Tonart transportirt, vom Blatt