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Zweiter Band (1833) F bis L
Entstehung
Seite
17
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Fesca

format drucken. Auch gab er in mehren wissenschaftlichen Zeitschriften Abhandlungenüber einzelne Gegenstande der fossilen und lebenden Conchylien. Das Studium derMufchelkunde führte ihn zu Betrachtungen über die Urwelt, die mit denjenigen des be-rühmten Buffon zum Theil zusammentrafen und die er in mehren Abhandlungenniedergelegt hat, unter andern in dem Aussätze des moünsyues", im

victionusire des sciences naturelles". Zu gleicher Zeit verlor er den Staatsdienstnicht aus den Augen, und schlug dem Kriegsminister einen Plan zur Anlegung einesBureau für die Kriegsstatistik vor; dieses kam zwar nicht zu Stande, F. wurdejedoch zum Bureauchef für die Statistik des Auslandes am Kriegsdepot ernannt.Dabei ließ es seine Thätigkeit nicht bewenden. Er entwarf den Plan einer Zeit-schrift, die den Gelehrten alle wissenschaftlichen Forschungen und Erscheinungenanzeigen sollte, und machte dazu den ersten Versuch 1823 mit demLulletinuuiversel des sciences et de l'industrie"; da sich dieses aber allzu eingeschränktzeigte, bewog er im folgenden Jahre einige angesehene Buchhändler in Paris, ihnin der Herausgabe desselben nach einem betrachtlich erweiterten Plane zu unter-stützen. Seitdem erschien dasLulletin" in acht Sektionen und in monatlichenHeften. Da diese Unternehmung aber bald zu kostspielig wurde, so gab F. dasviilietin" auf Actien heraus; viele Fürsten und vermögende Männer nahmenActien, um ein einziges und obwol mangelhaftes, doch nützliches Werk zu unter«stützen. Auf einer Reife nach Süddeutschland bewog F. auch einige kleine Fürsten,Comites zu errichten, die mit seiner Gesellschaft, welche nun den Titel Locieteponr la propsFxdion des cvlmmssauces scieutikgues annahm, in Verbindungstehen' sollten. Doch scheint aus diesen Comites wenig geworden zu sein. Diepariser Gesellschaft mußte auf höhern Befehl ihren ursprünglichen Titel: Lotetepour In p.udlication du. brilletin, wieder annehmen, da sie nur als solche geneh-migt worden war. Dieses Institut vermochte sich aber gleichwol nicht zu haltenund hörte mit 1831 auf zu erscheinen. F. gründete außerdem, mit mehr Eifer alsUmsicht eine statistische Gesellschaft, die aber wenig Fortgang hatte. Im De-partement, worin er geboren war, zum Deputirten ernannt, machte er in der De-putirtenkammer einige nützliche Vorschlage, unter andern über Anlegung von Ca-nälen. Als aber 1820 die Kammer aufgelöst wurde und die Departements zuneuen Wahlen schritten, wurde F. nicht wieder erwählt. Während Sait-CricqMinister des Handels war, übertrug er F. die Division der statistischen Angaben;aber schon ein halbes Jahr nachher ging diese Stelle wieder ein. F. besitzt einsder vorzüglichsten conchyliologischen Cabinete Frankreichs, und ist auch in diesemFache desonders bewandert. (25)

Fesca (Friedrich Ernst), geb. am 15. Febr. 1789 zu Magdeburg, ist ei-ner der ausgezeichnetsten Jnstrumentalcomponisten der neuern Zeit. Man kannvon ihm weniger sagen, daß er sich einen durch Eigenthümlichkeit charakterisi'rtenStyl geschaffen habe, als daß er vielmehr, sich nach den besten Mustern bildend,jene schöne Gleichförmigkeit, jenes Maß und ordnende Gesetz in seinen Arbeitenvorwalten ließ, die einer gesuchten, nur durch das Abweichen vom allgemeinen Ge-setz allein bemerkbaren Originalität stets weit vorzuziehen sind. Er wird daherweniger glänzende Erfolge erringen, aber einen dauernden Werth behalten. Da F.ein ausgezeichneter Violinspieler war, wandte er sich durch sehr natürliche Veran-lassung hauptsächlich auf die Composition von Quartetten. Von diesen hat er einegroße Zahl geliefert, die so allgemein beliebt wurden, daß man zu Paris eine sehr kost-bare Gesammtausgabe derselben veranstaltete. Jndeß hat er auch mehre gründ-lich gearbeitete Symphonien und einige Opern geschrieben. In den erstem herrschtmehr eine schöne Anordnung der Ideen, und das Vermeiden alles Geschmackwidri-gen vor, als daß die Erfindung selbst blühend herausträte. Von seinen Opernkann man Dasselbe sagen, allein diese Gattung, die stets für ein größeres Publi-Conv.-Lex. der neuesten Zeit und Literatur. II. 2